Natur pur - nicht nur für Draufgänger und Sportler - Eiszeitliche Bergseen laden bei einem Kaffee zum Verweilen ein

Land und Leute lassen einem die Ruhe geniessen. Im Bayerwald findet man neben vielen Wanderstrecken auch eiszeitliche Seen wie den kleinen und den großen Arbersee. Dort kann man auch ganz ohne Anstrengungen die Seele, zum Beispiel auf der Kaffeeterrasse am grossen Arbersee, baumeln lassen.

 

Rundblick über den Bayerischen Wald - Von der Burg Weißenstein die teilweise auf dem Pfahl erbaut wurde

600 Kilometer Goldsteig, Luchse, 300 Millionen Jahre alter Quarz und vieles mehr lockt im Bayerischen Wald

Der Quälitätswanderweg "Goldsteig" geht mitten durch den Bayerischen Wald. Er führt von Markt Redwitz im Norden über die südliche oder die nördliche Route hinunter in die Dreiflüssestadt Passau. Der Begriff Goldsteig beinhaltet zwei Wort, Gold und Steig. Tatsächlich hat man im Mittelalter über diese Wege Gold, aber vielmehr das begehrte Salz transportiert. Aber auch der Begriff Steig hat es in sich. Denn der Weg ist auf manchen Passagen wirklich nur ein Steig und nicht zu verwechseln mit einem breiten Wanderweg in der Ebene. Oft nur fussbreit geht es manches Mal steil bergauf und genauso wieder herunter.

Wer sich als Anfänger noch nicht an eine mehrtägige Wanderung herantraut, der sollte es einfach mit einer Eintagestour versuchen und sich so nach und nach an größere Routen heranwagen.

 

Auge in Auge mit Luchs, Wolf, Uhu oder Hecht

Aber auch wer nicht so wanderfreudig ist, findet im Bayerischen Wald viele interessante Orte. So kann man Luchse, Wölfe und auch Wisente ganz nahe im Tierpark Lohberg erleben. Es gibt aber auch Luchse in freier Wildbahn, da diese Tiere aber sehr scheu sind, ist es wohl eine absolute Ausnahme wenn man einen frei lebenden Luchse im Wald sehen kann.

Uhu im Tierpark Lohberg

Wer es nicht so pelzig mag, der kann im Wildgarten in Furth im Wald "unter Wasser gehen". und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Unterwasserbeobachtungsstation ermöglicht es trockenen Fusses die Unterwasserwelt eines heimischen Teiches zu erkunden. Hier kann bei guter Sicht weit über zehn Meter in den Teich hineinschauen und einen Hecht von über einem Meter Grösse sehen. Aber auch kleineren Tieren wie der Teichmuschel kann man bei der Arbeit zusehen. Bei einer Führung erfährt man noch mehr über die heimische Tier- und Pflanzenwelt wie Bärenklaue, Salamander oder sieht einen echten Flusskrebs. Mutige können bei einer Führung durch den Wildgarten dem Krebs auch die "Hand" geben.

 

300 Millionen Jahre alter Quarzfelsen - geradeaus auf 150 km

Ein Naturschauspiel der besonderen Güte ist der fast pfeilgerde verlaufende und über 150 Kilometer lange große Pfahl. Der Pfahl ist eine Quarzstein-Erhebung die sich auf der Burg Weißenstein und in der Nähe von Viechtach besonders gut zeigt. Der Quarzbergrücken ist manches Mal nur einige wenige Zentimeter hoch und dann steigt er, wie in der Nähe von Viechtach, auf eine beachtliche Höhe heran. Direkt am Pfahl bei Viechtach gibt es einen grossen Parkplatz, von dem aus ein Rundwanderweg von zwei Kilometern um den Pfahl führt, den man auch bequem mit Kindern gehen kann.

 

In den Baumkronen auf über 40 Metern oder im Fluss wandern

Es gibt auch einige Baumkronenwege in Ostbayern, die mitten durch die Baumwipfel führen und die man auch bequem mit dem Kinderwagen begehen kann. Einer der Bekanntesten ist der Baumwipfelweg in Neuschönau, direkt am Nationalpark Bayerischer Wald. Ein anderer Wipfelpfad befindet sich in der Nähe von Sankt Englmar. Beide Wege sind ganz locker in einer dreiviertel Stunde zu begehen. Einen besonderen Endpunkt besitzt der Baumwipfelweg in Neuschönau. Am Ende des Weges steht eine Art "Holzei" das man über einen breiten Gehweg nach oben erklimmen kann. Die Höhe beträgt 44 Meter und von oben hat man bei schönen Wetter einen einmaligen Blick über den größten Teil des Bayerischen Waldes und seiner Berge. Die markantesten Ausblicksziele sind an der Plattform namentlich markiert und so erfährt man gleich welche Bergrücken man vor Augen hat.

Ein besonderes Erlebnis ist auch die Wanderung in Watthosen durch den Eisvogelsteig. In der Nähe von Cham, im Ort Nösswartling bei Arnschwang, kann man in der Station des LBV das Leben im Fluss genauer erkunden. " Bewaffnet" mit einer Watthose und einem Audioguide (Leihgebühr 5€) geht es gesichert an einem Stahlseil durch den Fluss Chamb.

 

Der Bayerische Wald befindet sich in Ostbayern und bietet sowohl Individualreisenden als auch Pauschalreisenden entsprechende Angebote. Wer ausserhalb der Hauptsaison wandert, kann schon mal einen ganzen Tag keiner Menschenseele begegnen. Wo findet man eine solche Ruhe heute noch?

 

 

 

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