Drei weibliche Haushaltsmitglieder mit langen Haaren und ein Mann der sich regelmäßig rasiert, Seife, Reste von Zahnpasta und Shampoo in regelmäßiger Benutzung. Aber auch Fettrückstände vom Abwasch in der Küche sind die besten Voraussetzungen, damit ein Abflussrohr ab und an mal durch Ablagerungen verengt und somit das Wasser langsamer abfließt. Handelt man nun nicht, dann wird das Rohr irgendwann komplett verstopft sein und es erfordert im schlimmsten Fall einen Klempner, um es wieder frei zu bekommen.
Ich nutze seit vielen Jahren vier einfache Mittelchen im Haus, die mir helfen, dieses Szenario zu vermeiden:

  • Tabletten zur Reinigung von Gebissen
  • Backpulver
  • Essig
  • Flaschenbürste für schmale Hälse

Mehr brauche ich nicht um einen verstopften Abfluss zu vermeiden. Beim Waschbecken im Bad und auch dem Spülbecken in der Küche kommt der Zahnreiniger mit Essig zum Einsatz. Die Tablette zerbreche ich dabei im mehrere Stücke, lasse sie in den Abfluss fallen und gebe reichlich Essig dazu. Es fängt an zu brodeln und es riecht auch nicht gerade angenehm. Doch das Gemisch dringt bis in das Knie vom Abflussrohr unter dem Waschbecken vor und löst dort die Ablagerungen. Meist beginne ich mit solchen Arbeiten sobald alle anderen Familienmitglieder das Haus verlassen haben. Es kann dadurch mindestens eine Stunde einwirken. Nach der Einwirkzeit wird der Abfluss verschlossen und reichlich Wasser ins Becken gelassen. Nun lasse ich das Wasser ab und sorge mit einer Hand dafür, dass direkt über dem Abfluss ein Strudel entsteht. Dadurch bekommt das Wasser eine größere Fließgeschwindigkeit und spült das Rohr wieder frei.

Sollte man, wie bei uns, lange Haare öfter im Waschbecken verschwinden lassen, so hilft die Flaschenbürste. Man kann noch so sehr aufpassen, aber es werden immer Haare im Abflussrohr landen. Dabei ist es auch recht egal, ob es sich dabei um lange oder kurze Haare handelt. Zusammen mit den oben genannten Resten von Seife und Co. bringt die Mischung aus Gebissreiniger und Essig nicht den gewünschten Erfolg.

Ein Blick in den Abfluss ist nichts für Menschen mit einem empfindlichen Magen. Einweghandschuhe und Küchenrolle sollten dabei eventuell genutzt werden. Aber ehe sich die vielen Haare irgendwo sammeln und den Abfluss richtig verstopfen, sollten sie doch lieber noch mal Tageslicht erleben. Dafür wird die Flaschenbürste genutzt, da sich dort die Haare gut verfangen und somit aus dem Abfluss geholt werden können.

Es gibt auch Abflüsse, wo direkt unter dem Abflusssieb eine Plastikscheibe montiert ist. Welchen Sinn diese Scheibe dabei erfüllt, hat sich mir zwar noch nicht erschlossen, aber dann nutzt der Zahnreiniger nichts. Denn die Mischung kommt nicht tief genug in den Abfluss. Hier hilft das Backpulver und wird mit dem Essig ins Rohr gebracht. Danach folgt der selbe Vorgang mit Wasser einlassen und wieder ablassen. Sind die Rohre wieder frei hat man für Monate keine Probleme mehr und vor allem nur geringe Kosten gehabt.

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