Rustikales Vogelhäuschen selber bauen

Anleitung für ein einfaches aber stilvolles Vogelhäuschen

Zunächst sei vorausgeschickt, dass diese Bauanleitung für ein Vogelhäuschen beliebig verändert und erweitert werden kann, je nach Geschmack, Zeit und natürlich handwerklichem Können. Es stellt eine einfache rustikale Grundform dar, die von jedem, auch für den der kein passionierter Hobby-Heimwerker ist, leicht nachgebaut werden kann. Der Materialaufwand ist gering und lässt sich direkt aus dem Garten oder Wald beschaffen und günstiger als viele Angebote in Baumärkten ist es allemal, schließlich ist es nahezu kostenlos.

Ideen und Praxisbeispiele
80 Modelle zum Selberbauen

Als Größe eignet sich eine Grundfläche bis maximal 50 Zentimeter Kantenlänge des Bodens. Ein Vogelhäuschen mit dieser Größe ist groß genug für mehrere Vögel aber nicht zu groß um bequem auf und abgebaut bzw. im Sommer eingelagert zu werden.

Material für ein rustikales Vogelhäuschen

Für diese Bauanleitung genügt ein wenig Holz

Benötigt werden für den Bau des Futterhäuschens lediglich ein Holzpfosten, der einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern hat. Hierfür kann man im Baumarkt fertiges Rundholz kaufen, billiger und "naturnaher" ist ganz einfach ein Stück Ast, das einigermaßen gerade gewachsen ist. Leicht zu bearbeiten und schön anzusehen, ist etwa Birkenholz. Des Weiteren benötigt man für das Dach des Vogelhäuschens ca. 22 Halbstableisten (Anzahl richtet sich danach, wie breit das Dach werden soll, bzw. wie stark die Rundholzleisten sind.

Die Rundholzleisten (möglichst rustikale) sind am einfachsten Im Baumarkt zu beschaffen. Wer jedoch ein wenig mit einer Tischkreissäge umgehen kann, der kann erneut gerade, dünne Äste von etwa 7 bis 8 Zentimetern Durchmesser halbieren und diese verwenden. Als First kann ebenfalls eine Stück Ast mit etwa 5 Zentimetern Durchmesser verwendet werden, doch eignet sich hierfür besser ein 5 Zentimeter starkes Kantholz. Für die Bodenplatte, Dach und Stirnseiten werden noch 13mm-Sperrholz-Platten benötigt, as wetterfest sein muss. Im Nagelsortiment sollte man 40mm Nägel, 25-mm Nägel sowie 40mm lange Messingschrauben haben. Eine größere Schlossschraube und wenn's perfekt werden soll noch eine Dichtung. Als Werkzeug reichen Hammer, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel.

Bauanleitung für das Futterhäuschen

In weniger als 10 Schritten zum Traumhaus für Vögel

Anleitung Schritt 1:
Zunächst sägt man die Stirnseiten zu Recht. Hierfür wird ganz einfach eine quadratische Sperrholzplatte, die kleiner als die Grundplatte ist, über Eck halbiert. Zwei der Halbleisten, werden auf Gerung gesägt, so dass sie oben zusammenpassen, und unten einen schönen Abschluss bilden. Die Leisten sollten dabei nicht bündig mit dem Giebeldreieck abschließen, sondern lieber deutlich darüber hinausragen. Die beiden Halbstableisten werden mit den 40 mm Nägel auf der Platte festgenagelt. Da das Vogelhäuschen zwei Giebelseiten hat, muss man diesen Schritt natürlich zweimal ausführen.

Anleitung Schritt 2:
Als nächstes werden zwei Sperrholzplatten für das Dach zugeschnitten und mit den Giebelseiten vernagelt, wofür man die 25 mm Nägel verwendet (Wer möchte, kann natürlich zusätzlich auch noch etwas Leim auf die Stoßflächen auftragen). Nun werden auf die entstandenen Dachflächen Halbstableisten genagelt. Zu achten ist hierbei darauf, dass die Leisten oben rechtwinklig abgelängt wurden, so dass im nächsten Schritt das Kantholz eingepasst werden kann. Unten sollten die Hölzer über das Sperrholzdach des Vogelhäuschens hinausragen und waagerecht abgesägt werden.

Anleitung Schritt 3:
Nun wird das Vierkantholz als First in die Lücke zwischen den Habstableisten der beiden Dachhälften gelegt und von der Innenseite des Vogelhäuschens angenagelt.

Anleitung Schritt 4:
Nun wird das Sperrholz für die Bodenplatte benötigt. Zunächst verbindet man die Ecken über kreuz mit einem Bleistiftstrich um so die Mitte zu ermitteln. An dieser Stelle wird ein Loch im Durchmesser der Schlossschraube gebohrt, um später das Vogelhäuschen auf dem Pfosten befestigen zu können. Da das Vogelhäuschen im Freien aufgestellt werden soll, empfiehlt es sich in den Ecken zusätzlich jeweils ein Loch zu bohren, damit gegebenenfalls Regenwasser abfließen kann.

Anleitung Schritt 5:
Erneut werden 4 Halbstableiten auf Gehrung gesägt und umlaufend auf die Kanten der Bodenplatte genagelt. Hierbei die Platte möglichst mittig zu den Stäben positionieren, so dass der Überstand der Kanten nach oben und Unten etwa gleich ist.

Anleitung Schritt 6:
Als nächstes benötigt das Futterhäuschen noch vier Eckpfosten, die Das Dach tragen. Hierfür verwendet man wieder Halbstableisten und längt diese auf etwa 25 Zentimeter ab. Wenn es ganz perfekt aussehen soll, kann man noch zusätzlich den Oberen Teil des Stabes in der Stärke der Giebel-Platte aussägen oder abschleifen, so dass der Giebel dort eingesetzt werden kann und Giebel und Eckpfosten des Vogelhäuschens vorne bündig sind.

Anleitung Schritt 7:
Die Eckpfosten werden nun von Unten auf die Sperrholzplatte genagelt, wobei die flache Seite in Innere des Vogelhäuschens zeigen sollte.

Anleitung Schritt 8:
In diesem Schritt, wird das Vogelhäuschen aus Unterteil und Oberteil zusammengefügt. D.h. Das Dach wird auf die Eckpfosten gesetzt und von vorne mit den Messingschrauben verschraubt. Damit das Sperrholz nicht reist, müssen gier zunächst entsprechende Löcher gebohrt werden.

Anleitung Schritt 9:
Als letzter Schritt wird das Futterhäuschen mit der Schlossschraube auf den Pfosten geschraubt. Für die Aufstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste ist sicherlich die, den Pfosten in eine Metallhülse die in den Boden gerammt wurde zu stellen. Ähnliche Hülsen gibt es auch die auf einem festen Untergrund, etwa einer Gehwegplatte, verschraubt werden können. Wer beim Vogelhäuschen Bauen an der Arbeit mit Holz Lust gefunden hat, der kann sich natürlich auch ein mehr oder weniger aufwändiges Holzkreuz als Standfuß konstruieren.

 

Was ist bei einem Vogelhäuschen zu beachten

Einige Tipps, die man beim Bau eines Futterhäuschens beachten sollte

Ein paar Dinge sollten beachtet werden, wenn man an seinem Vogelhäuschen und möglichst vielen gefiederten Gästen seine Freunde haben möchte. Als Aufstellungsort sollte man für das Vogelhäuschen einen Platz wählen, der von einem Fenster aus leicht zu sehen ist, man aber gleichzeitig nicht die Vögel stört. Falls das Vogelhäuschen starkem Regen ausgesetzt ist, immer wieder mal das Dach kontrollieren. Feuchtigkeit lässt sich nicht vermeiden, doch ein Schwimmbad sollte es nicht werden. Je größer die Leisten um die Bodenplatte ist, umso besser wird verhindert, dass starker Wind das Vogelfutter aus dem Häuschen weht.

Zusätzlich eingedrehte Haken ermöglichen Meisenknödel oder Futterkugeln ergänzend zum normalen Vogelfutter anzubringen.

 Einer der wichtigsten Punkte allerdings ist der: Der Standpfosten sollte unbedingt mindestens 1,50 Meter hoch sein. Damit verhindert man, dass es zum Katzen-Häuschen wird.

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