Wer hat den Begriff geprägt?

Ein dänischer Forscher hat um 1830 die Frühgeschichte Dänemarks untersucht. Anhand der gefunden Werkzeuge hat er das sogenannte Dreiperiodensystem erschaffen.
Demnach wird die frühmenschliche Entwicklung in die Steinzeit, die Bronze- und die Eisenzeit unterteilt. Zwischen der Stein- und der Bronzezeit gab es noch den kurzen Zwischenschritt der Kupferzeit.

Stonehenge - wann war eigentlich die Steinzeit? (Bild: alvdesign/ pixabay.com)

Am Schwarzen Meer

Nach geltender Auffassung stammt der Mensch aus Afrika. Von dort ist er in die Welt ausgewandert, also auch nach Europa. Seine ersten Siedlungsspuren finden sich – in Georgien, am Schwarzen Meer.
Diese Information überrascht den interessierten Hobby-Autor dieses Textes doch sehr. Schon bei der Untersuchung der Nordland Sage, insbesondere um den Begriff Walhall, wurde diese Region als Quelle einer europäischen Ur-Zivilisation erkannt.
Möglicherweise birgt die Geschichte um Asgard, Midgard und die Edda-Sage noch unentdeckten Fundus. Aus dieser ersten Zivilisation sollen sich also die Kenntnisse der Proto-Indoeuropäer entwickelt haben.

Zeiten und Entwicklungen

In Georgien wurden also die ersten Spuren einer Auswanderungswelle entdeckt.
Diese Spuren sind etwa zwei Millionen Jahre alt. Vom Osten bis nach Spanien brauchten unsere Vorfahren noch einmal etwa 700.000 Jahre. Sie bevorzugten offenbar, genau wie wir, Sonne, Sand und beach fun. In Mitteleuropa wurden die ersten menschlichen Nachweise dann noch einmal 500.000 Jahre später gefunden.

Vor 2,6 Mio Jahren - der Urmensch in Afrika

Vor 1.9 Mio Jahren - erste europäische Spuren in Georgien

Vor 1,1 Mio Jahren - erste Spuren in Spanien

Vor 600.000 Jahren - erste Spuren in Mitteleuropa

Drei Zeitalter

Die Steinzeit wird grundsätzlich in drei Abschnitte der menschlichen Entwicklung unterteilt. Der komplizierte Ausdruck nennt sich: Paläolithikum, griechisch aus paläo – alt, und lithos – Stein.
Mit dem erstmaligen Gebrauch von Steinwerkzeugen definieren Wissenschaftler den Beginn der Steinzeit vor 2,6 Millionen Jahren, und erste Spuren weisen nach Afrika als Ursprungsland.
Auf den Gebrauch von abgeschlagenen Steinresten folgte ein bemerkenswerter Innovationsschub zum Faustkeil. Dies ist insofern interessant, als die Keilform eine weitaus höherer Energieausbeute beim Gebrauch bietet als ein Handstein. Auch hier wurden wieder erste Spuren von Faustkeilen in Afrika gefunden.

Woher weiß man das?
Unsere Forscher finden solche Spuren mitunter auf Geröllhalden, die ein Nichtkundiger niemals beachten würde.
Dies ist auch bewundernswert, wie unser Forscherdrang den Dingen auf den Grund gehen will.

Sendepause und restart

Zwei Millionen Jahre lang tat sich nicht viel in der Werkzeugentwicklung. Erst vor etwa 130.000 Jahren gab es eine neue Steintechnik, dazu Kombinationswaffen aus Holz und Stein – und das Feuer. Diese lange Zwischenzeit von 2,6 Millionen bis 130.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung kann den Leser schon erstaunen. Es kann der leise Verdacht aufkommen, dass unsere Forscher die dazwischenliegenden Entwicklungsstufen ganz einfach noch nicht entdeckt, sprich, gefunden haben.

Vor etwa 40.000 Jahren entstand wieder ein neuer Zeitabschnitt. Höhlenmalereien prägen, unter anderem, diese Periode. In dieser Zeit taucht auch der bekannt Cro-Magnon Mensch auf. Die Kunst entsteht. Die berühmte Steinstatue der Venus von Willendorf wird in dieser Periode geschaffen.

Interessant ist die Erfahrung des Lesers, dass wir uns vor 10.000 Jahren noch in der Steinzeit befunden haben. Diese Periode wird Mittelsteinzeit genannt. In einer Zeit, als wir Viehzucht betrieben und die Äcker bewirtschafteten, waren wir demnach noch Steinzeitmenschen.

Die Anfänge der Metallbearbeitung werden in diesem Zeitraum datiert. Wikipedia stellt fest, dass Ötzi ein Kupferbeil in seinem Gepäck trug. Die Altertumsforscher müssen bei diesem Fund gejubelt haben.

Die Nahrung – Diät oder nicht?

Unsere Vorfahren haben anscheinend alles gegessen, was wir auch heute zu uns nehmen. Also auch Fisch und Fleisch, und keine ausschließlich vegane oder vegetarische Nahrung.
Im Moment sind Paläo-Diäten in Mode, die offenbar mit der Theorie der steinzeitlichen Fleischernährung nicht übereinstimmen.
Berichte über die Ernährungsgewohnheiten der australischen Aborigines, die im Moment in Netz kursieren, weisen auf eine rein vegetarische Ernährungsart dieser Menschen down under hin. Manchmal weiß man als interessierter Leser wirklich nicht, was man im Moment glauben soll.

Höhlenmenschen?

Wie haben die Steinzeitmenschen gewohnt? In Höhlen und in Erdhäusern.
Die ältesten Hütten sollen etwa 600.000 Jahre alt sein. Besucher der Bodensee Region erinnern sich an die dortigen restaurierten Pfahlbauten. Diese sollen im Original vor 10.000 Jahren entstanden sein.

Wann war also die Steinzeit?

Es war eine lange Zeit. Sie dauerte von circa 2,6 Millionen bis etwa 5.000 v.u.Z.

Mit der Kupferzeit, also mit der Entwicklung der Metallverarbeitung – etwa 5.000 v.Chr, endete die Steinzeit. Ab dann ging die Innovationskurve bemerkenswert steil nach oben.

Was bleibt?

Interessante Einblicke.

  1. Bis vor 4-5.000 Jahren wurden unsere Vorfahren noch als Steinzeitmenschen bezeichnet. Das ist noch gar nicht so lange her.
  2. Unsere Vorfahren waren ganz schön rege. Sie haben uns allerhand nützliches Gerät und das Wissen über Herstellung und Handhabung hinterlassen. Da kann man auch Dankeschön sagen.
  3. Bildung ändert alles. Forschung und Lehre und die Übersetzung des alten Wissens in die Gegenwart bringen uns eine warme Wohnung. Da muss man dran bleiben, denn …

 … wer will schon zurück in die Steinzeit?

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