Das Wichtigste zuerst

Eine Freizeitbeschäftigung, im Gegensatz zur arbeitsbezogenen Tätigkeit, beruht auf zwei wichtigen Grundpfeilern (1).:
1. freiwilliges Handeln und
2. dauerhafte Beschäftigung

Das ist aber noch nicht alles.
Psychologen verbinden mit einer derartigen Tätigkeit weiterhin die Begriffe:

Lustgewinn oder Entspannung.
Spannung.. Ein Hobby soll spannend sein. Was bedeutet das? Dies gilt es zu untersuchen.
Das Selbst. Ein Hobby trägt zum Selbstbild des Ausübenden bei.
Ein interessanter Ausdruck, den dieser Text noch aufgreifen wird.

Hier gibt es also fünf interessante Begriffe, für die es sich lohnt sie weiter zu betrachten.

Der freie Wille

Freiwillig soll der Mensch das tun, was er als Hobby betreibt. Der Gegenbegriff lautet Zwang. Freiwilligkeit wird immer subjektiv empfunden. Frei ist, der glaubt frei zu sein.
Dazu handelt der entsprechende Mensch bewusst. Er weiß also genau, was er tut. Er ist nicht externen Zwängen unterworfen (2).

Dauerhafte Aktivität

Der echte Hobbyist wird nicht einmal kurz an einer Sache vorbeischauen. Er widmet sich dem Feld seines Interesses intensiv und für einen langen Zeitraum, manchmal ein Leben lang.

Lust und Entspannung

"Hast du Lust auf eine Runde Skat?" "Ja, gern. Jederzeit".
Dies sind typische Kurzdialoge von begeisterten Kartenspielern. Lust ist immer mit einem angenehmen Erlebnis verbunden. Ein Objekt oder eine Handlung zieht den Bewunderer magisch an. Die Lust ist nicht nur mit sexuellen Handlungen verbunden. Jede Art von Lust wird von den alten Philosophen als "in sich wertvoll" (Zitat aus Wikipedia) (3) betrachtet.
Man kann also ohne jede Scheu lustvoll seinem Hobby nachgehen.
Entspannung spricht für sich. Wenn es ganz ruhig im Hobbyraum ist, dann ist der Mensch wahrscheinlich tief in seiner Tätigkeit versunken.

Spannung

Das Gegenteil von Ruhe und Entspannung wird von vielen Hobbyisten ebenfalls mit ihrer Freizeitbeschäftigung gesucht. Segeln, Rennfahren, Skateboarding – you name it.

Spiegelbild

Das Selbstbild zeichnet den Menschen so, wie er sich sieht. (4)
"Ich fahre gern Auto, also bin ich Amateur Rennfahrer geworden", sagt der Motorsportfreund. Selbstbilder orientieren sich auch an Vorbildern. Die großen Gewinner im Sport geben oft den Ausschlag für die Wahl des eigenen Hobbys.

Abgrenzungen

Hobby und Spiel. Das Leben ist ein Spiel, so haben weise Männer oft gesagt. In der modernen Betrachtungsweise grenzt man die Freizeitbeschäftigung vom Spiel ab, sobald der Ausübende eine Vorliebe für diese Tätigkeit entwickelt hat. Der Freizeitgärtner hat mit viel Liebe seinen Blumengarten angelegt.
Hobby und Arbeit. Der Hobbywerker will in der Regel aus seiner Beschäftigung in der Freizeit keinen geldwerten Vorteil gewinnen. Man schafft am Gartenzaun, damit er schön aussieht und nicht, weil man dafür einen Stundenlohn bekommt. In diesem Zusammenhang spricht man vom Hobbygärtner oder vom Amateurfunker, im Gegensatz zum Gartenfachmann und zum Profi-Funker.
Der Fan. Eine interessante Erklärung bietet Wikipedia zu diesem Ausdruck. Der Fan beschäftigt sich nicht nur mit seinem Lieblingsthema, sondern er hat auch eine besondere Art der Verehrung dazu entwickelt.
Übertreibung. In den Extremen kann eine Sammelleidenschaft in eine Sammelwut ausufern. Wenn der Betreffende die Tätigkeit und das Verlangen nicht mehr kontrollieren kann, dann kann die Psychologie auch von einer Sucht sprechen.

Vermischtes

Der Ausdruck "Steckenpferd" hat dem Hobby seinen Namen gegeben. Hobby bedeutete im Altenglischen kleines Pferd. Kinder haben das berühmte Holzpferdchen als Geschenk bekommen. Später wurde der Begriff entsprechend im Gebrauch erweitert.
In der Mehrzahl wird das Wort als Hobbys geschrieben.

Die beliebtesten Hobbys

Fernsehen. Es werden wissenschaftliche Untersuchungen zitiert, nach denen die Deutschen in ihrer Freizeit am liebsten vor dem Fernseher sitzen. Der tägliche Konsum soll über drei Stunden am Tag betragen (1).
Sammler. Es liegt uns im Blut. Unsere Vorfahren waren in der Urzeit als Jäger und Sammler unterwegs. Die Sammler haben die Oberhand behalten. Dabei hat sich der Nahrungserwerb zur ideellen Beschäftigung hin verlagert. Von Aktien (!) über Ansichtskarten und Antiquitäten erstreckt sich das Feld bis hin zu Uhren, Überraschungseiern und - man staune - Zeitungen.
Handarbeiten. Auch der männliche Schreiber und Leser wird möglicherweise von dem Hobby Ranking dieser Aktivität nicht überrascht sein. Schließlich findet man in fast jeder deutschen Stadt noch einen oder mehrere Handarbeitsläden, auch Kurzwarengeschäft genannt.


Bildquelle: Unsplash/ pixabay.com

https://pixabay.com/de/wolle-kugel-strick-handwerk-hobby-731515/

 

 

 U.v.a. Auf den weiteren Plätzen folgen Basteln Modellbau Sport Kunst und – Weiterbildung (1).

Interessanterweise befindet sich das kreative Schreiben immer weiter auf dem Vormarsch. Hobby-Autoren nutzen bereitwillig die Möglichkeiten des Internet, um sich über eine Plattform wie Pagewizz auszudrücken und mit anderen Community Mitgliedern auszutauschen.

Hobbys machen Freude. Vielleicht hat der Leser sich mit seiner freiwilligen und dauerhaften Beschäftigung in diesem Artikel auch wiedergefunden.

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