David woher er kam - warum er fliehen musste und Frieden fand

Verfasser von Psalm 34 ist König David. Wie bei vielen seiner Psalmen hat auch dieser Psalm einen autobiografischen Bezug.

 

Diese Tatsache wirft die Frage auf, welche Situation in seinem spannenden Glaubensleben David dazu veranlasste, diesen Psalm zu verfassen?

 

In 1.Samuel 16 lesen Sie, wie David, zu diesem Zeitpunkt war er noch ein unbedeutender Hirtenjunge, von Samuel zum König über Israel gesalbt wurde. Allerdings blieb Saul vorerst König. Doch schon sehr bald bemerkt Saul, dass der junge David, vor allen Dingen nach seinem Sieg über den Riesen Goliath, bei dem Volk immer beliebter wurde, und diese Tatsache machte ihn eifersüchtig.

 

Aus diesem Grund musste David fliehen. Bemerkenswert ist, dass Saul David zu diesem Zeitpunkt bereits seine älteste Tochter zur Frau gegeben hatte (1. Samuel 18,17).

 

David flieht also nicht nur vor König Saul, sondern auch vor seinem Schwiegervater, was der ohnehin angespannten Situation zusätzliche Spannung, ja Dramatik verleiht.

 

Doch – soviel sei schon jetzt verraten, am Ende seiner Flucht findet David etwas was er nicht erwartete – Frieden.

Davids Flucht, wo diese endete und wie David trotz einer Krisensituation Frieden fand.

Auf seiner Flucht landet David beim Philister König Abimelech – in einigen Bibelübersetzungen wird dieser auch Achis genannt. 

 

Um ehrlich zu sein hätte sich David keine unglücklichere Route für seine Flucht finden können, denn die Philister waren die Erzrivalen der Israeliten.

 

Für David war die Situation aber besonders brisant. Erstens war der bereits erwähnte Goliath ein Krieger der Philister und zweitens gab es zu der damaligen Zeit in Israel ein Lied mit dem Titel: "Saul hat tausend Philister erschlagen, David aber zehn mal tausend."

 

 Zu allem Unglück wird David von den Dienern von Abimelich erkannt. Darauf bekommt David so große Angst, dass er zu einer List greift. Er, der gefeierte Volksheld Israels, stellt sich wahnsinnig. Doch als Abimelich David sieht, sagt er sinngemäß: "Dieser verrückte soll David sein? David, der zehntausend Frauen unseres Volkes zu Witwen machte? Schafft ihn weg! In meinem Reich gibt es bereits genug verrückte."

 

 David ist also frei und kann seine Flucht fortsetzen. Letztendlich endet diese in einer Höhle in der Nähe der Ortschaft Adulam, welche geografisch zwischen den Städten Jerusalem und Lachisch liegt.

 

Hier in dieser Höhle ist meiner Meinung nach der Psalm 34 entstanden, was die Frage nach dem autobiografischen Bezug dieses Psalms klärt. 

 

Während der Ausarbeitung dieses Textes fiel mir auf, dass auch wir Christen vor einigen Dingen fliehen sollen. Lassen Sie uns die Zeit nehmen und zumindest eines dieser Dinge genauer betrachten. 

 

Laut 1.Korinther 10,14 sollen wir vor Götzendienst fliehen. Lassen Sie mich den Begriff Götzendienst definieren. 

 

Was bedeutet Götzendienst? Laut 5.Mose 18,13 sollen Sie so leben, wie es Gott gefällt. Leider ist dies eine sehr allgemeine Aussage, welche wir erweitern müssen.

 

In Micha 6,8 lesen Sie, dass Gott dem Menschen gesagt hat wie er leben soll. Menschen sollen sich erstens an Gottes Anweisungen halten zweitens liebevoll und barmherzig miteinander umgehen und drittens sich vor Gott demütigen. 

 

Doch inwieweit helfen diese Fakten Götzendienst zu definieren? Götzendienst ist letztendlich eine Form von Rebellion gegenüber Gott und seinen Anweisungen. Praktisch bedeutet dies, immer wenn Sie Gott und seine Anweisungen ignorieren, wenn Sie lieblos und unbarmherzig mit Ihren Mitmenschen umgehen und Gott aus Ihrem Leben außen vor lassen, praktizieren Sie Götzendienst.

 

Mit diesem Hintergrundwissen lassen Sie uns zu 1.Korinther 10,13 zurückkehren. Sinngemäß kann man diesen Vers folgendermaßen übersetzen: "Entgeht mit aller Entschiedenheit der Versuchung Gottes, Anweisungen zu ignorieren unbarmherzig mit Euren Mitmenschen umzugehen und von der Vorstellung, dass Ihr mit Euren Problemen alleine fertig werdet, denn all diese Dinge sind Götzendienst."

Wie Sie Frieden finden und 2019 zum besten Jahr Ihres Lebens machen

Gut, aber wenn Sie ehrlich sind, gelingt uns das im Alltag nur mangelhaft. Aber nun wird es richtig spannend. So wie David auf seiner Flucht Schutz in einer Höhle fand, gibt es auch für Sie einen Ort, wo Sie auf Ihrer Flucht vor dem Götzendienst, aber auch inmitten von Sorgen zur Ruhe kommen können. 

 

Dieser Ort ist das Kreuz Jesu. Hier können Sie zur Ruhe kommen und sich neu auf Jesus ausrichten (Siehe Hebräer 12,2). Letztendlich tut David in der Höhle von Adulam nichts anderes. 

 

Was bedeutet dies nun für das Jahr 2019?

 

Ich möchte an diesem Punkt ehrlich sein. Es wird ein sehr herausforderndes Jahr. Dies ist die negative Seite meiner Prognose für 2019. Doch wie sieht die positive Seite aus? Denn gibt es eine negative Seite, muss es auch eine positive Seite geben. Diese lautet, dass Sie auch in diesem Jahr erleben dürfen, wie Sie inmitten von Stress und innerer Anspannung bei Jesus zur Ruhe kommen dürfen. 

 

Ich hoffe, dass Sie meiner Anregung gefolgt sind, und den 34. Psalm einmal in Ihrer eigenen Bibel gelesen haben. Mir gefällt, wie Hans Bruns diesen Psalm in seiner eigenen Übersetzung überschrieben hat. Hier lautet die Überschrift: Gott als Helfer auch bei schweren Demütigungen.

 

Lassen Sie uns nun die Verse 12–18 dieses Psalms näher betrachten, denn hierbei handelt es sich um den direkten Kontext unseres eigentlichen Textes. 

 

Gleich am Anfang von Vers 12 wird deutlich, dass es sich hierbei um eine Unterweisung handelt. David ist so begeistert von Gott, dass er seine Erfahrungen auch an die junge Generation weitergeben will. Vor allen Dingen gibt er dieser jungen Generation drei praktische Dinge mit an die Hand: Erstens sollen wir unsere Zunge hüten. In diesem Zusammenhang sollten Sie einmal lesen, was Jakobus in seinem Brief über den Gebrauch der Zunge schreibt (Jakobus 3,1-12). Zweitens sollen wir das Böse meiden und drittens Frieden suchen. 

 

Frieden, wie ihn die Bibel versteht, bedeutet nicht mit allen Menschen in Frieden zu leben. Er kommt aus der Gewissheit, dass uns nichts von Gott und seiner Liebe trennen kann (Römer 8,38-39). 

 

Oft starten wir in ein neues Jahre mit guten Vorsätzen. Oder wir setzen uns Ziele und idealerweise wissen wir auch schon, wie wir diese erreichen wollen. Doch was ist eigentlich Gottes Plan für dieses Jahr? Was hält er für Sie bereit? Nun letztendlich muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten. Aber die Jahreslosung hilft uns einige Punkte abzuleiten.

 

Der Psalm 34 möchte primär ermutigen Gott in allen Situationen zu vertrauen. Die Lebensumstände können extrem negativ sein aber nicht so negativ, dass Sie Gott nicht vertrauen können. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Philipper, dass wir uns allezeit an der Gemeinschaft mit Gott freuen sollen (siehe Philipper 4,4). 

 

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies nicht einfach ist. Aber ich weiß auch, dass Gott Ihnen nicht mehr zumutet als Sie tragen können. 

 

Ich will Ihnen etwas über Freude verraten: Freude ist in erster Linie kein Gefühl! Sie basiert auf einer Entscheidung. Wenn Sie diese getroffen haben, stellt sich das Gefühl der Freude ein. Aber den ersten Schritt müssen Sie tun. 

 

Gott in allen Lebenslagen vertrauen ist das Erste, wozu Gott Sie in diesem Jahr herausfordert. Zweitens sollen Sie auf Ihre Worte achten und drittens das Böse meiden und den Frieden, bzw. seine Gegenwart, suchen. 

 

Vor einigen Tagen bekam ich ein Angebot für einen Online-Kurs. Wenn ich mich zu diesem anmelden würde, so das Versprechen, würde das nächste Jahr das beste Jahr meines Lebens. Letztendlich ging es darum, sich jeden Monat mit einem wichtigen Lebensbereich auseinanderzusetzen, um sich charakterlich weiterzuentwickeln. Von Prinzip her ein guter Gedanke. 

 

Ich meldete mich nicht zu diesem Kurs an – nicht weil ein solcher Kurs schlecht ist, sondern weil ich wusste, dass ich, wenn ich dieses Jahr lerne, Gott und seinen Frieden in allen Lebenslagen zu suchen, wenn ich auf meine Worte achte und lerne das Böse zu erkennen und ihm aus dem Weg zu gehen, meinen Charakter ebenfalls weiterentwickeln werde. Und dass die Chancen, am Ende des Jahres auf das beste Jahr meines Lebens zurückzublicken, sehr hoch sind. 

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und mir das beste Jahr Ihres und meines Lebens.

Autor seit 3 Jahren
10 Seiten
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