Das Geheimnis des Maya Codes

Wie kommt man von Einsteins Zunge zur Betrachtung verschiedener Kulturen?

Auf dem Bilderportal Pixabay.com werden nahezu täglich neue Fotos für den gemeinfreien Gebrauch der angeschlossenen Mitglieder veröffentlicht. Zum Beispiel für die Hobby-Autoren des Portals Pagewizz.

Kürzlich haben wir auf Pixabay folgendes Bild entdeckt.

Der Maya-Kalender

Der Maya-Kalender (Bild: PublicDomainImages /pixabay.com)

Es zeigt, im Mittelpunkt des steinernen Maya-Kalenders, den Gott der Zeit, der ein neues Zeitalter einläutet. Auch auf diesem Bild streckt die Figur die Zunge heraus. Warum?

Verscheucht der Gott der Zeit das vergangene Zeitalter und speit die Überreste in ein neues Äon?

Die blutrünstige Göttin Kali

Im indischen Kulturkreis gibt es die Sage von der blutsaugenden Gottheit Kali. Die Geschichte erzählt sich etwa folgendermaßen:

 

 

Einst hat ein grausamer Dämon reihenweise die Menschen verspeist.

ein Dämon (Bild: OpenClips/ pixabay.com)

Wenn ein menschlicher Held den Dämonen mit seinem Schwert traf, so entstanden aus den Blutstropfen des Unholds gleich mehrere Menschenfresser.
Wir erfahren hier von einer Art exponentiellem Wachstum des Grauens, etwa vergleichbar der Kettenreaktion bei einer Atomexplosion.

Dann kam Kali, die clevere Terminator-in. Sie schlug zu und saugte mit ihrer langen Zunge gleichzeitig die Blutstropfen des Feindes auf. So entstanden keine neuen Dämonen mehr, und die Menschheit konnte sich ausbreiten.

In dieser Form hat uns die Geschichte um Kali an die symbolische Zungen-Geste des Maya-Reliefs erinnert.

Die Kampf-Gesten der Maori

Um ihre Feinde einzuschüchtern, streckten die Maori-Krieger ihre Zunge heraus. Dabei verdrehten sie die Augen und stießen zusätzlich schreckliche Laute heraus, ähnlich wie die asiatischen Karate-Kämpfer es heute noch tun.

Maori Stele

Maori Stele (Bild: falco)

Yoga und die Löwenhaltung

Eine ganz andere Sichtweise der herausgestreckten Zunge vermittelt uns die Yogalehre.

In der Löwenhaltung (Simhasana) öffnet der Übende den Mund so weit wie möglich – und er streckt die Zunge heraus – so weit, wie es der Zungenboden erlaubt.

Die Löwenhaltung im Yoga (Bild: schnisi / pixabay.com)

Die Wirkung: Entspannung des Unterkiefers, bzw. der Kaumuskeln. Nach dieser Übung sieht der Yogi "alles nicht mehr so verbissen". Das passt ein Stück weit zu unserem Wortschatz …

Sagen Sie einmal Aah …

Beim Arzt öffnet der Patient seinen Mund ganz weit, damit dieser die Mundhöhle intensiv untersuchen kann. Hier liegt für das Herausstrecken der Zunge ein anderer Ansatz als die bisher geschilderten Varianten vor.

Eis schlecken

Oh wie schön – Wochenend' und Sonnenschein, und ein kühlendes Eis.

Damit der Junge richtig etwas vom Geschmack hat, streckt auch er die Zunge weit heraus. Geschmacksoptimierung.


 

Conclusio

Fassen wir einmal zusammen.

Wenn ein weltberühmter Physiker uns die Zunge herausstreckt, dann zeigt er seine Art von geistreichem Humor.

Wir nehmen den Ball auf und konkludieren (mit etwas Schalk im Sinn):

Albert Einstein wollte:

  • uns veräppeln
  • die Raumzeit bildhaft hervorbringen
  • die bösen Geister der Unwissenheit kali-mäßig vertilgen
  • seine Mandelbeschwerden loswerden
  • oder an einem heißen Tag ein Speiseeis bestellen …

Oder haben Sie noch eine andere, relativ neue, Interpretation parat?

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