Was ist der Farbstoff Kurkumin (E 100)?

Kurkumin wird in den Wurzeln des Gelbwurz, einem Ingwergewächs, gebildet. Es hat eine leicht gelblich, orange Färbung und findet sich zum Beispiel in Curry wieder. Kurkumin kann auf natürlichem Wege gewonnen werden, jedoch wird es häufiger synthetisch hergestellt. Generell gilt Kurkumin als unbedenklich, jedoch sind schwache allergische Reaktionen möglich. Bis zu 3 mg Kurkumin je kg Körpergewicht sind ohne weiteres, auch über einen längeren Zeitraum, möglich, ohne bekannte gesundheitliche Folgen zu verspüren.

Persönliches Fazit: Kurkumin gilt als unbedenklich, aber sobald allergische Reaktionen möglich sind, ist es gut, wenn darauf verzichtet werden kann.

Was ist der Farbstoff Riboflavin (E 101)?

Riboflavin ist auch bekannt als Vitamin B2. Es wird als gelber Farbstoff eingesetzt. Es kommt in Milch und Milchprodukten, in einigen Gemüsesorten, in Fisch und auch in Eiern und Vollkornprodukten vor. Riboflavin wird vom menschlichen Körper benötigt. In der Regel nehmen wir mit der normalen Nahrungsaufnahme genügend Riboflavin zu uns. Die Auswirkungen einer Überdosierung sind nicht bekannt, wobei anzumerken ist, dass Riboflavin eine sehr geringe Toxizität aufweist.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist der Farbstoff Karmin (E 120)?

Karmin ist der einzige Farbstoff, der aus Tieren stammt. Karmin wird dabei aus befruchteten, getrockneten Weibchen einer Blattlaus Art gewonnen. Aus der Laus kann Karminsäure extrahiert werden, die dann mittels Aluminiumsalzen behandelt wird. Dieses darf nur in bestimmten Lebensmitteln verwendet werden. Hierzu zählen zum Beispiel Marmeladen, essbare Überzüge für Käse und Wurst, Süßigkeiten, etc. In der EU wird Karmin jedoch nur noch selten im Lebensmittelbereich eingesetzt. Das liegt auch daran, dass Karmin pseudoallergische Reaktionen hervorrufen kann.

Persönliches Fazit: Karmin wird so umständlich chemisch gewonnen, dass es nicht gut sein kann für den Körper. Finger weg.

Was ist der Farbstoff Ammoniak-Zuckerkulör (E 150c)?

Zuckerkulör entsteht durch Erhitzung von Zucker, Glucose, Fructose oder Invertzucker unter Zuhilfenahme von sogenannten Reaktionsbeschleunigern. Werden 120 bis 150 °C erreicht, so entsteht Zuckerkulör. Dieser Zuckerkulör ist eine Lebensmittelfarbe. Letztendlich gibt der verwendete Reaktionsbeschleuniger dem Zuckerkulör seinen Namen. Beim Ammoniak-Zuckerkulör wurden Ammoniumverbindungen eingesetzt. Ammonium selbst entsteht in der Natur beim Abbau von Proteinen, kann natürlich aber auch chemisch hergestellt werden.

Persönliches Fazit: Zuckerkulör ist unbedenklich.

Was ist der Farbstoff Beta-Carotin (E 160a)?

Carotine und Carotinioide kommen in der Natur vor und dienen in Pflanzen vor allem der Farbgebung. Im menschlichen Körper sind Carotine zum Schutz der Zellen vor Sauerstoff und für den Sehprozess wichtig. Carotine selbst sind immer ein Gemisch aus Alpha-, Beta- und Gamma-Carotin oder aber reines Beta-Carotin. In der Lebensmittelindustrie wird Beta-Carotin zur Färbung von Gelb bis Rot eingesetzt. Dafür wird Beta-Carotin auf chemischem Wege aus zum Beispiel Karotten gewonnen. Beta-Carotin gilt als unbedenklich, jedoch ist nicht gänzlich erforscht welche Rolle es bei Rauchern in Bezug auf Lungenkrebs und/oder Herzerkrankungen spielt. Hierbei geht es in der Hauptsache um isoliertes Beta-Carotin und nicht um das in Lebensmitteln vorkommende Beta-Carotin.

Persönliche Fazit: Wissenschaftlich scheint die Wirkung von Beta-Carotin noch nicht gänzlich geklärt zu sein. Im großen und ganzen denke ich jedoch, dass es unbedenklich ist.

Was ist der Farbstoff Norbixin (E 160b)?

Norbixin ist ein natürlicher Farbstoff. Es wird aus dem Samen des Annattostrauches gewonnen. Norbixin wird als gelber Farbstoff in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Der Herstellungsprozess von Norbixin aus den Samen ist nur durch den Einsatz chemischer Mittel möglich. Aus diesem Grund herrscht auch eine strenge Regulierung, was die Menge an Norbixin in Lebensmitteln angeht.

Persönliches Fazit: Macht keinen vertrauenserweckenden Eindruck.

Was ist das Antioxidationsmittel Natriummetabisulfit / Natriumdisulfit (E 233)?

Bei Natriumdisulfit handelt es sich um ein Salz. Es wird auf chemischem Wege aus Natriumhydrogensulfit gewonnen. In der Lebensmittelindustrie dient es dem Zweck der Konservierung oder der Antioxidation (= Vermeidung der Reaktion mit dem Luftsauerstoff). Es kommt in diversen Fertiggerichten, Kartoffelgerichten, Fruchtsäften oder Marmeladen zum Einsatz. Der menschliche Körper besitzt ein Enzym, welches Natriumdisulfit abbaut. Eine Überdosierung kann zu Durchfall, Erbrechen, Kopfweh oder Übelkeit führen.

Persönliches Fazit: Da Natriumdisulfit bei bei Asthmatikern ein Sulfitasthma auslösen und generell zu allergischen Reaktionen führen kann, empfinde ich es nicht sonderlich vertrauenserweckend.

Was ist Ascorbylpalmitat (E 304)?

Auch bekannt als Ascorbinsäureester. Der Zusatzstoff wird in fetthaltigen Lebensmitteln eingesetzt, um Oxidation vorzubeugen. Der Herstellungsprozess ist rein chemisch. Als Ausgangsstoff dienen Ascorbinsäure und Speisefettsäuren. Ascorbylpalmitat findet sich in der Hauptsache in fetthaltigen Lebensmitteln, um dort den Vitamin C Gehalt zu erhöhen. Doch auch in Babynahrung ist der Zusatzstoff zu finden.

Ascorbylpalmitat wird als unbedenklich eingestuft. Es wird im Dünndarm gespaltet und verdaut.

Persönliches Fazit: Unbedenklich. Da es sich jedoch um reine Chemie handelt lieber Finger weg. 

Was ist Citronensäure (E 330)?

Citronensäure ist Bestandteil einer jeden Zelle und Zwischenprodukt beim Energiestoffwechsel. Für die Lebensmittelindustrie wird Citronensäure biotechnologisch hergestellt. Dabei werden Mikroorganismen (wie zum Beispiel ein bestimmter Schimmelpilz) auf eine Nährlösung (Glucose oder Melasse) gesetzt. In der Lebensmittelindustrie dient Citronensäure oft als Antioxidationsmittel, um Fette, Farben, Aromen und Vitamine in vielen Lebensmitteln zu erhalten. Citronensäure verhindert auch das Gerinnen von Eiweiß bei der Sterilisierung von Sahne und Milch oder dem Schmelzen von Käse. 

In großen Mengen ist Citronensäure kariesfördernd. Außerdem kann bei Schimmelpilzallergikern eine allergische Reaktion hervorgerufen werden.

Persönliches Fazit: Citronensäure ist unbedenklich.

Was ist Natriumphosphat (E 339)?

Natriumphosphat dient als Stabilisator und wird häufiger gern einfach nur als Stabilisator E 339 angegeben. Phosphate selbst werden in der Lebensmittelindustrie für verschiedene Zwecke verwendet. Sie stabiliseren den Säuregrad von Lebensmitteln oder binden Calcium-, Magnesium, Eisen- oder Schwermetallionen. Dann gelten sie als Verdickungsmittel.

Natriumphosphat wird aus Phosphorsäure hergestellt. Sie werden nicht nur in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, sondern auch in Reinigungsmitteln oder für die Wasserenthärtung. Phosphate gelten als unbedenklich.

Persönliches Fazit: Auch wenn Phosphate als unbedenklich gelten scheinen mir diese rein chemisch hergestellten Zusatzstoffe nicht geheuer. Wenn möglich also Finger weg davon.

Was ist Carrageen (E 407)?

Carrageen kommt in einigen Rotalgenarten vor. Es dient in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel. Gewonnen wird es unter Zuhilfenahme von heißem Wasser. Im menschlichen Körper wird Carrageen nicht aufgenommen, sondern unverändert ausgeschieden. Allerdings kann Carrageen die Aufnahme anderer Stoffe verhindern. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass Carrageen Zellen des Immunsystems angreifen kann. Es gibt keine Studien über denselben Effekt beim Menschen. Dennoch gibt es noch viele ungeklärte Punkte bezüglich Carrageen, weshalb es vorsorglich auch nicht in Säuglingsnahrung zugelassen ist.

Persönliches Fazit: Finger weg davon

Was ist Johannisbrotkernmehl (E 410)?

Johannisbrotkernmehl entstammt einem Teil des Samens des Johannisbrotkernbaums. In heißem Wasser löst es sich komplett auf. In kalten Wasser dient es schon in geringen Mengen als Verdickungsmittel. Die Quelleigenschaften sind enorm. Oft wird Johannisbrotkernmehl in Kombination mit anderen Verdickungsmitteln eingesetzt, da es deren Wirkung noch verstärkt.

Johannisbrotkernmehl steht im Verdacht, dass dadurch Allergien ausgelöst werden können.

Persönliches Fazit: Ein rein natürliches Produkt, welches durch den noch ungeklärten Allergieaspekt auch überdenkenswert ist.

Was ist Guarkernmehl (E 412)?

Guarkernmehl wird aus dem Samen der Guarpflanze gewonnen. Es ist ein enorm quellendes Verdickungsmittel und verstärkt die Wirkung anderer Verdickungsmittel. Gewonnen wird es, indem eine bestimmte Schicht aus dem Samen isoliert und gemahlen wird. Wie auch Johannisbrotkernmehl steht Guarkernmehl im Verdacht Allergien auszulösen.

Persönliches Fazit: Rein natürliches Produkt, das nur durch den noch ungeklärten Allergieaspekt ein wenig bedenkenswert ist.

Was ist Xanthan (E 450)?

Xanthan wird von Bakterien gebildet. Es ist unter anderem in Wasser löslich und bewirkt durch seine quellenden Eigenschaften, dass eine gallertartige Masse entsteht. Durch Xanthan verdickte Flüssigkeiten bleiben auch bei Hitze stabil. Xanthan selbst wird nur industriell durch besagte Bakterien gewonnen. Der menschliche Körper verarbeitet es nicht.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Dinatriumdiphosphat (E 450a)?

Dinatriumdiphosphat wird aus Phosphorsäure gewonnen. Es wird mit Hilfe von Natrium-, Kali- oder Calciumlauge aus Phosphorsäure gewonnen. Diphosphate sind nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen, so zum Beispiel für Fleisch, Desserts, Speiseeis, Schmelzkäse oder Backmischungen. Disphosphate gelten als komplexbildend, was so viel heißt wie, dass sie mit anderen Zusatzstoffen Verbindungen eingehen können.

Persönliches Fazit: Phosphate gelten als unbedenklich, allerdings ist Dinatriumphosphat pure Chemie. Wenn möglich also Finger weg.

Was sind Mono- und Diglyceride (E 471)?

Mono- und Diglyceride sind Abbauprodukte von Speisefettsäuren. Die Glyceride werden durch einen chemischen Prozess (Veresterung) aus Fettsäuren und Glycerin gewonnen. Im Backwarenbereich werden die Wechselwirkungen der Glyceride mit Stärke genutzt, so dass Backwaren länger frisch bleiben. In Marmeladen und Gelees werden die entschäumenden Eigenschaften der Glyceride genutzt. Auch in Schokoladen finden sich Mono- und Diglyceride.

Persönliches Fazit: Chemie im Lebensmittelbereich kann nie gut sein, dennoch gelten die Mono- und Diglyceride allgemein als unbedenklich.

Was ist Natriumhydrogencarbonat (E 500)?

Natriumhydrogencarbonat ist eher unter dem Begriff Natron bekannt. Natron kommt in Backmitteln vor. In Verbindung mit Säure wird Natron abgebaut. Hierbei entsteht Kohlendioxid. Dadurch wiederum vergrößern sich Teige und werden lockerer. Hergestellt wird Natron durch eine chemische Reaktion von Ammoniak und Kohlendioxid. Nur bei direktem Kontakt mit Natron kann es zu Irritationen von Haut oder Augen führen. Ansonsten gilt Natron als unbedenklich.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Siliciumdioxid (E 551)?

Gern wird auch einfach nur Trennmittel E 551 geschrieben. Siliciumdioxid ist das am häufigsten in der der Erdkruste vorkommende Mineral. Es kommt in Pflanzen und Zellen vor. Menschen können Siliciumdioxid weder aufnehmen, noch verwerten. Es kommt also so wieder raus, wie es rein gekommen ist. Siliciumdioxid wird in pulvrigen Lebensmitteln verwendet, um die Pulversubstanzen gegen Wasseraufnahme zu schützen. So bleibt das jeweilige Pulver rieselfähig und verklumpt nicht. Gewonnen wird Siliciumdioxid aus natürlich vorkommendem Quarzsand.

Persönliches Fazit: Siliciumdioxid gilt als unbedenklich. Eine weitere Meinung ist den Kommentaren zu entnehmen.

Was ist Mononatriumglutamat (E 621)?

Der Zusatzstoff ist auch nur als Natriumglutamat oder auch nur als Glutamat bekannt. Natriumglutamat ist ein Geschmacksverstärker, der besonders bei Produkten zum Einsatz kommt, die deftig schmecken (also Fleischprodukte, Brühen und Co.). Schon in kleinen Mengen wirkt das Produkt. Der Vorteil ist, dass in einem mit Mononatriumgluatmat behandelten Produkt weniger Speisesalz eingesetzt werden muss, da Mononatriumglutamat den Geschmack an sich verstärkt. Der Nachteil ist, dass es zu mehr Appetit führt. Dies wird auch im Tiermastbereich genutzt, da die Tiere so mehr fressen. Außerdem kann häufiger Gebrauch von Natriumglutamat dazu führen, dass Sie den natürlichen Geschmack von Produkten als unzureichend empfinden. Die Wirkung von Natriumglutmatat auf den Menschen ist nicht gänzlich erforscht, wobei allgemein davon ausgegangen wird, dass dieser Geschmacksverstärker keine direkt negativen Nebenwirkungen hat.

Persönliches Fazit: Eignet sich hervorragend, um sich den Geschmackssinn zu ruinieren.

Was ist Dinatriumguanylat (E 627)?

Wieder ein Geschmacksverstärker. Es handelt sich hierbei um das Natriumsalz der Guanylsäure. Dinatriumguanylat hat eine 10 bis 20 mal stärkere Wirkung als Mononatriumglutamat. Wie schon beim Dinatriuminosinat entsteht auch hier beim Abbau im menschlichen Körper Harnsäure, die bei bestimmten Menschen letztendlich Gicht hervorrufen kann. Dies geschieht jedoch nur dann, wenn der Harnsäureabbau im menschlichen Körper generell gestört ist und die Konzentration von Harnsäure im Blut steigt.

Persönliches Fazit: Eine 10 bis 20 mal stärke Wirkung als Glutamat ist Garant dafür, dass Sie bald nur noch durch chemische Zusatzstoffe wirklich Geschmack erleben können. Finger weg von Produkten, die Dinatriumguanylat enthalten.

Was ist Dinatriuminosinat (E 631)?

Ein weiterer Vertreter aus der Gruppe der Geschmacksverstärker. Es handelt sich hierbei um das Natriumsalz von Inosinsäure. In Verbindung mit Glutamat wird die allgemeine Geschmacksverstärkung weiter erhöht. Auch Dinatriuminosinat findet vorrangig in Produkten Anwendung, die salzig oder fleischig schmecken sollen. Wird der Geschmacksverstärker im Körper abgebaut, so entsteht Harnsäure. Dies hat nichts mit Harn oder Urin zu tun. Harnsäure kann im Blut nachgewiesen werden und ist völlig natürlich. Bei einigen Menschen ist der Harnsäureabbau im Blut gestört. Steigt die Konzentration, so lagert sich Harnsäure in Form von Kristallen in Gelenken ab. Die Krankheitserscheinungen entsprechen der Gicht.

Persönliches Fazit: Geschmacksverstärker sind generell schlecht für das eigene Geschmacksempfinden. Eine steigende Harnsäurekonzentration im Blut klingt auch nicht sehr angenehm.

Was ist Aroma?

Aroma selbst bezeichnet den Geruch oder den Geschmack eines bestimmten Produkts. Auf Lebensmittelverpackungen finden sich häufig folgende Angaben zum Gebrauch von Aromastoffen:

Natürliche Aromen: Das Aroma kommt in der Natur vor und wird aus natürlichen Produkten erzeugt. Auch Pilze, Hefen oder Bakterien können für die Gewinnung eines bestimmten Aromas eingesetzt werden. Die Herstellung selbst kann durch Trocknen, Extrahieren, Pressen, etc. statt finden. Für die Gewinnung kann auch Chemie zum Einsatz kommen, die jedoch im Verlauf wieder entfernt werden muss. In Deutschland ist es so, dass ein Aroma aus dem Lebensmittel stammen muss, der auch im Namen vor kommt. Orangenaroma muss also aus der Orange stammen. Kommt kein Name vor, dann kann Erdbeeraroma auch aus Holz gewonnen werden, wenn möglich.

Naturidentische Aromen: Diese werden synthetisch hergestellt. Sie sind lediglich mit chemisch identisch mit einem natürlichen Aroma, haben im Herstellungsprozess jedoch keinerlei natürliche Ausgangsstoffe.

Künstliche Aromen: Das Aroma kommt in der Natur nicht vor. Es wird komplett synthetisch erstellt.

Persönliches Fazit: Aromen sind gut und schön und allgegenwertig. Ob wir uns dadurch nicht den Geschmackssinn kaputt machen bleibt erstmal dahin gestellt.

 

Was ist Hefeextrakt?

Per Gesetz gilt Hefeextrakt nicht als Geschmacksverstärker. Dennoch hat es geschmacksverstärkende Eigenschaften. Im Prinzip ist Hefeextrakt nichts anderes als abgestorbene und aufgelöste Hefezellen. Hefextrakt besteht zu circa 7% aus Glutamat. Also selbst wenn ein Produkt mit "Frei von Geschmacksverstärkern" beworben wird, dann sollten Sie nachlesen, ob nicht doch Hefeextrakt vor kommt. Spätestens dann wissen Sie, dass der Hersteller hier Wortverdreherei betreibt.

Persönliches Fazit: Hefeextrakt ist noch das natürlichste unter den Geschmacksverstärkern. Wenn Sie die Chance haben: Finger weg davon.

Was ist Magermilchpulver?

Bei Magermilchpulver wird Magermilch das gesamte Wasser entzogen. Magermilchpulver beinhaltet circa 4% Restwasser, 36% Eiweiß, 52% Milchzucker und 8% Fett. Magermilchpulver findet sich häufig in Joghurt, Käse oder Schokolade und anderen Süßigkeiten. Das Pulver selbst ist nicht schädlich, jedoch benötigt die Herstellung beim Trocknen der Milch einen hohen Energiebedarf.

Persönliches Fazit: Unbedenklich.

Was ist Maltodextrin?

Maltodextrin entsteht durch die Hydrolyse von Stärke. Dabei entsteht sogenannte modifizierte Stärke, die jedoch keine E-Nummer besitzt, also nicht chemisch modifiziert wurde. Eine Variante dieser Modifikation ist Maltodextrin. Es ist ein Süßungsmittel, welches jedoch kaum süß schmeckt. Es ist gleichermaßen auch ein Träger von Kohlenhydraten. In der Hauptsache wird Maltodextrin in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel eingesetzt. Oftmals findet es sich jedoch auch in Sportlernahrung, da es ein guter Energielieferant ist.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Malzextrakt?

Malzextrakt ist ein Sirup, der aus Malz hergestellt wird. Malzextrakt unterstützt bei Hitzeeinwirkung Farbe, Aroma und Geschmack von Gebäcken, weshalb es auch häufig in Gebäcken anzufinden ist. Malzextrakt wird auf natürlichem Wege durch Schroten von Malz, Anrühren mit Wasser, etc. hergestellt. Es kommt in Backmischungen und Fertigmehlen vor, kann aber sogar als Brotaufstrich verwendet werden.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Sojalecithin?

Lecithine sind natürliche fettähnliche Stoffe. Lecithin kommt im menschlichen Körper im Knochenmark, im Nervengewebe, Herz und Leber vor. Lecithine werden in der Lebensmittelindustrie dafür eingesetzt, dass sich Fett und Wasser nicht voneinander trennen. In mehlhaltigen Mitteln verbessert es die Kneteigenschaften, in der Margarine sorgt es dafür, dass Margarine in der Pfanne nicht spritzt. Sojalecithin entstammt der Sojabohne. Es wird im menschlichen Körper vollkommen verwertet.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Stärke / modifizierte Stärke?

Stärke kommt in unzähligen Lebensmitteln vor. Es ist ein natürliches Produkt, welches meist aus Kartoffeln oder Getreide gewonnen wird. Stärke dient dem Menschen bei der Versorgung mit Kohlenhydraten und findet sich daher auch oft im Brot, in Nudeln, etc. Stärke wird aber auch zur Herstellung verschiedener Zuckerarten verwendet.

Modifizierte Stärke ist künstlich bearbeitete Stärke, um höheren Anforderungen gerecht zu werden. In der Lebensmittelindustrie wird modifizierte Stärke insbesondere eingesetzt wegen ihrer höheren Hitzebeständigkeit, wegen Säurestabilität oder auch besserem Gefrier- und Auftauverhalten. Der menschliche Körper verdaut modifizierte Stärke genauso wie natürlich Stärke. Wird Stärke chemisch zu modifizierter Stärke verändert, so gilt sie als Zusatzstoff und bedarf einer E-Nummer (1400 bis 1451). Wird Stärke physikalisch zu modifizierter Stärke verändert, so gilt sie als Lebensmittelzutat und bedarf keiner E-Nummer.

Persönliches Fazit: Unbedenklich

Was ist Süßmolkenpulver?

Molke ist ein Abfallprodukt während der Milchverarbeitung. Je nach Herstellungsprozess kann es sich hierbei um Süßmolke oder Sauermolke handeln. Entzieht man der jeweiligen Molke das Wasser, so entsteht ein Pulver. Dieses ist dann das sogenannte Süßmolkenpulver. Molkepulver selbst liefert tierische Eiweiße. Die Lebensmittelindustrie gaukelt zum Beispiel bei Margarine oft als 'rein pflanzliches' Produkt vor. Häufig kommt jedoch Molkenpulver zum Einsatz, welches wiederum aus Milch gewonnen wird und somit vom Tier stammt.

Persönliches Fazit: Unbedenklich, wenn auch jeder Esser pflanzlicher Margarine einmal auf die Verpackung schauen sollte, ob Süßmolkenpulver darin vor kommt. Dann ist die Margarine doch nicht mehr so pflanzlich.

Was ist Vanillin?

Vanillin ist heutzutage ein rein synthetisch hergestelltes Produkt. Es entstammt aus Guajacol oder aus Lignin. Beides kommt in Bäumen vor und ist auch ein Nebenprodukt in der Papierherstellung. Durch chemische Prozesse wird Vanillin daraus gewonnen. Vanillin selbst dient als Aromastoff in unzähligen Produkten wie Eis, Schokolade, aber auch Parfum.

Persönliches Fazit: Vanillin ist nicht als bedenklich eingestuft und vor allem allgegenwärtig. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es rein chemisch hergestellt wird. Wenn möglich, dann Finger weg.

Was ist Würze?

Würze ist industriell hergestellt aus eiweißhaltigen Rohstoffen. Würze wird durch Hydrolyse und andere chemische Prozesse gewonnen. Letztendlich erinnert der Geschmack an Fleischbrühe. Aus dem Grund ist Würze häufig auch aromatische Basis für Produkte, die nach Fleisch schmecken sollen. Würze wird alternativ auch als Speisewürze oder pflanzliches Eiweißhydrolysat angegeben. Auch sogenannte Würzmischungen sind nichts anderes als eine Mischung aus Geschmacksverstärkern, Salz, diversen Zuckerarten oder andere Trägerstoffe.

Persönliches Fazit: Würze ist reine Chemie

ralfbiebeler, am 22.02.2011
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