Lästige Sommergrippe (Bild: Andreas Morlok / pixelio.de)

Warum es eigentlich gar keine Sommergrippe gibt

Tatsächlich ist die Sommergrippe gar keine. Denn bei einer Grippe haben die Influenza-Viren ihre Hand im Spiel. Und gegen die kann man sich ja bekanntlich impfen lassen, was bei einer Sommergrippe nicht möglich ist. Eine grippale Infektion zur Sommerzeit wird nur vom Volksmund Sommergrippe genannt, hat aber mit einer Grippe nicht viel gemeinsam.

Auch im Sommer auf richtige Kleidung achten

 

Sobald der laue Sommerabend naht, sind eine dünne Jacke oder ein luftiger Pullover angesagt. Sonst kann es schnell passieren, dass wir uns unterkühlen und das gefällt unserem Immunsystem überhaupt nicht.

 

Durch die Schwächung unserer natürlichen Abwehrkräfte geht es dann ganz schnell: Wir werden angehustet oder angeniest und schon  fliegen kleine Tröpfchen durch die Luft, in denen sich die Erkältungsviren befinden und sich schneller, als uns lieb ist, in unserem Körper einnisten.

 

 

Wie es kommt, dass wir uns im Sommer schnell erkälten

Der Sommer ist nach dem kalten Winter und dem durchwachsenen Frühling oft eine langersehnte Abwechslung für Körper und Gemüt. Die Sonne steht hoch am Himmel und lockt uns mit ihren warmen Sonnenstrahlen hinaus ins Freie: Ob das erste ausgelassene Baden oder der heitere Grillabend, nur zu gern legen oder setzen wir uns ins Freie, um die Wärme auf der Haut zu geniessen. Doch Vorsicht! Manchmal sind wir einfach zu schnell mit unserer Sommer-Euphorie!

 

 

Zugluft, Klimaanlage und Temperaturunterschiede begünstigen eine Erkältung

Auch die Klimaanlage im Auto tut unseren Schleimhäuten so gar nicht gut, trocknet sie aus und lässt sie wie ein weit geöffnetes Tor für Viren jeglicher Art wirken. Wir werden anfälliger für Krankheiten und das nutzen die fiesen Erkältungserreger gnadenlos aus!

 

Selbiges trifft auf Zugluft jeder Art zu, die wir unbedingt vermeiden sollten, denn durch das Schwitzen in der Hitze sind Haut und Haare immer ein wenig feucht. Lieber einmal mehr umziehen und nur ein Fenster zum Lüften öffnen, sei es im Auto oder in der Wohnung.

 

Wer gern ins kühle Nass springt, sei ebenfalls gewarnt: Der Körper gerät in Aufruhr, wenn wir nach  dem erfrischenden Bad sofort in die Hitze laufen, denn die Temperaturunterschiede sind beträchtlich. So ist eine Erkältung vorprogrammiert. Besser also das große kuschlige Badetuch in der Nähe zu wissen und sich gründlich abtrocknen, bevor wir die Wärme der Sonne genießen. So kann sich der Körper in Ruhe aklimatisieren.

 

Was wir gegen eine sommerliche Erkältung tun können und was wir besser bleiben lassen sollten

Händewaschen ist ganz besonders dann wichtig, wenn in unserem Umfeld schon jemand hustet oder niest. Denn auf Türklinken und Telefonhörern sitzen diese Biester von Viren lauernd und warten, bis wir sie mit der Hand ins Gesicht und somit in die Nähe der Schleimhäute transportieren. Bei kleinen Kindern ist das Risiko, sich so anzustecken, doppelt so hoch, denn sie erkunden ja alles ganz gern mit dem Mund.

 

Anderen Anwesenden bei Treffen, Feiern und Veranstaltungen die Hand zur Begrüßung zu geben, gilt zwar als sehr höflich, ist aber manchmal eine reine Virenübergabe. Manchmal reicht doch ein fröhliches Hallo in die Runde, vor allem dann, wenn sehr viele Menschen in der näheren Umgebung schon husten und niesen, was das Zeug hält.

 

 

Bei Erbrechen, Fieber und Durchfall zum Arzt

Bei wem sich zur Abgeschlagenheit und den Halsschmerzen noch Fieber dazugesellt, der sollte sich besser zum Arzt begeben. Fieber ist zwar ein gutes Zeichen dafür, dass die Immunabwehr in Gang kommt, aber besser beurteilen, was da im Körper vor sich geht, kann immer noch der Fachmann.

Gleiches gilt bei Durchfall und Erbrechen.

 

Antibiotika sind übrigens nutzlos, denn sie helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht jedoch gegen Erkältungsviren. Ein guter Arzt wird also nichts davon erwähnen.

Wie wir der Sommergrippe den Kampf ansagen, wenn sie einmal da ist

Jede Krankheit schwächt den Körper und jeder Mensch reagiert anders darauf. Während der eine nach vier Tagen wieder einigermaßen fit ist, kann es bei einem anderen zwei Wochen dauern, bis die sommerliche Grippe mit all ihren Symptomen verschwunden ist.

 

Als Vorbeugung hilft immer, etwas für seine Immunabwehr zu tun. Regelmäßiger Sport, ja selbst aktives Spazierengehen, Bewegung an der frischen Luft und gesunde Ernährung unterstützen unsere Abwehrkräfte, die übrigens im Darm zuhause sind.

 

 

Der Darm und unserer seelisches Wohlbefinden

Der Darm ist nicht nur für Verdauung zuständig, er ist auch ein oft unterschätztes, sehr sensibles Organ, wenn es um unser seelisches Wohlbefinden geht. Unzählige Nervenenden laufen im Darm zusammen, die wiederum über Nervenbahnen mit dem Gehirn verbunden sind. Deshalb ist ein seelisches Gleichgewicht sehr wichtig für unsere Gesundheit. Stress, Ärger und Sorgen führen dazu, dass unsere körpereigenen Abwehrkräfte versagen oder verrückt spielen.

 

 

Die Darmflora und was sie mit Erkältung zu tun hat

Auch was die Darmflora anbetrifft, ist der Darm sehr eigen. Ist diese gestört, dann haben Viren ein leichtes Spiel, unserem Körper zu schaden. Deshalb ist eine rundum gesunde und vitaminreiche Kost wichtig für unser Wohlbefinden.

 

Wir sollten also bei sommerlicher Hitze vermeiden, den Darm zu belasten. Statt dem kühlen Eistee oder der Cola mit Eiswürfeln ist es besser, eine Tasse Tee zu trinken. Das hört sich vielleicht merkwürdig an, hat aber auch den Nebeneffekt dass die zugeführte Wärme im Körper eine Gegenreaktion auslöst: Er kühlt sich automatisch herunter. Unser Darm wird es uns auch danken, wenn er einen beruhigenden Kamillentee bekommt statt einer eiskalten Dusche, die ihn ganz nervös macht. So bleibt die Darmflora intakt und unsere  Immunabwehr wird auf Trab gebracht.

 

 

Kräuter versprechen Linderung und Heilung

Außer Kamille hilft auch Salbei. Während Kamille krampflösend und beruhigend im Körper wirkt, ist der Salbei ein Meister im Bekämpfen von Viren, Bakterien und Pilzen. Seine desinfizierenden Eigenschaften wirken Wunder bei kratzenden Halsschmerzen. Und Salbeibonbons mit Honigfüllung versüßen die Gesundwerdung ein wenig.

 

Alt bekannt und beliebt bei Erkältungen ist außerdem der Eukalyptus. In Form von Salbe auf Rücken und Brust aufgetragen, wirkt er Wunder.

 

 

Die „Pferdekur“ - Schwitzen und Lüften

Schön eingemummelt ins Bett und dabei Stoßlüften  aller paar Stunden aktiviert das Schwitzen im Körper und schwemmt so alle Viren Stück für Stück heraus. Der Effekt kann noch erhöht werden mit einem vorherigen ausgiebigen Eukalyptus-Bad.

Aber bitte Vorsicht! Hier müssen wir darauf achten, uns nicht mit nassen Haaren ins Bett zu legen sonst sind wir nach dem ersten Stoßlüften bereits wieder neu erkältet und wir wollen doch den Biestern von Viren den Kampf ansagen und sie nicht noch verwöhnen!!

Unterstützend wirkt hier auch Holunderblütentee, der für seine schweißtreibende Wirkung bekannt ist.

Ein dickes Tuch oder ein Schal um den Hals kann übrigens auch nicht schaden.

 

 

Zitrone, heiße Milch mit Honig und andere Hausmittelchen

Der absolute "Renner" unter den altbewährten Hausmitteln ist die heiße Zitrone.

Dabei soll die Zitrone am besten frisch gepresst sein und mit heißem Wasser übergossen werden. Mit einem Löffel Honig schmeckt sie sehr lecker, ob sie allerdings wirklich wirksam ist, ist umstritten. Der Vitamin-C- Gehalt ist nach dem Übergießen mit heißem Wasser nicht mehr sehr hoch.

Bei der heißen Milch mit Honig gibt es auch etwas zu beachten: Die Milch kann sich um die Bronchien legen und so zu zähflüssigem Husten führen.

Bei Reizhusten ist sie also nicht zu empfehlen. Der Honig selbst wirkt antibakteriell und lindert Halsschmerzen.

Der Zwiebelsaft ist schleimlösend, die Quarkwickel fiebersenkend.

Jeder Mensch ist anders und der Glaube versetzt oft Berge. Für die Genesung ist es nur wichtig, wie gut wir etwas vertragen, da sind den Mitteln für den Heilungsprozeß keine Grenzen gesetzt.

 

 

Der Körper braucht Zeit, um gesund zu werden

Unser Körper braucht  in den Tagen der Sommergrippe sehr viel Ruhe, damit er sich von den Angriffen der Viren erholen kann.

 

Und wir brauchen ganz viel Geduld mit uns selbst. Es hat eine Bewandtnis,weshalb wir von den Erkältungsviren überwältigt werden konnten und wenn es nur der Ruf des Körpers nach etwas Ruhe war. Das sollten wir ernst nehmen, auch wenn eine Erkältung im Sommer nicht zu den gefährlichsten Krankheiten zählt.

 

Verabredungen können warten – Gesundheit geht immer vor!

 

 

Entspannung und Erholung trotz Erkältung

Es tut gut, wenn jemand da ist, der uns einen Tee kocht oder liebevoll zudeckt. Gesund werden ist mehr als nur warten, dass die Erkältung schnell vorüber geht. Die Lieblingsmusik im CD-Player oder ein gutes Buch tragen ebenfalls zur Entspannung bei und tun nicht nur der Seele gut. Und nach eins, zwei Tagen geht sicher auch ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft.

 

Die Zeit sollten wir uns nehmen, auch wenn es "nur" eine Erkältung ist!!

Gute Besserung!

Autor seit 4 Jahren
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