Natürlich das Immunsystem stärken

Neben gesunder Ernährung (Basische Küche - säurearme Ernährung), Bewegung an frischer Luft, Stressvermeidung und regelmäßigem Hände waschen, stehen in der Naturmedizin einige sehr interessante Möglichkeiten zur Verfügung, um noch besser das Immunsystem stärken zu können. Ins Reich der Märchen gehört leider das Versprechen, dass die Einnahme von Vitamin C Tabletten gegen Grippe und Erkältungen hilft - auch wenn uns die Werbung gerne etwas anderes weismachen möchte. Studien sagen etwas anderes aus. Das wertvolle Antioxidans muss bereits einige Zeit vor Beginn der kalten Jahreszeit eingenommen werden, um einen hilfreichen Effekt zu erzielen.

 

Das Immunsystem stärken (Bild: pixabay)

Was hilft gegen Grippe und Erkältungen? (Bild: pixabay)

Das Immunsystem stärken mit einem Pelargonium-Extrakt

Nach Angaben der Kommission "European Scientific Cooperative on Phytotherapy", auch ESCOP genannt, einem Zusammenschluss der jeweiligen Fachgesellschaften für Phytotherapie einiger europäischer Länder, zeigen die Inhaltsstoffe der Kapland Pelargonie eine positive Wirkung bei akuten und chronischen Atemwegsinfektionen, bei Bronchitis und Erkältungskrankheiten. Bei uns gibt es die südafrikanische Pflanze als Pelargonium-Extrakt zu kaufen. Wahrscheinlich ist der Extrakt besser bekannt unter der Bezeichnung Umckaloabo oder auch Kaloba und seit mehreren Jahren vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Arzneimittel zugelassen.

Umckaloabo - Nebenwirkungen der Kapland Pelargonie

Möchten Patienten mit einem Pelargonium-Extrakt die Immunabwehr stärken, sollten sie berücksichtigen, dass bei der Einnahme Magenbeschwerden und in ganz seltenen Fällen erhöhte Leberwerte auftreten können. Umckaloabo, meist in Form von Tropfen, wird als Naturmedizin gern bei Grippe und Erkältungen eingesetzt und soll sich dabei vorbeugend gegen bakterielle Infektionen bewährt haben. Bestehen bereits Infektionen im Bereich von Hals, Nase oder Ohren, kann ein Extrakt aus der Kapland Pelargonie laut Studie die Beschwerden und die Länge der Erkrankung reduzieren.

Das Immunsystem stärken mit Colostrum

Die Erstmilch, die auch als Biestmilch, Colostrum oder Colostralmilch bezeichnet wird, ist die von der weiblichen Brust produzierte Milch für ein neugeborenes Säugetier. Weil das Neugeborene in den ersten Tagen nach der Geburt einen besonders guten Schutz vor Keimen, Viren und Bakterien benötigt, besitzt diese Milch besonders wertvolle Inhaltsstoffe. Die Natur hat es auf diesem Wege eingerichtet, dass neue Leben indirekt durch das Immunsystem der Mütter geschützt werden können.

Wissenschaftler der Universität Köln haben festgestellt, dass das Colostrum von Kühen vom menschlichen Organismus gut verwertbar ist. In der Studie wurde weiter nachgewiesen, dass die Erstmilch beim Menschen das Immunsystem stärken kann. Unter anderem enthält die Milch Wachtumsfaktoren und verschiedene Immunglobuline, die eine Immunisierung bewirken können.

Wer sich für die Colostralmilch in Form von Pulver entscheidet, sollte bei der Einnahme unbedingt daran denken, die Kapseln nie mit einem warmen Getränk einzunehmen, weil viele der wertvollen Inhaltsstoffe sonst verlorengehen. Wurde die Erstmilch entsprechend vorsichtig aufbereitet, bleiben die meisten in ihr enthaltenen Vitalstoffe erhalten. In einer Kapsel von 500 mg konzentriertem Pulver finden sich im Idealfall noch 30% Immunglobuline.

 

Die Erstmilch hilft, die Abwehrkräfte zu unterstützen
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Und was hilft noch gegen Atemwegserkrankungen?

Dass der neuseeländische Manukahonig eine antibakterielle Wirkung hat, konnte an der Universität von Waikoto von Dr. Molan, einem Professor für Biochemie, nachgewiesen werden. Das Ergebnis seiner Studien wurde nochmals von einem Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden unter der Leitung von Prof. Dr. Henle bestätigt. Bei längerer Lagerung des Manukahonigs entsteht durch den Abbau von Zucker ein Stoffwechselprodukt, das sich sehr günstig auf das Immunsystem auswirkt.

Dass als Methylglyoxal, Abkürzung MGO, bezeichnete Stoffwechselprodukt ist in dem Bienenhonig in unterschiedlicher Konzentration zu finden. Für die gewünschte Wirkung, das Stärken des Immunsystems, muss sich eine bestimmte Mindestmenge im Honig befinden. Die Forscher sprechen von 100 mg MGO in 1 kg Bienenhonig. In den getesteten Sorten Manukahonig befanden sich in der Regel zwischen 300 und 700 mg MGO pro kg.

Anwendung findet der Honig bei Erkältungen und Grippe um das Immunsystem zu stärken und weitergehende Infektionen zu vermeiden. Ist es bereits zu einer Infektion der oberen Atemwege gekommen, unterstützen seine antibakteriellen Eigenschaften den Heilungsprozess.

Qualität hat ihren Preis - je höher der Gehalt des Wirkstoffes MGO, desto teurer ist der Honig und auch die entsprechende Wirksamkeit. Weiter beachtet werden sollte, dass der sogenannte aktive Manukahonig das geschützte Warenzeichen Unique Manuka Factors (UMF) trägt. Auch hier gilt wieder: je höher das besondere Qualitätsmerkmal UMF ist, desto besser ist die Qualität des Bienenhonigs. Der aktive Manukahonig aus Neuseeland ist zertifiziert entsprechend den Standards von Prof. Dr. Henle.

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Die Wissenschaft beweist: Cystus hilft

Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster kamen nach einer Studienreihe zu dem Ergebnis, dass sich der untersuchte Wirkstoff Cystus052 positiv bei Viruserkrankungen auswirkt. Cystus ist in der Lage, "Viren durch chemisch/physikalische Interaktionen spezifisch zu blockieren. Die im dem Wirkstoff enthaltenen hochpolymeren Polyphenole sind der Grund, warum das Virus daran gehindert wird, sich durch Mutation seiner Obeflächenprotein-Gene, einem Angriff zu entziehen."

Und was bedeutet nun dieser, von an der Studie beteiligten Wissenschaftlern verfasste Auszug aus dem Text? Kurz gefasst: Gesunde Zellen können nicht infiziert werden - selbst die gefürchteten Vogelgrippeviren hatten bei den Untersuchungen keine Chance. Cystus wird aus dem am Mittelmeer beheimateten Zistrosengewächs, cistus incanus, gewonnen und ist aus der Heilkunde der dortigen Bewohner seit mehreren tausend Jahren nicht mehr wegzudenken. Den Extrakt gibt es im Handel in Form von Kapseln, Lutschpastillen und auch als Cystustee. Der Tee kann nach entsprechenden Studien genauso wie Vitalpilze/Heilpilze (Shiitake Pilz - seine Wirkung und Anwendung) hilfreich beim wirksamen Entgiften des Körpers sein.

Stärkung des Immunsystem mit Hilfe von Bienenkraft

Propolis, das im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Bienenharz bezeichnet wird, wird in der Naturheilkunde sehr geschätzt. Als kombiniertes Antibiotikum soll es hilfreich sein im Kampf gegen verschiedene Viren und Bakterien, aber auch gegen Pilze. Zu den besonderen Eigenschaften von Propolis zählt, dass es die krankmachenden Erreger bei ihrer Ausbreitung im Körper aufhalten bzw. hemmen kann. Das Bienenharz besitzt dabei nicht nur eine betäubende Wirkung sondern soll auch in der Lage sein, Krankheitserreger abzutöten.

Bitte beachten Sie, dass der Artikel nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Therapeuten ersetzen kann.

Autor seit 5 Jahren
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