Das All – ein großes Fragezeichen

Ehrlich gesagt, wer versteht den Himmel? Wir schauen alle gern hinauf zum Firmament, besonders wenn wir verliebt sind. Oder wenn es einmal richtig schief läuft.

Kürzlich hat die NASA vor Asteroiden gewarnt. Dies sind, laienhaft ausgedrückt, Gesteinsbrocken, die durch das Weltall sausen. Wenn solch ein Himmelskörper die Erde trifft, dann kann es große Erschütterungen geben. Die Saurier sollen bei einem solchen Ereignis vor vielen Millionen Jahren ausgestorben sein. Das ist lange her, und im Moment sieht es in dieser Richtung, sprich Asteroiden Einschlag, eher ruhig aus.

Jetzt kommt diese Supernova Story zum Zuge.

(Bild: WikiImages)

Nova heißt – überraschend

Die humanistische Bildung hilft bei diesem astronomischen Ereignis nur bedingt weiter. Nova bedeute in diesem Fall nicht einfach "neu". Eine Supernova kommt unerwartet (*). Eine Supernova ist ein Ausbruch. Der Vorgang kann in nur wenigen Jahren erfolgen, oder auch in Tagen. Dem Leser schwant schon etwas.

Sterne altern genau wie wir. Wenn sich ihr Dasein dem Ende zuneigt, dann kollabieren sie. Sie brechen zusammen (*). Darüber macht man sich während eines normalen Bürotages kaum Gedanken. Aber Sterne leben auch nicht ewig. Unsere Sonne wird eines Tages ebenfalls erlöschen und zusammenbrechen. Da dieses Ereignis aber erst in einigen Milliarden Jahren stattfinden soll, ficht das den Menschen von heute kaum an.
Möglicherweise sieht die Sonne dann so aus wie auf diesem Bild.

(Bild: LoganArt)

Andere Sterne sind schon häufiger in der Nachbarschaft unseres Sonnensystems erloschen.
Erst im Jahr 1987 wurde die erste Supernova von der modernen Wissenschaft entdeckt. Inzwischen haben die Forscher festgestellt, dass pro Jahr etwa 300-500 Supernovae entstehen. Damit hat der Normalbürger vielleicht nicht gerechnet. Bei der Entstehung einer Supernova denkt man eher in Abständen von Millionen von Jahren. Aber nein, wir konnten die genannte Anzahl von kollabierten Sternen mit den jetzigen astronomischen Werkzeugen ermitteln.

Unser Ozon

Man möchte eine Denkpause einlegen. In unserer Milchstraße werden in jedem Jahrtausend mehr als 20 Supernovae vermutet. Sechs davon sind tatsächlich explodiert (*). Um das Jahr 1600 sollen die Herren Kepler und Tycho sogar zwei Erscheinungen mit dem bloßen Auge wahrgenommen haben).

Leben wir gefährlich? Vielleicht gefährlicher, als man vermutet oder nicht vermutet? Da draußen im All scheint allerhand los zu sein. Jetzt kann aber auch nicht jeder Bürger Astronomie studieren, um sein galaktisches Lebensumfeld zu verstehen. Also sucht man eine verständliche Antwort auf die Frage Nummer Eins: sind wir bedroht?

Eine erdnahe Supernova könnte die Ozonschicht unseres Planeten zerstören. Gefährliche Weltraumstrahlung würde das Leben auslöschen. Das gab es schon einmal, vor 500 Millionen Jahren. Damals soll die Hälfe des irdischen Lebens ausgelöscht worden sein (*). Allerdings hat sich das Leben wird erholt. Das sieht man an diesen Zeilen und an den Eichhörnchen im Park.

(Bild: Oldiefan)

Trotzdem, eine erdnahe Supernova ist brandgefährlich. Es gibt auch einen Kandidaten.
Er heißt IK Pegasi (*) und liegt einige hundert Lichtjahre von uns entfernt. Diese Angaben lassen sich nur schwerlich in den normalen Tagesablauf einordnen. Man liest, dass dieser Doppelstern in etwa 5 Millionen Jahren zu einer Supernova werden könnte.

Die Supernova aus den aktuellen Nachrichten scheint allerdings sehr viel weiter von uns entfernt zu sein als der besagte Stern. Daher bleibt das Schauspiel im Jahr 2022 also wirklich ein Stoff für die Astronomen. Alle anderen Bürgerinnen und Bürger sind erst in fünf Millionen Jahren direkt betroffen.

Jedenfalls hat der Mensch von heute jetzt eine ungefähre Vorstellung von dem Begriff der Supernova. Fünf Millionen Jahre sind auch noch eine Weile hin. Eines Tages müssen wir das Thema anpacken … aber wahrscheinlich sind wir schon dabei.

(Bild: WikiImages)

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