Definiere Reichtum

Arni hat in dem Film vom Terminator einen Satz geprägt, der auf alle schwierigen Themen passt. Definiere: Reichtum.

(Bild: paulbr75)

Reichtum ist Überfluss (*).
Wenn ein Mensch über mehr Mittel verfügt als er kurzfristig zum Leben braucht, dann ist er reich.

Reich ist vor allem derjenige, der sich reich fühlt. Reichtum hat also eine starke emotionale Komponente.

Gibt es auch absolute Zahlen zur Begriffsbestimmung? Reichtumsforscher setzen die Latte mitunter bei 10 Millionen Dollar Vermögen an. Dies gilt für den internationalen Vergleich.
In Deutschland liest man von einem mittleren Einkommen. Dieses liegt zurzeit bei etwa 24.000 Euro Jahreseinkommen. Auf die statistischen Feinheiten bei der Ermittlung dieses Wertes wird an dieser Stelle nicht eingegangen.
Als reich wird demnach derjenige bezeichnet, der mindestens das Doppelte des mittleren Einkommens verdient (*).

Reiche Leute

In verschiedenen Statistiken stehen immer wieder die gleichen berühmten Personen ganz oben in der Liste (*). Allerdings muss ein interessierter Leser darauf achten, dass zwischen Einkommensreichtum und Vermögensreichtum unterschieden wird (*).
Personen mit einem hohen Vermögen können auch einmal eine Zeit lang auf ein relativ hohes Einkommen verzichten, um mittelfristig vorteilhaft an den Märkten zu agieren. Sie sind vom laufenden Einkommen im Hinblick auf ihren Lebensstandard weniger abhängig als der Durchschnittsverdiener.

Geld vs Vermögen

Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Nach Schätzungen spricht man von 60 Billionen britischen Pfund (*). Was bedeutet diese Zahl?

Der Millionär besitzt eine Million. Der Milliardär besitzt 1000 Mal eine Million. 1000 Milliardäre besitzen theoretisch eine Billion. Und dieses Vermögen gibt es 60 Mal auf der Welt. Allerdings sind die Billionen recht ungleich auf die circa acht Milliarden Menschen verteilt, wie man weiß.
So sollen etwa 100 Menschen ein Vermögen im Wert von einer Billion britischen Pfund besitzen. Die anderen acht Milliarden teilen sich die restlichen 60 Billionen, allerdings wieder recht ungleich verteilt, auf.

Vermögen ist auch nicht gleich Bargeld. Vermögen setzt sich aus Bargeld, Anteilscheinen, Immobilienwerten und anderen Posten zusammen. Daher bedeutet Reichtum auch gleich Macht. Über Aktienpakete wird natürlich Druck auf wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen ausgeübt. Diese Entscheidungen erzeugen wieder neues Vermögen. Wer einmal "reich" ist …

Macht Geld glücklich?

Reiche kommen nicht so schnell in den Himmel, so kennt man das Sprichwort vom Kamel und dem Nadelöhr. Möglicherweise will ein Mensch, der den Weg zum Reichtum beschritten hat, auch nicht primär diese Reise in den Himmel antreten.

Für Menschen mit Vermögen im Überfluss kommen Motive wie Prestige und Macht eher zum Tragen.

Die Macht sei mit mir (Bild: PublicDomainPictures)

Prestige (*) bezeichnet den "Ruf", die Anerkennung innerhalb einer Gruppe. Persönlicher Status wird dann auch durch entsprechende Symbole ausgedrückt.
Macht (*) verleiht Gestaltungsmöglichkeiten. Damit kann das Individuum seine Vorstellungen durchsetzen. Dann spielt das Geld eine untergeordnete Rolle. Es dient als Mittel zum Zweck.

Fazit?

Wo bleibt der Normalbürger? Er steht zwischen einer moralischen Weltanschauung und dem täglichen Überlebenskampf. Manche spielen im Lotto. Andere sind "genügsam" (*) und mit ihren Verhältnissen zufrieden.

Was ist also Reichtum? Ein Thema, das unendliche Fortsetzungen erzeugen kann.

(Bild: Maklay627)

Autor seit 2 Jahren
123 Seiten
Laden ...
Fehler!