Walk don't run

Die Protagonisten von Joggen und Nordic Walking haben die Belehrungen aus dem Gesundheitssektor wohlweislich aufgegriffen und daraus neue Freizeitbewegungen geschaffen.

Der Mensch muss sich bewegen. Seitdem unsere Vorfahren die Bäume verlassen haben, kann er dem aufrechten Gang einen guten Teil seines Fortschritts zuschreiben. Das ging gut – bis zur industriellen Revolution.
Ab dieser Ära der Beschäftigung verharrten die Arbeiter stundenlang an den Maschinen. Und die Angestellten in den Kontoren verbrachten mehr als ihr halbes Leben in sitzender Haltung.
Das sieht die Natur nicht gern. Der Bewegungsmangel ging im Laufe der letzten einhundertfünfzig Jahre dann auch nach hinten los. Laut wissenschaftlichen Studien leiden weite Teile der Bevölkerung an Degenerationserscheinungen des Bewegungsapparates. Hinzu kommen Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und viele andere Gebrechen.

A better world

Mit zunehmendem Wohlstand fand der moderne Mensch wieder Muße für Freizeitbeschäftigungen. Der moderne Sport war geboren.

Das Wandern ist des modernen Menschen Lust. Jogging-Jünger bevölkern Parks und eigens angelegte Waldwege oder Joggingmeilen. Mit dem Walking Stick war schließlich das Nordic Walking geboren.

Ex oriente lux

Spazierengehen an frischer Luft ist sehr gesund. Was sagt die Yogalehre dazu?

Der Yoga stellt ein uraltes Wissen dar. Die ältesten erhaltenen Bücher der Menschheit beschreiben den Yoga, nämlich die hinduistischen Veden.
Yoga fußt auf drei Säulen: Meditation, Atmen und Körperübungen.

 

Das Atmen ist mit dem Gehen verbunden.

Da war der gedankliche Sprung zum yogischen Gehen nicht sehr weit. Aus dem japanischen Kulturkreis kennt man eventuell die Gehmeditation.
Mit Yoga Walking ist allerdings eine andere Art des Gehens gemeint.

Die Vorteile des Yoga Walking

Zu dieser Form ist das Yoga Walking eine leicht westlich variierte Methode der yogischen Atmung. Aber es bringt die erwünschte Wirkung, nämlich die Anreicherung der Lungen und der Blutgefäße mit mehr Sauerstoff.

Es geht also nicht nur um die körperliche Fitness. Über eine verbesserte Gehirnfunktion sollen die kognitiven Fähigkeiten ebenfalls erhöht werden. Über die Blutgefäße wird das Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Dabei spielt die Hauptschlagader eine herausragende Rolle. Durch Bewegung und eine regelgerechte Atmung nimmt nach Untersuchungen die Elastizität der Gefäße zu.
Gleichzeitig liest man, dass Körperliche Aktivität den Hormonhaushalt verbessert. Dieser hilft gelegentliche Stimmungstiefs zu überwinden. Der Übende bleibt länger frisch und ausgeglichen.

In der Ruhe …

Und wer dann die originalen Atemübungen, wie zum Beispiel die beidseitige Nasenatmung, noch dazu ausführen will, der sucht sich ein ruhiges Plätzchen. Dann macht der Walker eine kleine "Verschnaufpause" und vollzieht die gewünschten Atemübungen aus seinem Yoga Ratgeber.

Was also ist Yoga Walking?

Forsches Spazierengehen mit Atemübungen. Es ist eine kluge Neuschöpfung, eine Kombination aus dem Walking, verbunden mit Atemübungen aus der Yogalehre. Der Clou ist das bewusste Atmen.

Das kann so verkehrt nicht sein, denn Gesundheit ist das höchste Gut. Diese muss man hegen und pflegen. Und wenn man die Gesundheitspflege mit einem schönen Spaziergang verbinden kann, dann führt Yoga Walking zu dieser Erkenntnis – hinaus ins Feld und tief Luft holen.

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