Was bedeutet das Wort – Origami?

Es bedeutet: Papier falten. Das Wort kommt aus dem Japanischen (*).
Man nehme ein rechteckiges Stück Papier und knicke es in eine gewünschte Form. Alle Jungs bei uns können problemlos Segelflieger falten.

Papier ist noch gar nicht so "alt". Die Chinesen sollen es um das Jahr 100 v.Chr. erfunden haben. Die Origami Kunst ist älter als 2000 Jahre. Vor der Erfindung des Papiers haben die Menschen Stoffe und anderes Material gefaltet (*), und die Kunst hatte zuvor einen anderen Namen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Figuren komplexer. Dies war auch einem alten japanischen Meister zu verdanken. Er hatte Faltanleitungen entworfen und verbreitet.

Damit kommen wir zum Thema in der Praxis.

Das Papier. Die Faltmethoden.

In der traditionellen Richtung wird quadratisches Papier mit bestimmten Abmessungen verwendet (*). Das Papier und die dazu gehörigen Anleitungen gibt es online oder in einschlägigen Bastelgeschäften zu kaufen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat diese Kunst auch zahlreiche Ableger erschaffen. Dazu gehören (*)

  • Zusammengehöriges Falten. Dabei werden mehrere Einzelstücke miteinander verbunden.
  • Nasses Falten. Das Papier wird vor der Benutzung angefeuchtet. Dadurch wird das Material stabiler.
  • Geknülltes Falten und 
  • Spiraliges Falten.

Interessanterweise werden nicht nur Seidenpapier oder Aquarellpapier verwendet. Es soll auch Elefantenhaut als Material dienen (*).

Im Folgenden sind einige kreative Figuren aufgeführt.

(Bild: ennlise)

(Bild: great2gether)

(Bild: pastadepaper)

(Bild: EDUIN)

Dem erwachsenen Segelflieger-Falter steht vor Erstaunen der Mund offen. Darauf wäre man seinerzeit in seiner kurzen Hose nicht ohne weiteres gekommen.
Ein Anflug von Bewunderung für die kreative Intelligenz kann aufkommen.

Wer faltet?

Freizeitkünstler stehen vorn beim Origami Falten. Sie studieren die Papiersorten, die Falttechniken und die sogenannte Grundformen. Jedes Origami Modell beginnt nämlich mit einer Grundform. Eine erste Beschäftigung mit diesem Wissen kann manchen mathematisch interessierten Menschen schon aufmerken lassen.

In der Kindererziehung wird das kreative Falten gern angewendet. Der bekannte Pädagoge Friedrich Fröbel soll die Tätigkeit in die Kindergärten gebracht haben (*).
Was bringt das Origami Falten den Kindern? Die Erlernung motorischer Fähigkeiten, sprich die Fingerchen zu gebrauchen. Geometrische Zusammenhänge werden gelernt. Das kann man auch als Außenstehender bejahen. Kommunikation, Selbstkontrolle und Spaß zu haben werden als weitere Früchte dieses kreativen Tuns genannt.

In der Wirtschaft werden die Erkenntnisse des Origami ebenfalls verwendet. Packkartons werden raumsparend gefaltet. Solarsegel und Airbags verdanken ihre Form dieser alten Kunst. Auch Implantate, sogenannte Stents in Spiralform, sollen aus Origami Erkenntnissen hergeleitet sein (*).

Robbie knickt Papier

Kommen wir nun zum Origami Roboter.

Ein berühmter Wissenschaftler, Eric Demain, vom MIT Institut wird als kreativer Origami Forscher genannt (*). Er hat u.a. mathematische Formeln zum Origamifalten entwickelt.
Ein anderer US-Forscher, Robert J. Lang, hat komplexe Origami Figuren mithilfe ausgefeilter Computerprogramme erstellt.

Berichte über Origami Roboter tauchen seit 2010 verstärkt in den Nachrichten auf. Diese falten nicht nur Papiere, sondern auch sich selbst zusammen. Da müssen wir Menschen uns anstrengen, damit wir demnächst Schritt halten können.

Hier ist das Video eines Origami Roboters.

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