Sehr berühmte Bücher vergisst man nicht

Wer vergisst schon Harry Potter oder Herr der Ringe? Diese Bücher vergessen selbst die Leute nicht, die sie gar nicht gelesen haben. Wenn das Schlagwort "Harry Potter" in einem Blog oder in einem Gespräch auftaucht, dann sagt einem das was.

Und woran liegt das? Nun, natürlich kann man einerseits behaupten, dass Harry Potter und Herr der Ringe einfach sehr gute Fantasybücher sind und sie schon deshalb unvergesslich bleiben. Aber was ein sehr gutes Fantasy-Buch ist, ist bekanntlich Geschmacksache. Vielleicht sollte man besser sagen: Bücher, um die ein regelrechter Medienhype herrscht, vergisst man meistens nicht. Dass ein Buch ein Bestseller ist, reicht dagegen nicht aus, um im Gedächtnis zu bleiben. Es muss ein regelrechter Kult um das Buch herrschen.

Ein gutes Beispiel für die Unterschiede zwischen Bestseller-Roman und Kult-Roman ist auch Twilight von Stephenie Meyer: Die Story mit Bella und Edward aus "Twilight" unterscheidet sich gar nicht so sehr von den Storys anderer Vampirromane und es gibt auch verdammt viele Vampirromane, die von Verlagen und Autoren als Bestseller gefeiert werden – so viele ähnliche Vampirromane, die anscheinend gut beim Leser ankommen. Aber welcher moderne Vampirroman bleibt dem Leser am besten in Erinnerung? Höchstwahrscheinlich Twilight, denn er ist einfach der Bekannteste, überall spricht man darüber und der Film tut sein übriges.

Skandalbücher – die andere Sorte der berühmten Bücher

Mit dem Stichwort "Feuchtgebiete" können viele Leser sicherlich auch noch nach Jahren etwas anfangen. Und auch "Axolotl Roadkill" von Hegemann wird den Lesern sicherlich noch lange etwas sagen – selbst wenn man den Inhalt von "Axolotl" vergessen haben mag, den Medienrummel um das "Ich habe abgeschrieben" wird man nicht vergessen.

Die ganz persönlichen Tops und Flops

Jeder Leser hat Bücher, die ihm entweder herausragend gut oder herausragend schlecht gefallen haben, die persönlichen Tops und Flops. Diese Romane können sogar von ganz unbekannten Autoren stammen, sie brauchen auch keine spektakulären Inhalte haben, sondern gehen dem Leser aus irgendeinem sehr persönlichen Grund sehr nahe. Der Leser fühlt beispielsweise eine tiefe Verbundenheit mit der Figur: "Ja, das ist mir auch passiert", "Ja, so geht es mir auch".

 

Gut in Erinnerung können ebenfalls große Flops bleiben, also Flops, die ein so quälendes Leseerlebnis hinterlassen, dass man sich an dieses "Leid" noch Jahre später erinnert: an langweilige Beschreibungen, fehlende Handlung, philosophischen Nonsense und was auch immer einem persönlich abschrecken mag. Der Titel des Buches fungiert dann wie ein Warnschild.

 

Am ehesten in Vergessenheit geraten wohl die mittelmäßigen Bücher, da sie bei uns keine großen Empfindungen auslösen, weder sehr positive noch sehr negative.

In die eigene Liste der gelesenen Bücher schauen

Im Blog vom Flyfiction Fantasy Verlag berichtet die Autorin Annira Falter über ihre Leseerlebnisse mit 300 Fantasyromanen. Aber auch ein Selbsttest kann spannend sein: Schaut mal in eure Listen der gelesenen Bücher. Mit welchen Titeln könnt ihr spontan noch was anfangen und wo fällt es euch schwer? So findet ihr schnell heraus, welche eurer gelesenen Bücher ihr auch wirklich kennt - und entdeckt vielleicht weitere Faktoren, die ein unvergessliches Buch ausmachen.

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