Kennen Sie das?

Aufruf einer Seite: Schon wird man am Zugang gehindert!

Was Cookies tun?

Egal ob Vice, die ZEIT oder andere schöne Medien, sie alle fragen nach den Cookies. Warum? Sie wollen etwas erfahren. Etwas speichern. Denn meist geben diese Medien Informationen preis, bieten Online-Artikel an oder andere nützliche Dinge, und versuchen mit Hilfe von Cookies, das sind kleine Software-Partikel, Nutzerdaten speichern.

 

Es sind Daten-Packs, erzeugt von unseren Browsern im Laptop oder PC, die bei Aufruf einer Internetseite viel über uns preisgeben – zu viel, wie manche meinen. Waren es zunächst nur einfache Plätzchen, sind es nun ziemliche "Plätze", die in Form von HTTP-Cookie das letzte Login vermerkt, aufzeichnet, welche Seiten nachher aufgerufen wurden, wie lange man auf der Seite verweilte, was man sich angesehen hat und wie lange, welche Einstellungen man auf dem Laptop hat, um zu Surfen, was man alles in Warenkörben abgespeichert hat und vieles mehr. Und nicht nur auf dem Computer, sondern auch auf dem Smartphone lassen sich Cookies installieren. Wenn sie also glauben, sie sind mit ihrem heimlichen Hobby ungesehen, nur weil Ihr Partner keinen Blick auf Ihr Smartphone wirft, so sind Sie noch lange nicht vor neugierigen Dritten sicher. Das heißt auch, man weiß, wer zB auf Pornoseiten war, wie lange sie dort waren und weshalb. Cookies gehören inzwischen zum Everyday Business von Marketing-Firmen. Das bedeutet, man möchte Ihnen die für Ihre Bedürfnisse passenden Produkte anbieten. Sind Sie dafür bereit? Auch im schlimmsten Fall? Wenn ein "Blackhat" sie auswertet?

 

Die kleinen Textdateien können aber entfernt werden. Zunächst lohnt sich ein Blick in die Browsereinstellungen, die sogenannten Settings im Edge (Browser). Ein Klick öffnet links eine Leiste mit Einträgen, bei denen der siebente Eintrag der "Cookie and site permissions" heißt. Dort finden Sie ihre Cookies und eventuelle Passworte, die sie gespeichert haben und können Sie löschen. Es ist auch möglich, im Smartphone die Cookies zu löschen. Also keine Panik! Nur etwas Geduld, bis das richtige Plätzchen gefunden ist. (Ähnlich bei anderen Browsern.)

Manche Webmagazine lassen überhaupt keinen Blick mehr auf das Dahinter zu, ohne vorheriges OK. (Bild: https://www.pc-magazin.de/r...)

Ausblick

Paradoxerweise werden die Cookie-Entwickler immer neugieriger und erfinderischer während die Nutzerin, der Nutzer, oft erst im Nachhinein schlauer wird und zu spät registriert, was mit dem Online-Konto nicht stimmt, wieso die Daten von einem Erpresser weggesperrt wurden oder ähnliche Kleinigkeiten. Eine EU-Richtlinie wonach die Cookies transparent gehalten werden sollten, führen zu immer komplexeren Zugangs-Texten und -Ritualen. Doch die Sicherheit des Systems ist Obliegenheit des Nutzers, ungeachtet der schnellen Neuerungen von Systemen, der explosionsartigen Vervielfältigung von Cookies und der drohenden "Verbrowserung" des Fingerabdrucks. Doch sicher ist der letzte Satz in dieser Frage nicht gesprochen, zu stark sind die wirtschaflichen Interessen, zu schwach die Argumente der (oft wenig technikaffinen) NutzerInnengruppen.

Autor seit 4 Monaten
43 Seiten
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