Wie kam es zu dieser Idee?

Weltwunder stellen ein besonderes Maß an Baukunst dar - oder sie sind besonders auffällig.
Die erste Auflistung der alten Weltwunder reicht etwa 2000 Jahre zurück. Schon damals wurden diese Bauwerke und Statuen als "Sehenswürdigkeiten" bezeichnet.

Sehenswürdig zu sein bedeutet Einnahmen aus Touristenverkehr. Ein Weltwunder in einer Stadt kann diese sehr wohlhabend machen.

Insofern war es kein Wunder, dass die entsprechende Revival Initiative eines Schweizers im Jahr 1999 international auf ein großes Echo stieß.

Wie wurden die neuen Weltwunder bestimmt?

Etwa 200 Bauwerke wurden bei der Stiftung "OpenWorldFoundation" eingereicht, so teilt uns Wikipedia mit.
Zwanzig Millionen Internet User haben damals für eine Shortlist von ungefähr 80 Kandidaten "gevotet". Eine internationale Jury aus renommierten Wissenschaftlern und Publizisten hat schließlich die sieben Finalisten bestimmt.

Welche sind es?

Die ausgewählten Bauwerke in der Kurzbeschreibung:

Chichen Itza - ein Ruinenfeld aus der Maya-Zeit. Dort fanden Archäologen u.a. Stufenpyramiden. Unsere Vorväter müssen schon sehr erstaunt gewesen sein, als sie außerhalb Ägyptens eine Pyramiden erschaffende Hochkultur in Mittelamerika gefunden hatten.

Die Chinesische Mauer – ist über 8.000 Kilometer lang, und die Astronauten können sie vom Mond aus erkennen. Erbaut wurde sie etwa ab dem 7. Jahrhundert über eine längere Periode. Sie diente als Grenzbefestigung.

Cristo Redendor – die Christusstaue oberhalb von Rio de Janeiro ist allen Fußballfans spätestens seit der WM 2014 bekannt. Sie ist 30 Meter hoch und wurde um 1930 erbaut. Redendor heißt auf Deutsch "der Erlöser". Der Platz um die Statue dient als Wallfahrtsort.

Das Kolosseum in Rom – der blutigste Ort im Abendland. Es wurde um 80 n.Chr erbaut und diente als Amphitheater, also als Kampfstätte für Gladiatorenkämpfe und ähnliche Spektakel. Die Architektur wird in mehreren Punkten als außergewöhnlich beschrieben. So konnte z.B. der Unterboden der Arena geflutet werden, sodass in der Kampfstätte Seeschlachten vorgeführt wurden.

Macchu Picchu – diese Ruinenstadt ist in den Anden angelegt. Die Anlage wurde um das Jahr 1400 von den Inka erbaut und diente möglicherweise als Observatorium. Ein ausgeklügelte Terrassen- und Bewässerungssystem, auf 2000 Metern Höhe gelegen, fasziniert noch heute die Fachleute und die Touristen.

Petra – die Felsenstadt in Jordanien. Die Fassaden der Tempel wurden von den Erbauern direkt aus den Felsen herausgemeißelt – eine Tat, die nicht jedes Volk erbringen kann oder will.

Das Taj Mahal – die berühmte Grabstätte in Nordindien. Sie wurde um 1600 von einem indischen Fürsten als Mausoleum für seine verstorbene Geliebte errichtet.

Das Taj Mahal - ein Grabmal der Liebe (Bild: LoggaWiggler / pixabay.com)

Neuschwanstein …

.. hat die Liste der modernen Weltwunder knapp verfehlt.

Das Burj Khalifa, als höchstes Bauwerk der Welt, war im Jahr der Abstimmung 2007 noch nicht fertiggestellt, ebenso wie der Shanghai Tower sowie einer Liste von etwa zwei Dutzend Gebäuden mit einer Gesamthöhe von 400 Metern und mehr.

Weltwunder - begeistern den Besucher und inspirieren den Architekten. Es geht immer weiter und es bleibt spannend in der Welt der Wunder.

An dieser Stelle weist der Autor gern auf den Artikel über Wunder der Kollegin Felizitas hin. Darin werden u.a. die antiken Weltwunder vorgestellt und der Begriff des Wunders wird im weiteren Sinn erläutert.

Autor seit 2 Jahren
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