Der Geldeintreiber ist da

Viele sind unschuldig verschuldet, andere blauäugig in die Schuldenfalle getappt, wieder andere haben Sachen bewusst nicht bezahlt. Alle haben jedoch eines gemeinsam – den Besuch vom Gerichtsvollzieher, wenn die Schulden nicht beglichen werden. Beim einen geht das schneller, beim anderen dauert es etwas länger. Gewiss ist aber, dass jede offene Schuld, egal wie hoch, irgendwann beglichen werden muss.

Deswegen sollte man spätestens jetzt die Augen nicht mehr verschließen, und mit dem Gerichtsvollzieher eine Einigung treffen. Denn je länger man mit dem Begleichen der offenen Schuld wartet, desto höher wird diese. Täglich anfallende Zinsen lassen den Betrag immer weiter ansteigen, und man kommt immer schlechter aus der Schuldenfalle heraus.

Eine faire Rate aushandeln

In der Regel lässt jeder Gerichtsvollzieher verlauten, dass er selbst nur befugt ist, die Raten so festzusetzen, dass die Schuld binnen sechs Monaten beglichen ist. In vielen Fällen ist dies aber aufgrund der finanziellen Lage des Schuldners gar nicht möglich. Hilfreich kann es dann sein, wenn ein bestimmter Betrag angezahlt werden kann, wodurch die Gesamtschuld erst einmal sinkt, und die monatlichen Raten ebenfalls niedriger angesetzt werden können.

Wird die finanzielle Situation offen und ehrlich dargelegt, was ohnehin bei der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ein Muss ist, lassen aber auch viele Gerichtsvollzieher mit sich reden. Auch die Anfrage beim Gläubiger kann helfen, eine kleinere Rate zu vereinbaren. Denn die Zahlungswilligkeit wird auch dann gezeigt, wenn jeden Monat nur 5,00 € gezahlt werden. Wichtig ist, dass man sich einen Durchschlag der Unterlagen geben lässt, und sich dann beim Gläubiger meldet. Kann man sich dort auf eine niedrige Rate einigen, so sollte man den Gläubiger bitten, dies auch dem Gerichtsvollzieher mitzuteilen.

Schulden in kleinen Monatsraten abtragen

Sind Ratenzahlungen erfolgreich vereinbart worden, dann sollten diese unbedingt pünktlich und fristgerecht beglichen werden. Wichtig ist es auch, Zahlungsbelege und Quittungen gut aufzubewahren. Hilfreich für den Schuldner ist es, die geleisteten Zahlungen von der offenen Forderung abzuziehen, und so den Erfolg zu sehen. Ist die Schuld durch eine regelmäßige monatliche Zahlungen beglichen, dann sollte man sich den Ausgleich der Forderung unbedingt schriftlich bestätigen lassen.

So lassen sich auch größere Schuldenberge Schritt für Schritt abbauen. Wichtig ist es jedoch, nicht zu viele Raten auf einmal zu vereinbaren, und sich ein festes monatliches Limit zu setzen, das man für die Schuldenabtragung aufbringen kann. Denn nur, wenn die Raten realistisch angesetzt werden, kann der Schuldner den Zahlungen nachkommen, ohne dabei in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen.

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