Luftiges Sommerkleid

Luftiges Sommerkleid (Bild: Pixabay / Adina Voicu)

Grundsätzlich gilt …

Wenn es heiß und drückend ist gilt das, was uns Mama schon in Kindertagen gepredigt hat. Die Kleidung muss nicht möglichst kurz sein, sondern luftig, sprich nicht enganliegend. Das Prinzip ist dabei völlig banal: unter Kleidung die nicht eng am Körper anliegt, kann Luft zirkulieren und die Körperwärme und Stauwärme abführen. Nicht umsonst tragen Völker in heißen (Wüsten-)Regionen lange Gewänder und keine "westlichen" Slim-Fit-Anzüge. Zudem sollte die Kleidung am besten aus Naturfasern sein, weil die im Gegensatz zu Kunstfasern nicht den unangenehmen Schweißgeruch fördern.

Baumwolle, Leinen und Seide – Vorteile von Naturfasern

Egal wie luftig die Kleidung ist, Schwitzen lässt sich nicht komplett vermeiden und das ist auch gut so, schließlich ist dies eine wichtige Körperfunktion. Allerdings lassen sich Schweißflecken und Schweißgerüche vermeiden oder zumindest in einem vertretbaren Maße halten. Genau das Richtige Material hierfür sind eindeutig Naturfasern die die Feuchtigkeit aufnehmen können bevor es zu riechen beginnt. Geradezu wie ein Schwamm kann Baumwolle bis zu einem Fünftel des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und man hat dennoch nicht das Gefühl etwas Nasses am Körper zu tragen. Auch Leinen ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit Baumwolle hat aber noch einen weiteren Vorteil: Leinen trocknet wieder rasch. Einziger Wehrmutstropfen ist vielleicht, dass Leinen nicht jedermanns Sache ist, was den Tragekomfort angeht, schließlich ist es in seiner Struktur etwas grober. Zudem knittert ein Hemd aus Leinen schneller als eines aus Baumwolle, was je nach Anlass und Dresscode als negativ empfunden werden kann. In der Freizeit hingegen, mit schlabbriger Freizeithose wirkt die Leinenoptik legere und passend.

Zu den edelsten Naturfasern gehört seit Jahrtausenden ohne Zweifel die Seide. Wenngleich man sich einen Seidenstoff aufgrund seiner glatten Oberfläche alles andere als einen Schwamm vorstellt, so nimmt dennoch diese Naturfaser ohne Probleme größere Mengen an Feuchtigkeit auf ohne dabei am Körper haften zu bleiben. Neben der Luftigkeit weist das Material selbst Wärme von außen ab und kühlt. Ein großer Nachteil von Seide ist jedoch, dass sie sich nicht besonders gut mit den meisten Deos versteht und schnell brüchig wird. Auch wenn sie größere Mengen Feuchtigkeit aufnehmen kann, so sieht man Schweißflecken doch verhältnismäßig schnell und sie vergilbt leicht. Wer also sehr stark schwitzt sollte besser auf Baumwolle oder Leinen setzten, wer aber das luftige und angenehm kühlende Gefühl haben möchte, für den ist Seide durchaus empfehlenswert.

Schurwolle nur für den Winter?

Baumwolle und Leinen sind die am häufigsten verwendeten Naturfasern für Sommeranzüge doch auch Schurwolle findet man immer öfters nicht nur für wärmende Winterkleidung sondern auch für Sommerkleider. Hierfür kommt natürlich nur feine Wolle zum Einsatz und diese wird oft gemischt mit Seide. Tatsächlich hat Schurwolle zahlreiche Vorteile, so nimmt sie bis zu 30 Prozent Feuchtigkeit auf und hat eine kühlende Wirkung. Sie nimmt außerdem nur sehr wenig Geruch auf. Gerade für Sommeranzüge mit denen man sich im Büro sehen lassen kann, kommt Schurwolle zum Einsatz, ist natürlich nur dann sinnvoll bzw. wirkungsvoll, wenn das Futter nicht auch synthetischem Material besteht.

Finger weg von Synthetik

Von synthetischen Materialien ist im Sommer in der Regel gänzlich abzuraten. Ihre glatte Faserstruktur sorgt dafür, dass sie kaum Feuchtigkeit aufnehmen können und so Stauwärme begünstigen und damit verbunden starkes Schwitzen fördern. Zu diesen synthetischen Materialien gehören Acetat, Trevira, PES, PA, Polyesther, Polyacryl sowie alles, was mit »Poly« beginnt. Schweiß an sich stinkt eigentlich nicht, vielmehr sind es Keime, die im Zusammenspiel mit Schweiß zu den unangenehmen Schweißgerüchen führen. Diese Keime wiederum vermehren sich in Kunstfasern wesentlich schneller als in Naturfasern.

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Funktionswäsche – ideal für »Starkschwitzer«

Seit einigen Jahren gibt es spezielle Wäsche, die als »Funktionswäsche« beworben wird, ein Begriff der nicht wirklich glücklich ist, sollte doch eigentlich jede Wäsche eine Funktion haben …

Wie auch immer, die so genannte Funktionswäsche wurde speziell entwickelt für Sport und für Menschen die unter besonders starkem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden. Hier wird auf einen idealen Materialmix geachtet und beispielsweise zusätzliche Membranen eingearbeit, so dass an Stellen wie den Achseln kein Schweiß nach außen gelangt. Zudem nähen einige Hersteller kleine, nicht sichtbare Taschen in den Achselbereich in die sich zusätzliche und auswechselbare Saugeinlagen schieben lassen.

Mit der richtigen Kleidung kommt man also nicht in die Zwickmühle, dass man sich nach dem Sommer sehnt und kaum dass er da ist, sich über die »unerträgliche Hitze« sich muss. Die RICHTIGE Kleidung hilft gegen Schwitzen und Schweißgeruch.

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