Einfache Dinge bereiten den größten Spaß

Einfache Dinge bereiten den größten Spaß (Bild: cocoparisienne / Pixabay)

Mit allen Sinnen auf Erkundungstour

Spielgeräte für Kinder fördern die Entwicklung

Was gibt es Schöneres für Kinder, als sich richtig auszutoben, zu klettern, rennen, auszuprobieren und die Welt auf ihre Weise zu erkunden, ohne dafür von fremden Personen angeleitet zu werden. Der natürliche Bewegungsdrang ist noch immer der beste – wenngleich häufig von außen leider unterdrückte – Lehrer der Kleinen. Unterstützend wirken dabei Spielgeräte für Kinder, die gezielt ausgesucht werden sollten und sowohl den räumlichen Gegebenheiten angepasst als auch den Interessen des Kindes entsprechend zu wählen sind.

Spielgeräte regen die Fantasie an und dabei muss es nicht immer das teuerste und größte sein. Oft sind es Kleinigkeiten, die die Kinder so vielseitig einsetzen, interpretieren und umwandeln können, wie es kein Erwachsener könnte. Entscheidend bei der Wahl der Spielgeräte ist zunächst natürlich, dass sie altersgerecht sind. Dabei gibt es Geräte, die sich für eine größere Altersspanne eignen und solche, die mit dem Kind mitwachsen können und somit den jeweiligen Anforderungen perfekt entsprechen und durch die einfache Ergänzungs- und Erweiterungsmöglichkeit auch den Geldbeutel der Eltern entlasten.

Diese Spielgeräte sind ein Muss

Grundausstattung für die Kleinen – Der Sandkasten

Etwas pathetisch könnte man sagen: die Mutter aller Spielgeräte für Kinder ist der Sandkasten. Und in der Tat dürfte wohl schon jeder in eben einem solchen gesessen haben, wobei es eigentlich keine Rolle spielt, ob es sich um eine einfache, mit Sand gefüllte Grube handelt oder um eine schön und aufwändig gestaltete Holzkonstruktion, die sich auch anderweitig zum Spielen nutzen lässt. Der Sandkasten eignet sich bereits für die ganz Kleinen, die noch nicht laufen können. Hier werden schon Erfahrungen gesammelt, die für das ganze Leben wichtig sind, und das ganz ohne Lehrplan und Vorgaben. Motorik, Fantasie, Logik, Sinneswahrnehmung und vieles mehr werden durch einfaches Ausprobieren geschult. Was passiert wenn …?

Diese Fragen beantwortet sich der »Knirps« durch Ausprobieren, Buddeln und Wühlen. Dabei gehört der Sandkasten zu den Spielgeräten, die nicht nur für kurze Dauer im Garten stehen und durch lediglich veränderte Aufgaben mit wächst. Sind es für die Kleinkinder eher die gesammelten Erfahrungen, die den Wert eines Sandkastens ausmachen, so hat der Sandkasten einen hohen Spielwert auch noch für Grundschüler. Rollenspiele, wie etwa Bäcker und Verkäuferin, lassen sich im Sandkasten leicht umsetzen, Burgen bauen und Tunnels graben erfordern Geschick und nicht zuletzt lässt sich der Sandkasten mit Fantasie zum flexibelsten Spielgerät machen und ist heute Rennauto, morgen das Piratenschiff und übermorgen ein Flugzeug.

Einfacher Sandkasten für die Terrasse
Sandkasten Beach Bee

Beim Kauf eines Sandkastens sollte man darauf achten, dass er nicht zu klein ist. Sicher reichen für Krabbelkinder beispielsweise kleine Kunststoffschalen die man auf der Terrasse aufstellen kann. Doch möchte man nicht für jedes Alter bzw. jede Entwicklungsstufe einen neuen Sandkasten kaufen, empfiehlt es sich von Anfang an, einen etwas größeren anzuschaffen, der am besten auch aus Holz ist, da Kunststoff schnell brüchig werden kann und bei Regen zur wasserundurchlässigen Schlammmulde wird.

Mehrere Spielgeräte in einem
Spielhaus mit Sandkasten oder Planschbecken

Bei der Wahl des Materials liegt man mit Lärche oder Robinie am besten, weil diese Hölzer am beständigsten sind. Am häufigsten angeboten und bei entsprechender Pflege durchaus auch von ausreichender Lebensdauer, sind druckimprägnierte Nadelhölzer wie Tanne oder Fichte. Was für die Kleinsten ganz besonders gilt, gilt aber auch noch für die Größeren: Der Sandkasten sollte nicht direkt in der prallen Sonnen stehen oder es muss zumindest genügend Sonnenschutz vorhanden sein. Erste Wahl ist dabei sicherlich einen Sandkasten mit Sonnendach, das sich zugleich auch als nächtliche Abdeckung nutzen lässt, damit Nachbars Vierbeiner das Spielgerät für Kinder nicht mit einer Toilette für Katzen verwechselt.

Die Schaukel

Ebenfalls zur Grundausstattung im Garten gehört ganz klar eine Schaukel. Die Schaukel ist ein Spielgerät, das jedes Alter fasziniert und wer ehrlich ist muss zugeben, dass er auch als Erwachsener durchaus ab und zu gerne auf einer Schaukel sitzt, wenn es die Gelegenheit dazu gibt. Das Spektrum hierbei ist enorm. Vom einfachsten Schaukelbrett, das man an einen kräftigen Baum hängen kann bis hin zum aufwändigen Schaukelgerüst, findet man alles. Für die Kleinsten, gibt es Schaukeln zum Aufhängen, die so konstruiert sind, dass das Kind nicht herausfallen kann, für die Größeren sind Modelle die man auch anderweitig nutzen kann besonders interessant. Zu beachten ist lediglich, dass ausreichend Platz vorhanden ist. Büsche, Wege und Mauern, die zu nahe am Spielgerät sind, können leicht für Blessuren sorgen. Wer auf »Nummer sicher« gehen möchte, für den empfiehlt es sich, unter der Schaukel den Boden mit einem speziellen Fallschutz zu versehen. Dies können Fallschutzmatten ebenso sein, wie fest ausgelegte Aufprallysteme. Das schöne an vielen Schaukelgerüsten ist die Möglichkeit, sie nach individuellen Ansprüchen zusammenstellen zu können. Meist lassen sie sich auch später noch durch Ergänzungssets erweitern oder Teile austauschen. Schaukel, Kletterstange, Rutsche, Trapez, Ringe, Strickleiter und vieles andere stehen hierbei zur Auswahl. Die Krönung eines Schaukelgerüsts ist zweifelsohne ein Kletterturm, der von den Kindern fantasievoll und vielseitig genutzt werden kann.

Den Traum vom eigenen Haus träumen viele Erwachsene. Doch auch Kinder haben große Träume und einer davon ist ebenfalls das eigene Haus, die eigenen vier Wände, die elternfreie Zone. Dabei übernimmt das Spielhaus als Spielgerät für Kinder zahlreiche Funktionen. Die Keinen freuen sich diebisch, sich verstecken zu können, während die größeren sich ihr eigenes Reich damit schaffen möchten. Erreichbar am besten über verschlungene Pfade mit unzähligen Sicherheitsvorkehrungen gegen fremde (erwachsene) Eindringlinge und so eingerichtet, wie es dem eigenen Geschmack entspricht, lernen die Kinder nicht nur ihre Fantasie umzusetzen sondern zugleich auch Verantwortung zu übernehmen.

Ohne Zweifel ist die Krone der Spielhäuser das Baumhaus. Wer handwerklich geschickt ist, benötigt hierfür Holz und Befestigungsmaterial, vor allem aber einen guten und wohldurchdachten Plan. Sicherheit steht hierbei an allererster Stelle. Für die meisten empfiehlt es sich aber wohl eher, auf professionelle Spielgeräte zurückzugreifen, die bereits vom TÜV geprüft sind und häufig unterm Strich gerechnet nicht teurer kommen, als der Eigenbau. Die Alternative heißt Stelzenhaus, kommt auch ganz ohne Baum aus und lässt sich in der Regel als Bausatz einfach selbst zusammenbauen. Teilweise kann man sie ergänzen oder sie sind selbst Ergänzungen zu bestehende Spielgeräten.

Ausgewählte Schaukeln und Schaukelgerüste
Kettler Schaukelgerüst
Doppelschaukel aus Holz
Spielturm Kletterturm

Hoch hinaus

Spielgeräte für viel Bewegung

Immer häufiger sieht man sie in Gärten und auf Wochenendgrundstücken. Trampoline. Einst in den Turnvereinen zuhause, wurde vor Jahren das Trampolin auch für therapeutische Zwecke und als Fitnessgerät im Privatbereich entdeckt. Längst hat sich daraus ein Trend entwickelt, der zu neuen Spielgeräten führte.

Auf einem Trampolin kann man sich nach Herzenslust austoben, seine Körperwahrnehmung und Koordination auf spielerische Weise schulen und Kondition aufbauen, ohne dass man es merkt. Am Wochenende mit der ganzen Familie um die Wette hüpfen ist dabei genauso unterhaltsam, wie selbst kunstvolle Sprünge zu versuchen. Wichtig ist dabei nur die Qualität und die Standfestigkeit. Wenngleich man oft Trampoline auch in Hanglage aufgestellt sieht, sollte doch darauf geachtet werden, dass ein ebener Untergrund gegeben ist, nicht nur für die Sicherheit, sondern auch dem Vergnügen zuliebe. Die Großen Trampoline sind meist standardmäßig mit einem Sicherheitsnetz versehen, um Unfälle zu vermeiden, bei anderen gibt es diese als Zubehör, auf das man aber auf keinen Fall verzichten sollte!

Tipps für den Kauf von Spielgeräten

Einige Hinweise zum Schluss

Einige wenige Hinweise die beim Kauf eines Spielgeräts für Kinder wichtig sind, sowie ein paar Anregungen, sollen zum Schluss noch erwähnt werden.

Grundsätzlich darf man träumen und die Prospekte, die der Zeitung beiliegen, regen häufig geradezu an, sich in Gedanken das zusammenzustellen, was man selbst als Kind nicht hatte, aber eben gerne gehabt hätte. Doch Spielgeräte für Kinder sollten nicht nur möglichst groß, aufwändig und vielseitig sein, sondern zuallererst altersgerecht. Oder anders: Beim Kauf der Spielgeräte für den Garten sollte man nicht »über das Ziel hinausschießen«. Ideal sind dabei Spielgeräte, die sich im Laufe der Jahre erweitern lassen oder an die Fähigkeiten und Vorlieben des Kindes angepasst werden können. Die Spielgeräte für den Garten müssen TÜV-geprüft sein und sollten keine unnötigen Gefahrenquellen aufweisen. Haltbarkeit ist dann wichtig, möchte man Jahrelang das Spielgerät nutzen, wobei wetterfeste Geräte über den Winter nicht abgebaut werden müssen, was zum einen Arbeit erspart, zum anderen kein Platzproblem aufkommen lässt. Bei den Spielgeräten ist außerdem daran zu denken. Dass es sich um Geräte für die Kinder handelt, d.h. Farben etc. sollten unbedingt ungiftig und speichelfest sein, darüber hinaus natürlich möglichst auch umweltfreundlich.

Hat man all dies beachtet, steht dem Frühling und dem Sommer eigentlich nichts mehr im Wege.

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