Der ideale Mitbewohner für die Wohngemeinschaft

Möchten Sie eine WG gründen oder suchen Sie einen neuen Mitbewohner, sollten Sie zuerst einmal sich selbst kennen.

  • Was sind Sie für ein Mensch?
  • Was mögen Sie und was lehnen Sie ab?
  • Was sind Ihre Hobbys, Interessen und Gewohnheiten?

Haben Sie diese Fragen beantwortet, überlegen Sie sich, was für einen Mitbewohner Sie gern hätten.

  • Soll es ein Mann oder eine Frau sein?
  • Möchten Sie mit einem Fremden oder einem guten Freund zusammenwohnen?
  • Welche Charaktereigenschaften und Gewohnheiten soll er haben?

Je besser Sie sich selbst kennIm WG-Leben herrscht nicht immer Sonnenscheinen und je klarer Ihre Vorstellung über Ihren zukünftigen Mitbewohner ist, desto höher ist die Chance für ein erfolgreiches Miteinander innerhalb der Wohngemeinschaft. Sie schließen auf diese Weise grundlegendes Konfliktpotential von vornherein aus. Es gibt sicherlich Menschen, mit denen Sie gut klarkommen und welche, auf die Sie allergisch reagieren. Überlassen Sie Ihr WG-Leben also nicht dem Zufall, sondern denken Sie realistisch darüber nach. So ersparen Sie sich unnötige Enttäuschungen und Mitbewohnerwechsel.

Regeln für das WG-Leben

Haben Sie einen passenden Mitbewohner gefunden, gibt es weitere Dinge, die Sie für ein harmonisches WG-Leben klären müssen. Es sind insbesondere die Kleinigkeiten, die schnell zu einem Streit führen. Die folgende Liste hilft Ihnen, unnötige Frustrationen zu vermeiden.

  • Entscheiden Sie, über welches Konto die Miete abgebucht werden soll.
  • Klären Sie, wer in der WG den Telefonanschluss übernimmt und sorgen Sie dafür, dass eine individuelle Abrechnung der Gebühren möglich ist. So zahlt jeder Mitbewohner nur das, was er verbraucht.
  • Teilen Sie Strom-, Kabel- und weitere Gebühren der WG ebenfalls gerecht auf.
  • WG-Regeln sorgen für ein harmonisches MiteinanderLegen Sie fest, wer welche Fächer im Kühlschrank bekommt und trennen Sie die Einkäufe. Jeder Mitbewohner der Wohngemeinschaft ist für sich selbst verantwortlich.
  • Teilen Sie den Platz im Bad, Flur und gemeinsam genutzten Schränken gerecht auf.
  • Überlegen Sie, wer welche elektrischen Geräte besorgt oder machen Sie gemeinsame Anschaffungen. Die jeweilige Nutzung steht dem anderen frei.
  • Kaufen Sie Waschmittel und andere Artikel, die nicht gleichermaßen benutzt werden, stets getrennt.
  • Dinge, die alle Bewohner benötigen, können Sie abwechselnd einkaufen. Dazu gehören unter anderem Toilettenpapier, Spülmittel, Putzmittel, Seife.
  • Waschen Sie abwechselnd das Geschirr ab oder klären Sie, dass jeder nur sein eigenes Geschirr säubert.
  • Nutzen Sie Geschirr, Besteck und Töpfe gemeinsam oder sorgen Sie für eine gerechte Aufteilung im Schrank.

Stellen Sie die Regeln für die Wohngemeinschaft vorab auf

Wichtig ist, dass Sie die Regeln vorab aufstellen, denn schneller als gedacht kann sich einer darüber ärgern, dass er beispielsweise weniger Waschpulver als der andere verbraucht oder lieber ein günstigeres Produkt hätte als die teure Markenware. Teilen Sie nicht, was Sie nicht teilen möchten und erwarten Sie das auch nicht von Ihrem Mitbewohner. Es sind die kleinen Dinge, die das größte Konfliktpotential beinhalten. Sollten Sie merken, dass die eine oder andere Regel für Sie nicht mehr stimmig ist, reden Sie mit Ihrem Mitbewohner darüber. Das A und O für ein gut funktionierendes WG-Leben ist die Kommunikation.

Tipps für ein harmonisches WG-Leben

Um erfolgreich in einer WG zu leben, bedarf es nicht nur finanzieller Regeln. Auch wenn Geldangelegenheiten ein großes Konfliktpotential beinhalten, so sind es vor allem die zwischenmenschlichen Dinge, die zu einem Streitherd werden können. Deswegen sollten alle Parteien tolerant und rücksichtsvoll miteinander umgehen.

  • Seien Sie leise, wenn der andere noch schläft.
  • Regen Sie sich nicht überRücksichtnahme ist in der WG wichtig jeden Fussel auf, sondern räumen Sie ihn selbst weg.
  • Reden Sie miteinander, wenn Ihnen etwas nicht passt.
  • Lassen Sie sich gegenseitig genügend Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten.
  • Akzeptieren Sie sich, auch wenn einer mal schlechte Laune hat.
  • Helfen Sie sich gegenseitig und unternehmen Sie ab und zu etwas gemeinsam.
  • Gießen Sie die Blumen, wenn der andere in den Urlaub fährt.

Die Liste können Sie jederzeit ergänzen oder abwandeln. Wichtig ist, dass Sie sich miteinander wohlfühlen. Sie können zudem die Unterschiede der Persönlichkeiten sinnvoll nutzen und nicht nur stur Regeln aufstellen. Wenn einer beispielsweise lieber abwäscht, der andere aber lieber saugt oder wischt, dann lassen Sie jedem seine Beschäftigung und brauchen keinen abwechselnden Putzplan. Solange Sie die drei Grundregeln 'Kommunikation, Rücksichtnahme und Toleranz' befolgen, steht einem harmonischen Miteinander in der WG nichts im Wege.

Urheberrecht Bild und Text: Liane Spindler - Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin

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