Die Ostereier vorbereiten

Wie sollten die Ostereier sein? Roh, hartgekocht, ausgeblasen? Grundsätzlich lassen sich natürlich sowohl ausgeblasene als auch hartgekochte Eier bemalen. Während die ausgeblasenen als Osterdeko im eigentlichen Sinne zählen, sind die hartgekochten selbstverständlich zum Verzehr gedacht. Doch auf dem Frühstückstisch oder zum Ausschmücken von Geschenkkörben etc. sind sie ausgesprochen dekorativ und geben dem Ganzen einen frühlingshaften Farbtupfen.

Für die dauerhafte, unverderbliche Osterdeko, nimmt man ein frisches Ei und reibt die Schale außen mit etwas Wasser und Seife ab bevor man auf beiden Schmalseiten jeweils ein ca. 2 mm großes Loch mit einer größeren Nadel sticht. Danach bläst man von der einen Seite kräftig hinein, so dass das Eigelb und Eiweiß auf der anderen Seite herausläuft. Dies kann mitunter ganz schön anstrengend sein und wie bei Blasinstrumenten einen entsprechenden Druck im Kopf erzeugen – also nicht übertreiben. Wenn man vor dem Ausblasen mit einem schmalen Stab das Eigelb ein wenig zersticht und verrührt geht es etwas leichter, ebenfalls, wenn die Löcher nicht allzu klein sind. Nun sollte man auch innen das Ei mit Wasser reinigen, damit keine Rückstände bleiben, die verderben können. Nachdem man das Ei etwas abgetrocknet hat, schiebt man am besten einen dünnen Stab (Schaschlikspieß o.ä.) durch das Ei. So lässt es sich gut halten und drehen ohne dass man sich die Finger mit Farbe schmutzig macht oder das Kunstwerk verschmiert bevor es überhaupt fertig ist.

Welche Farben eignen sich für Ostereier?

Die Auswahl der Farben findet natürlich als erstes statt, Möglichkeiten gibt es nämlich mehrere. Wer es gerne kräftig mag, für den eignen sich Acrylfarben, mit denen sich die Eierschale satt und deckend bemalen lässt. Die besten Erfolg erzielt man, indem man das ganze Ei mit einer Farbe gleichmäßig grundiert. Nach dem Trocknen kann man dann seiner Kreativität freien Lauf lassen. So lassen sich mit einer oder mehreren weiteren Farben ganz einfach Punkte oder Linien hinzufügen oder aufwändige Fantasiemuster gestalten. Auf der trockenen Acrylfarbe kann man aber auch mit anderen Farben und Materialien gut weiterarbeiten, etwa mit weichen Stempeln, mit Filzstiften oder mit Wachskreide. Kinder nehmen auch gerne kleine Sticker, die sich auf die bunten Eier kleben lassen.

Während man für ausgeblasene Ostereier jede Farbe, also auch Lacke etc., verwenden kann, sollte man bei hartgekochten Eier aber unbedingt und ausschließlich natürliche Farben verwenden, da die Farbe oder auch nur Inhaltsstoffe durch die Eierschale ins Innere dringen können! Es gibt auch eine Vielzahl spezieller (nicht natürlicher) Eierfarben, die zulässig und in der Regel unbedenklich sind aber dennoch bei manchen empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, verwendet Farben aus dem eigenen Kräuter- und Gemüsegarten. Mit Kamille oder Zwiebel lassen sich Eier in einem schönen zarten Gelb färben, Rote Beete führen zu einem Brombeerrot, Brennnesseln färbt die Ostereier grün. Aus den jeweiligen Zutaten kocht man dabei einen Sud in den man die hartgekochten Ostereier nach dem Abkühlen ein Zeitlang legt. Je länger sie in der Flüssigkeit liegen, umso kräftiger wird die Färbung.

So bringt man schöne Muster auf die Ostereier

Nicht jeder ist ein großer Künstler, dem es gelingt freihändig schöne Ostereier zu gestalten. Doch mit ein paar kleinen Tricks klappt es dennoch ganz einfach. Einer der einfachsten Tricks ist das Arbeiten mit Schablonen. Hierfür können ganz alltägliche Dinge verwendet werden, man muss sich nur ein wenig im Haushalt umschauen und wird garantiert etwas im Nähkasten, im Vorratsschrank oder in der Küchenschublade finden. Stoffreste etwa, die von einer Bordüre stammen, etwas Spitze, Tortenspitze oder Gardinenreste. Schauen Sie auf dem Dachboden in den Altkleidersack, bevor er abgeholt wird. Vielleicht findet sich dort Unterwäsche mit Spitzenbordüre oder ein Bluse an der es eine Einfassung aus fein durchbrochenem Stoff gibt. All das eignet sich hervorragen als Schablone. Den »Schablonenstoff« wickelt man um das Ei herum und trägt dann die Farbe auf. Am einfachsten und gleichmäßigsten geht das mit Sprühlack. Danach sollte, möglichst noch bevor die Farbe getrocknet ist, die Schablone vorsichtig abgezogen werden was ein wenig Fingerspitzengefühl voraussetzt, um nicht gleich wieder die feuchte Farbe zu verschmieren. Das feine Muster etwa der Spitze bedeckt nun die Eierschale und manch einer wird verblüfft sein, wie Sie ein so feines Muster malen können …

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