Babys werden gerne bestaunt ;-)

Babys werden gerne bestaunt ;-) (Bild: sathyatripodi / Pixabay)

Dann vielleicht doch besser in jungen Jahren die Eizellen einfrieren, falls man irgendwann in den 50er Jahren Mutter werden will? Tja, wenn einem bei diesem Gedanken nicht allmählich doch noch selber kalt wird…

Widmen wir uns an dieser Stelle also doch lieber dem rein natürlichen Prozedere, von dem alle drei (oder im Falle von Geschwisterkindern mehr) Beteiligten etwas haben. Und überlassen wir In-Vitro und so weiter… jenen, die dringend darauf zurück greifen möchten oder müssen. Wobei sich an dieser Stelle auch noch der Gedanke einmischt, dass man all das Theater auch gleich kaltstellen und stattdessen vielleicht doch besser adoptieren könnte. Gibt es doch auf dieser Welt schon ausreichend Kinder, die schon hier sind und aus verschiedenen Gründen "zu haben wären". Wobei natürlich auch so eine Adoption gar nicht so einfach ist! Aber dieses Thema verdient mehr Aufmerksamkeit an anderer Stelle. Ist aber auf jeden Fall die bessere Überlegung – sollte es nicht grad darum gehen, Einsteins Gene weitergeben zu müssen, sozusagen zwanghaft.

Kleine Entdecker freuen sich über ...

Kleine Entdecker freuen sich über einen ruhigen Platz im Gras... (Bild: Greyerbaby / Pixabay)

Schwanger werden?

Die Fähigkeit, schwanger zu werden, liegt bei Frauen in den Eierstöcken:

Jedes Mädchen wird mit mehr als 500.000 Eizellen in den Eierstöcken geboren. Bis zur Pubertät stirbt ungefähr die Hälfte der vorhandenen Eizellen, also knapp 250.000, ab, und cirka 400 werden heranreifen. Dieses Prozedere beginnt mit der ersten Periode und endet, wenn Frauen in die Wechseljahre kommen. Die Wechseljahre treten doch recht unterschiedlich auf - im Allgemeinen wird ein Alter von 45 bis 55 angegeben. In der heutigen Zeit würde ich das eher später schätzen – aber es geht wohl immer vor allem um das individuell unterschieliche "biologische Alter", das mit jenem auf dem Papier nichts zu tun haben muss. Die gute Nachricht zuerst: Gianna Nanini war mit Sicherheit nicht die einzige Frau, die Mitte 50 auf natürlichem Wege ohne großes Theater drum herum und ihren eigenen Angaben nach auch eher ungeplant schwanger wurde. Und ganz ehrlich gesagt: wenn es auch nicht für jede so einfach funktionieren wird (schätzungsweise), ist die Aussicht, sich Zeit zu lassen, wie lange man möchte… eher die bessere. Eltern sein darf man "danach" nämlich noch lang genug. Wobei es natürlich auch sein könnte, dass es einem später leid tut, dass man nicht früher wollte. Aber an diese Möglichkeit glaubt halt nicht jeder Mensch auf dem Planeten.

Jeden Monat - zur Halbzeit des Menstruationszyklus (meist zwischen dem 12. und 16. Tag), ist eine Eizelle in einem der Eierstöcke herangereift. Sie löst sich ab und wandert nun in den Unterleib, wo sie schnell von der tulpenförmigen Öffnung des nächstgelegenen Eileiters (das sind zwei ca. 10 cm lange Kanäle, die von den Eierstöcken zur Gebärmutter führen) aufgefangen wird. Dieses Ablösen bezeichnet man als den Eisprung. Was man wissen sollte, falls es wichtig ist für allfällige Babyplanung: Eine Eizelle ist für ungefähr 12 - 24 Stunden lebensfähig! Deshalb schnell befruchten, und dann kann mit Glück ein Baby entstehen. Oder zwei. Na ja, Vierlinge will wahrscheinlich keiner so wirklich… Trifft die Eizelle auf ihrem Weg zur Gebärmutter auf ein gesundes Spermium, so können die beiden verschmelzen und ein neues Leben schaffen. Ohne Befruchtung endet die Reise der Eizelle in der Gebärmutter. Hier zerfällt sie und wird etwa zwei Wochen später, während der Periode, abgestoßen. 

Auch Väter sind gefragt bei Babys.

Auch Väter sind gefragt bei Babys. (Bild: froot / Pixabay)

Ein Blick auf das Innere des männlichen Körpers

Während der Frauenkörper sich im gemächlichen Tempo von einem Monat mit dem Heranreifen einer einzigen Eizelle befasst, ist der männliche Körper beinahe andauernd damit beschäftigt, Millionen mikroskopisch kleiner Spermien zu produzieren! Und deren einzige Aufgabe in ihrem Dasein ist es, auf eine Eizelle zu schwimmen, um in sie einzudringen. Während Frauen schon mit all den Eizellen geboren, die sie jemals benötigen, müssen Männer in ihrem Erwachsenenleben regelmäßig Spermien produzieren. Hier dauert es von der Entstehung bis zu der Fertigstellung einer neuen Samenzelle 64 bis 72 Tage – zu bedenken ist: da ungefähr 250 bis 300 Millionen Spermien bei jeder Ejakulation freigesetzt werden, muss auf Hochleistung gearbeitet werden!

Die Produktion der Spermien beginnt in den Hoden, und zwar in den beiden Drüsen, die im Hodensack unterhalb des Penis beherbergt sind. Die Hoden hängen außerhalb, denn sie sind gegenüber Wärme sehr empfindlich. Um gesunde Spermien zu produzieren, benötigen sie milde 34 Grad Celsius – das ist ungefähr vier Grad kühler als die normale Körpertemperatur. Das klingt ja hochtechnisch wie im professionellen Lager: Die erzeugten Spermien werden dann in den Nebenhoden gelagert, und zwar bis sie kurz vor der Ejakulation aufgesaugt und mit der Samenflüssigkeit vermischt werden. Den Millionen von Spermien zum Trotz, die produziert und bei jedem Samenerguss freigegeben werden: Nur ein Samen kann eine Eizelle befruchten. Das Geschlecht des Babys ist abhängig von der Art des Spermiums, die sich zuerst in der Eizelle einnistet. Spermien mit einem Y-Chromosomen ergeben einen Jungen - Spermien mit einem X-Chromosomen ein Mädchen.

Geschlechtsverkehr, um ein Baby zu machen

Beim Sex bauen die Körper eine gewisse Spannung auf, die sich hoffentlich in einem Orgasmus entlädt – logisch: der Orgasmus hat für Fortpflanzungswillige eine wichtige biologische Aufgabe. Bei Männern treibt der Orgasmus mit ca. 20 km/h Spermien-reiche Samenflüssigkeit in die Scheide und hinauf bis zum Gebärmutterhals. Ziel ist, den Spermien einen guten Start auf dem Weg zur Eizelle zu verschaffen. Wichtig zu wissen: Der Höhepunkt bei der Frau trägt ebenfalls zur erfolgreichen Befruchtung bei. Denn einige Studien belegen, dass die wellenartigen Kontraktionen in Verbindung mit dem Orgasmus die Spermien tiefer in den Gebärmutterhals ziehen werden, das heißt, die Spermien werden quasi eingesogen. Spaß am Sex erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Diese Tatsache erfreut jene, die dabei ausdrücklich keine Kinder zeugen wollen, jetzt natürlich eher weniger. Aber in Zeiten von Verhütung sollte das ja kein Problem darstellen.

Was passiert, wenn‘s passiert ist…

Die Eizelle wird innerhalb von 24 Stunden befruchtet: Und zwar indem sich das genetische Material des Samens mit dem der Eizelle verbindet, um eine neue Zelle zu erschaffen, die sich schnell teilen wird. Man ist aber noch nicht schwanger, solange dieses Zellenknäuel, auch bekannt als Blastozyste, durch den Eileiter reist! Schwanger ist man erst, wenn es sich an der Gebärmutterwand einnistet. Vorsicht: Es gibt auch Eileiter-Schwangerschaften, wenn der Embryo sich statt in der Gebärmutter im Eileiter einnistet - eine Eileiter-Schwangerschaft ist nicht lebensfähig. Der Embryo muss dann in einem chirurgischen Eingriff entfernt werden, um eine Beschädigung oder Zerstörung des Eileiters zu verhindern.

Dieser letzte Abschnitt der Reise der Blastozyste kann noch einmal ca. drei Tage dauern. Dann vergehen einige Wochen, bis die Menstruation ausbleibt. Bleibt die Regel aus, sollte man einen Schwangerschaftstest machen, und danach einen Frauenarzt aufsuchen (nicht immer stimmt ein Test!) Ist man tatsächlich schwanger, bricht sicher eine außergewöhnliche Zeit an, die von Frauen als sehr unterschiedlich beschrieben werden kann – denn von "die schönste Zeit meines Lebens" bis "Nein, danke – nie wieder!" ist bei den Erzählungen fast alles dabei.

Auf die genaue Entwicklung eines Babys gehe ich an dieser Stelle jetzt nicht näher ein – aber fest steht in jedem Fall: wenn alles gut läuft, kann man das Baby neun Monate später liebevoll in die Arme nehmen. Sollte der Name noch nicht von vorneherein feststehen, kann man sich in der Schwangerschaft ja auf die Suche nach einem schönen Namen für den kleinen Erdenbürger (m./w.) machen!


Bernadette, am 25.05.2015
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Bildquelle:
Amazon.de (Lernspaß Hündchen)

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