Die Autoreifen 4x4x4 Formel

Die Formel besagt 4 gleiche Reifen, die maximal 4 Jahre alt sind, und mindestens 4 Millimeter Profiltiefe besitzen, um die volle Funktionsfähigkeit von neuen Reifen zu haben. Diese Formel beschreibt die Sicherheitsstandards, die ein Reifen erfüllen sollte, abgesehen von den gesetzlichen Mindeststandards, welche bezüglich der Profiltiefe deutlich niedriger liegen.

  1. 4 gleiche Reifen sollten beim Auto verwendet werden, um das beste Fahrverhalten zu gewährleisten, da bei unterschiedlichen Reifen ein "Ziehen" am Lenkrad stattfinden kann und die Spur schwerer gehalten werden kann beim Fahren.
  2. 4 Jahre sollte der Reifen maximal benutzt werden, da der Gummi und das  Material des Reifens ungeachtet von der mechanischen Abnutzung durch das Fahren altert. Es wird mit der Zeit spröde und der Gummi verhärtet. Das Herstellungsdatum des Reifens ist an der vierstelligen Zahlenkombination zu erkennen, welche mit DOT beginnt. Ein Beispiel wäre DOT0113, was bedeutet das 01 für die erste Kalenderwoche und 13 für das Jahr der Herstellung 2013 steht.
  3. 4 Millimeter Profiltiefe sollte der Reifen mindestens haben um die selbe Bremswirkung wie mit neuen Reifen zu gewährleisten. Die gesetzliche Profiltiefe beträgt bei Sommerreifen allerdings nur 1,6 Millimeter, was allerdings bereits eine starke Verschlechterung der Reifeneigenschaften beinhaltet.

Was bei Reifen sonst noch zu beachten ist

  • Bevor man losfährt, sollte man den Reifen auf optische Schäden kontrollieren, da bei Rissen und Schnitten im Gummi Feuchtigkeit in den Reifen eindringt und der Reifen sich dadurch von innen heraus korrodieren kann und damit die innere Struktur geschwächt wird, wodurch sich der Felgen von der Lauffläche ablösen kann.
  • Verwendet man unvorsichtigerweise Reifen unterschiedlichen Typs, muss man mit schlechteren Fahreigenschaften, Kurvenverhalten und Bremsverhalten rechnen. Die Verwendung von Diagonal- und Radialreifen am selben Fahrzeug ist streng verboten.
  • Je nach Jahreszeit die richtigen Reifen verwenden. Die sogenannten Winterreifen sind eigentlich Matsch- und Schneereifen und haben bei Schneefahrbahn und matschiger Fahrbahn deutlich bessere Bodenhaftung als Sommerreifen, welche auf eine trockene Fahrbahn ausgelegt sind.
  • Reifen sind das einzige Element des Autos, das mit der Straße in Kontakt ist und damit auch einer der wichtigsten Teile des Autos bezüglich Sicherheit. In Deutschland liegt die Ausfallrate an Reifen bei ungefähr drei Millionen pro Jahr, wobei der Schwarze Peter nicht bei den Herstellern liegt, sondern in der Regel auf der Fahrerseite liegt. Die meisten Schäden entstehen durch zu niedrigen Luftdruck, Randsteine, Schnitte und dergleichen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Autofahrerclubs wie ADAC und ÖAMTC.

 

Wie man Reifen schont

  • Das Lenken im Stehen sowie sogenannte Kavalierstarts nutzen das Profil entsprechend stärker ab und verkürzen die Lebensdauer.
  • Ist der Luftdruck zu niedrig dann kann dies zu einem Reifenschaden führen da sich der Reifen aufgrund erhöhter Reibung mit der Straße stark erwärmt und ebenso stärker abnutzt. Allerdings ist ein zu hoher Reifendruck ebenso gefährlich, da sonst die Bodenhaftung mit der Straße schwächer ist. Alle zwei Wochen sollte der Luftdruck kontrolliert werden.
  • Das Parken an Bordsteinen, Randsteinen und Schlaglöcher sollte vermieden werden, da es Schäden im Reifeninneren und im Reifenmantel verursachen kann. Diese Schäden sind oft versteckt und schwer zu erkennen. Wenn es nicht anders geht, sollten Randsteine und Bordsteine nur möglichst langsam und im rechten Winkel überfahren werden, da die Berührungsfläche mit der Kante möglichst groß ist und dadurch der Druck auf eine kleine Fläche vermieden wird.
  • Die richtige Lagerung schont das Material des Reifens, da das Material durch Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Wärme stärker altert, auch wenn der Wagen scheinbar nur steht und Reifen reagieren empfindlich auf den Kontakt mit Lösungsmitteln. Darum Reifen eher kühl, trocken und dunkel lagern.
CADoerr, am 03.01.2013
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