Der Arbeitsplatz: Der Kampf gegen Ablenkung - Störungsfrei soll er sein

In den meisten Ratgebern steht an erster Stelle der saubere und ordentlich organisierte Arbeitsplatz. Ich würde diesen Punkt nicht an die erste Stelle setzen. Wie ordentlich der Arbeitsplatz sein muss, hängt vom individuellen Lerntyp ab. Kann ich Unordnung mental ausblenden, ist ein wenig Chaos kein Lernhindernis. In der heutigen Zeit mit Laptop am Tischrand, Handy in der Hosentasche und Fernsehen an der Wand ist die erste Priorität sich Ruhe zu verschaffen und einer Reizüberflutung entgegenzuwirken. Handy aus, Internet aus, Fernsehen aus. Der Lernstoff muss meine ganzen Ressourcen für sich in Anspruch nehmen. Das Internet stellt die größte Verführung von allen dar. Denn im Internet kann ich Wikipedia bemühen mir Zusatzinformationen zu verschaffen. Doch kaum habe ich meinen Browser geöffnet, lande ich auch schon auf nebensächlichen Seiten. Die zweite Priorität besteht schließlich darin alle notwendigen Unterlagen in Griffweite zu haben. Auch unnötig langes Suchen kann eine Ablenkung sein.

 Zusammengefasst:

1. Ablenkungen aller Art ausschalten: Internet, Handy, Fernsehen...

2. Alle benötigten Unterlagen in Griffweite zurechtlegen

3. Arbeitsplatz so ordentlich wie für einen selbst notwendig gestalten. Auch hier darauf achten, dass Quellen einer potentiellen Ablenkung beseitigt werden.

 

Jedoch sollte man auf keinen Fall zu viel Zeit an das "richtige" Präparieren des Arbeitsplatzes verlieren. Nach ca. 5 Minuten sollte man bereit sein die eigentliche Arbeit zu beginnen.

Begeisterung: Der erste Schritt - Aber noch lange nicht der letzte

Vorweg: Am einfachsten ist es immer, wenn ich mich für ein Thema begeistern kann. Ohne Begeisterung hilft jeder gut gemeinte Ratschlag nicht viel. Mit wahrhaft entfachter Begeisterung dagegen entfallen viele Probleme von ganz alleine und man kann sich ganz auf ein systematisches Vorgehen konzentrieren. Der erste Gedanke sollte also der Frage gelten: Was kann mich an dem Thema fesseln? Dies ist der erste Baustein meiner Reise zur Prüfung. Und als Reise sollte ich es mir vorstellen. Jeden Tag komme ich meinem Ziel etwas näher. Der Lernstoff darf gerne auch von Erwachsenen auf fast kindlich-spielerische Weise behandelt werden. Das nimmt Druck von der Sache, denn unter Anspannung ist das Gehirn nicht aufnahmefähig, und es erhöht die Begeisterungsfähigkeit. Man kann versuchen sich auch in die langweiligsten Themen hineinzusteigern, als wenn davon das Überleben der Menschheit abhinge. Das hilft die Motivation aufrecht zu erhalten und sich für das Thema zu gewinnen.

Zeitmanagement - Lernen und Pausen richtig und bewusst einteilen

Ein gutes Zeitmanagement ist das A und O!

Dieser Satz gilt nicht nur fürs Lernen. Seine Zeit effektiv einteilen zu können macht jede Lebenssituation einfacher, von Schule, Ausbildung & Studium, Arbeit, bis in die Freizeit hinein. Wer sich ein funktionierendes Zeitmanagement erarbeiten konnte, ist in jeder Lebenslage anderen einen Schritt voraus und gerät nicht so schnell unter Druck. Man muss nicht unbedingt der klügste Mensch auf Erden sein, wenn man lernt wie man seine Fähigkeiten effizient umsetzt.

 Beim Lernen heißt das:

  1. Den Lernstoff in Unterkapitel untergliedern
  2. Sich einen Zeitplan ausarbeiten mit (realistischen) Meilensteilen
    • Was kann ich heute erreichen? Was kann ich morgen erreichen? Was kann ich bis zur nächsten Pause erreichen?...
    • Bis wann muss welches Kapitel spätestens abgearbeitet sein?
    • Wiederholungen einplanen!
    • Jeden Tag mit einer Wiederholung des bisher Gelernten beginnen
    • Eine Mindestzeit festlegen, wie lange jeden Tag mindestens gelernt werden soll
  3. Pausen einplanen
    • Pausen nach der individuellen Erfahrung gestalten.
    • Mein Vorschlag: Jede Stunde 10 Minuten, jede zweite Stunde 30 Minuten
    • In der Pause etwas Erholsames tun. Kein Fernsehen oder ähnliches. An die frische Luft gehen z.B.

Die Lerntypen I - Der visuelle Lerntyp

Man sollte nicht den Fehler machen sich zwanghaft in eine Schublade einordnen zu wollen. Wir alle sind Individuen und komplexer als 4 Schubladen. Viele sind wahrscheinlich Mischtypen oder gehören einem 5. oder 6. Lerntyp an. Daher werde ich hier nicht erklären, wie man seinen Lerntyp

 

ermitteln kann. Bei Interesse kann man hierfür die verlinkten Sachbücher konsultieren.Jedoch werde ich den Lerntypen eine Reihe an Lernmethoden zuordnen, die man für sich ausprobieren kann.

Methoden visueller Lerntyp:

  • Sich Gelerntes vor seinem inneren Auge veranschaulichen
  • Komplexe Themen in Grafiken, Skizzen, Schaubildern zusammenfassen
  • Comics malen und im Zimmer verteilen
  • Bei jeder Gelegenheit einen Blick auf Skizzen, Comics,... werfen
  • Wichtige Textstellen durch Marker hervorheben
  • Inhalte optisch aufbereiten
  • Bei diesem Lerntyp ist ein optisch angenehmer Arbeitsplatz wichtiger als bei den anderen

Die Lerntypen II - Der auditive Lerntyp

Methoden auditiver Lerntyp:

  • Laut vorlesen
  • Gelernte Inhalte laut vorsprechen
  • Kleine Reden einproben und sie mit oder ohne Zuhörer vortragen
  • Sich selbst aufnehmen und sich immer wieder vorspielen
  • Entspannende Musik kann bei diesem Lerntyp das Lernen fördern
  • Im Unterricht aktiv zuhören

Die Lerntypen III - Der haptische und motorische Lerntyp

Methoden motorischer und Tast-Lerntyp:

  • Gegenstände basteln und mit ihnen assoziativ Lerninhalte verknüpfen
  • Sich Lerninhalte räumlich vorstellen und ertasten. So könnte man z.B. eine DNA-Helix nachbauen
  • Praktische Experimente helfen zum Verständnis des Inhalts
  • Das Lernen nicht auf das eigene Zimmer beschränken
  • Sich Bewegung verschaffen. Eine einfache Möglichkeit besteht z.B. durch eine Verknüpfung von Bewegung und lautem Vorsprechen oder im Raum verteilter Grafiken
  • Pantomimische Darstellung von Inhalten

Die Lerntypen IV - Lesen

Methoden Lese-Lerntyp:

  • Aus Büchern lernen und ggf. zusätzliches Material aus der Bücherei konsultieren
  • Eigene Aufsätze verfassen
  • Einen Text mehrfach hintereinander lesen
  • Zusammenfassungen schreiben
  • Zusammenfassungen der Zusammenfassungen anfertigen
  • Karteikarten

Bremsen - Was mich am Vorankommen hindert

Jeder hat individuelle Hemmnisse, die einen in seinem Vorankommen bremsen. Der eine hat Probleme sich diszipliniert für längere Zeit auf ein Thema zu konzentrieren und wird schnell abgelenkt. Bei einem anderen hapert es am Zeitmanagement. Gerade am Anfang meint man vielleicht die Menge nicht bewältigen zu können und weiß gar nicht wo man anfangen soll.  

  • Ablenkung
  • Viele Dinge gleichzeitig tun wollen
  • Stress/innere Unruhe
  • körperliche Unausgeruhtheit
  • den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen
  • ....

Diese inneren "Bremsen" muss man sich bewusst machen und ebenso bewusst Strategien zu ihrer Bewältigung entwickeln.

Wer meint den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen zu können, sollte versuchen die Prüfung am Ende erst einmal auszublenden und lediglich einen kleinen Schritt nach dem anderen zu machen. Sobald man dann eine gewisse Menge hinter sich gebracht hat, kann der Blick wieder auf das eigentliche Ziel, die kommende Prüfung, gerichtet werden. Dann existiert ein ausreichend stabiles Fundament sein restliches Vorgehen entspannt und strukturiert auf die Prüfung auszurichten.

Autor seit 4 Jahren
13 Seiten
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