Benötigte Materialien

Bevor eine Bommel, oftmals auch Pompon genannt, entstehen kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Welche Dinge Sie dabei benötigen zeigt die folgende Liste:

* Pappe (kann dünner Karton von Reis sein)
* Zirkel oder zwei Gläser mit unterschiedlichen Durchmesser
* Bleistift
* Schere
* Wolle
* stumpfe Nadel

Zuerst werden auf die Pappe zwei Ringe vorgezeichnet. Entweder nimmt man einen Zirkel oder wie im Bild, ein Glas. Danach wird der größere Kreis ausgeschnitten. Im nächsten Schritt muss man den kleineren Kreis ausschneiden, so dass ein Pappring entsteht. Der Ring sollte etwa ein Drittel vom gesamten Durchmesser haben. Also wenn der Kreis neun Zentimeter Durchmesser hat, so hat der Ring dann etwa drei Zentimeter. Den ersten Ring kann man als Vorlage für den zweiten Ring nehmen. In vielen Anleitungen wird ein Pappring empfohlen, aber der Vorteil von zwei Ringen wird sich später bemerkbar machen.

Die Größe der Pappringe entspricht in etwa dem späteren Durchmesser unserer Bommel. Wer also nur eine kleine Bommel haben möchte, sollte keine großen Pappringe ausschneiden.

Pappringe machen (Bild: Sabine Wolfram, Plauen)

Wolle wickeln

Haben Sie die beiden Ringe aus der Pappe ausgeschnitten, beginnt das Wolle wickeln. Dafür legt man beide Ringe übereinander und wickelt die Wolle gleichmäßig darum. Dies geschieht so lange, bis das Loch in der Mitte verschwunden ist. Kann man die Wolle nicht mehr mit dem Finger durch das Loch stecken, dann nimmt man eine stumpfe Nadel zur Hilfe.
Da man immer mit langen Fäden der Wolle arbeitet, wird schnell ein neuer Faden benötigt. Sobald ein Ende erreicht ist, wird mit dem neuen Faden einfach weiter gemacht. Aufpassen muss man dabei nur, dass man die selbe Richtung beibehält, wie vorher. Die beiden Enden der Fäden muss man deswegen nicht verknoten. Am einfachsten ist es, wenn das Ende des einen Fadens oben auf dem Ring liegt. Den neuen Faden legt man direkt daneben und führt ihn unter dem Ring entlang durch das Loch wieder nach oben. An dieser Stelle noch einige Wicklungen und es kann sich nichts mehr lösen.
Möchte man bunte Bommeln haben, dann wechselt man mit jedem Faden auch die Farbe. Selbst unterschiedliche Wollgarne kann man in einer Bommel verarbeiten. Nur auf die gleichmäßige Verteilung beim Wickeln muss man achten. Das Loch sollte also immer mittig bleiben beziehungsweise der Ring gleichmäßig dick umwickelt werden.

Wolle um Pappringe wickeln (Bild: Sabine Wolfram, Plauen)

Wolle aufschneiden (Bild: Sabine Wolfram, Plauen)

Die Bommel fertig stellen

Bommel aufschneiden

Hat man so viel Wolle verarbeitet, dass das Loch in der Mitte verschwunden ist, dann muss man mit dem Aufschneiden beginnen. Dazu einfach an der äußersten Stelle beginnen und die Fäden durchtrennen. Arbeitet man sich soweit zu den Pappringen durch, kann man diese als Hilfsmittel nutzen, um genau dazwischen die Wollfäden zu durchschneiden. Dabei biegt man die freiwerdenden Ringe etwas auseinander, was die Sache wesentlich erleichtert. Hat man alle Wollfäden durchtrennt, lege ich zwei Wollfäden zwischen die Pappringe. Es würde zwar auch ein Stück Wolle reichen, aber die Gefahr, dass der Faden beim Festziehen reißt, ist dabei doch recht hoch. Mit zwei Fäden verringert sich die Gefahr erheblich. Also beide Enden der Fäden mit einem Knoten fest um die durchtrennten Fäden ziehen und danach mit einem zweiten und bei Bedarf auch dritten Knoten fertig stellen.
Die Pappe wird nun an einer Stelle aufgeschnitten oder gerissen, um sie komplett zu entfernen. So ist die Bommel grob fertig gestellt.

Die Bommel frisieren

Nun erfolgen die letzten Arbeiten an der Bommel. Zuerst sorgt man dafür, dass alle Wollfäden gleichmäßig verteilt sind. So wird die Bommel schön rund. Allerdings werden Sie nun feststellen, dass einige Fäden werden etwas länger sind, als die anderen. Diese Unregelmäßigkeiten werden ausgeglichen indem man mit der Schere der Bommel zu Leibe rückt. Damit wird die Bommel dann frisiert, weil man hier und da die überstehenden Enden wegschneidet. Eben wie ein Friseur, der die Spitzen der Haare verschneidet. Ist man mit seinem Ergebnis zufrieden, kann man die Bommel dort anbringen, wo man sie haben will. Die Fäden, die man nach dem Aufschneiden zum festziehen genutzt hat, werden dabei auch zum Befestigen gebraucht. Soll eine Bommel nirgends angebracht werden, schneidet man sie beim Frisieren einfach mit ab.

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