Einiges über den Waldmeister

Waldmeister ist eine pflegeleichte genügsame Pflanze, die am häufigsten in Mitteleuropa zu finden ist. Besonders gut gedeiht der geruchlose Waldmeister auf feuchten nährstoffreichen Böden und schattigen Stellen in Mischwäldern. 

Der frische Duft entwickelt sich erst, wenn der Waldmeister anfängt zu welken. Bei diesem Prozess entwickelt sich das typisches Aroma, welches durch Cumarin freigesetzt wird. Gesammelt wird die ganze Pflanze. Die sich erst kurz vorm Verwelken entwickelnde Blüte kann mit verwendet werden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 10 bis 20 cm.

Waldmeister im eigenen Garten

Waldmeister ist eine winterharte Pflanze und kann mehrere Jahre alt werden. Möchten Sie Waldmeister im Garten kultivieren, suchen Sie dafür einen feuchten schattigen Standort unter hohen Hecken oder Bäumen. Direkte Sonnenbestrahlung mag der Waldmeister nicht. Im September oder Oktober sollte der Waldmeister ausgesät werden. Hierfür ziehen sie eine Rille von etwa 0,5-1 cm Tiefe und legen die Samenkörner in Abständen von 10 - 20 cm hinein. Darüber streuen Sie etwas Erde, und decken diese zusätzlich mit Laub oder Torf ab. 

Dann lassen Sie der Natur freien Lauf. Weitere Pflege ist nicht notwendig. Der Waldmeister vermehrt sich von allein. Für die Bestäubung sorgen die Bienen.

Möchten Sie den Walmeister selbst vermehren, graben Sie im Herbst etwas von dem Waldmeister aus, und teilen Sie den Wurzelballen. Die Pflanze nimmt dadurch keinen Schaden. Suchen Sie einen neuen Standort, und setzen die Wurzeln nicht zu tief in angefeuchteter Erde.

Um zu ernten müssen sie ein wenig Geduld haben. Je nach Standort ist die kurze Erntezeit ab April bis in den Juni, erst im zweiten Jahr zu erwarten.

Waldmeister kann vielseitig eingesetzt werden

  • Am beliebtesten ist die Verwendung in der Küche. Ohne Aromaverlust können Sie den Waldmeister sehr gut einfrieren. Verzehren Sie zu viel davon, können leichte Vergiftungserscheinungen ausgelöst werden, die sich mit Kopfschmerzen bemerkbar machen.
  • Waldmeister kann lange Zeit sein Aroma erhalten und ist zur Beruhigung als Duftsäcken sehr beliebt. 
  • Waldmeister wird auch in Beruhigungstees mit verwendet.
  • Um Motten und Insekten zu vertreiben, hängen Sie Waldmeister zusammengebunden in den Schrank. 

Duftkissen

Um ein kleines Duftkissen oder Säcken selbst herzustellen, brauchen Sie nicht viel Geduld und Zeit. Nehmen Sie einen kleinen Leinenbeutel oder Ähnliches, und füllen diesen mit Waldmeister. Nach und nach geben Sie immer wieder verschiedenen aromatischen Blüten dazu. Lavendel und Rosenblätter eignen sich besonders gut. Wenn Sie genügend eingefüllt haben, nähen Sie das Säckchen zu. Für frischen Duft im Kleiderschrank aufbewahrt, oder zur Beruhigung unter ihr Kopfkissen.

Sehr dekorativ ist auch eine Schale mit einer Blütenmischung. Die jederzeit neu gestalten werden kann.

Alma, am 02.04.2012
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