Zuerst die neue Wohnung


Bevor man einen Umzug wirklich planen kann, muss erst mal eine neue Wohnung vorhanden sein. Auch hier gilt es sich gut vorzubereiten. Denn neben Einkommensnachweisen wird auch sehr oft eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangt. Diese muss man von seinem aktuellen Vermieter ausstellen lassen. Doch manche Vermieter stellen sich da leider taub und reagieren nicht auf Anschreiben. Da nützt es vorerst auch nicht viel, wenn man per Einschreiben die Unterlagen angefordert hat. Denn das beweist nur, dass man einen Brief geschickt hat. Dem potentiellen neuen Vermieter kann man die Kontoauszüge anbieten, die auch aufzeigen, dass man immer pünktlich bezahlt hat.


Ist dann die neue Wohnung gefunden, muss die alte Wohnung gekündigt werden. Dazu sollte man die Kündigungsfrist von drei Monaten für den Mieter nicht vernachlässigen. Auch muss die schriftliche Kündigung zum dritten Werktag eines Monats eingehen, damit sie auch fristgerecht anerkannt werden kann. Wer also zu Ende September umziehen will, der muss bis spätestens zum 3. Juli gekündigt haben. Aber bitte auch erst kündigen, wenn für die neue Wohnung der Vertrag schon unterschrieben ist.

Was muss geplant werden?


Zuerst mal der Umzug selbst. Will man eine Firma beauftragen für den Transport des Hausrates, so ist es ratsam, wenn man schon zu Beginn der Wohnungssuche Anfragen stellt, wie lange vorher gebucht werden muss. In Regionen, wo sehr viel umgezogen wird, gibt es teilweise Wartezeiten von mehreren Monaten. Aber man kann seinen Umzug auch ausschreiben. Diverse Portale stehen da zur Verfügung. Ich selbst habe meinen vorletzten Umzug über MyHammer ausgeschrieben. Ich brauchte am neuen Wohnung nur Helfer, die mir meinen Hausrat in die Wohnung tragen. Die beauftragte Firma hat damals sehr zuverlässig gearbeitet.


Hat man dagegen Helfer aus dem Umfeld, so wird zumindest ein größeres Fahrzeug benötigt. Muss man das anmieten, sollte vorher geprüft werden, dass man auch einen Fahrer hat und rechtzeitig die Buchung bei einem Autovermieter tätigen. Zu diesem Zeitpunkt kann man auch schon beginnen Kartons und Kisten zu organisieren. Sachen die nicht mehr benötigt werden, können auch schon eingepackt werden.
Auch die Dienstleister, wie Telefonanbieter, sollte man jetzt schon kontaktieren. Denn der Telefonanschluss muss entweder gekündigt werden, wenn man dabei sogar wechseln will oder es wird ein Techniker vor Ort benötigt, der die Umstellung vornimmt. Je früher man sich hier meldet, desto sicherer kann man sein, dass der Wunschtermin auch gebucht werden kann.


Der Umzug selbst


Die Zeit bis zum Umzug geht schnell vorbei. Nutzen Sie die Zeit um gleich ordentlich auszumisten. Ich selbst habe mich beim letzten Umzug von sehr vielen Sachen getrennt. Besonders der Kleiderschrank hat nun wesentlich mehr Luft, weil bei allen Familienmitgliedern sehr viel aussortiert worden ist. Aber auch bei anderen Dingen im Haushalt haben wir kräftig verringert. Was man selbst nicht benötigt, aber doch zu schade zum entsorgen ist, kann verkauft oder verschenkt werden. Entsprechende Portale oder gar Trödelgruppen in den sozialen Netzwerken stehen reichlich zur Verfügung. Diese Einnahmen fangen auch die Umzugskosten ein wenig auf. Und vergessen Sie nicht immer wieder einzupacken. Dabei können auch Schränke oder Regale schon abgebaut werden, damit man genug Platz für die vollen Kisten hat.


Am Umzugstag selbst sollte man seine Helfer, sofern es keine Profis sind, einweisen. Wenn man im selben Ort umzieht, ist es sinnvoll einen Plan zu haben, in welcher Reihenfolge die alte Wohnung geleert wird. Wir selbst haben zuerst die Küche umziehen lassen, damit dann auch für die Helfer ein Mittagessen gemacht werden konnte. In der neuen Wohnung wurden dann die ankommenden Möbel und Kisten gleich nach Zimmern verteilt. Also alles was Schlafzimmer war, wurde auch ins Schlafzimmer gestellt. Deswegen Kartons beim Packen gleich beschriften. Nicht das die guten Sektgläser am Ende im Kinderzimmer stehen.


Was ist nach dem Umzug zu tun?


Neben dem Aufstellen der Möbel und Kartons auspacken, müssen auch noch einige Wege erledigt werden. Als erstes muss man zum Einwohnermeldeamt. Entweder haben Sie von ihrem neuen Vermieter eine Bescheinigung in Papierform bekommen oder es wird elektronisch gemeldet. Auf dieser Bescheinigung sind alle Personen vermerkt, die in die Wohnung eingezogen sind. Und diese Personen müssen auch bei der Meldestelle vorstellig werden. Es wird zwar oft die Aussage getroffen, dass ein neuer Mieter alle anderen Mitmieter ummelden darf, aber genauso oft gibt es dann vor Ort auch Probleme und die Aussage, dass man alle Personen sehen will. Also lieber gleich zusammen hingehen.


Auch die Zustellung für Briefe sollte man nicht vergessen. Nur wird ja nicht mehr alles mit der deutschen Post zugestellt und ein Nachsendeauftrag bringt nicht alle Briefe zur neuen Adresse. Wir selbst haben uns daher diesen Nachsendeauftrag gespart und wichtige Vertragspartner selbst informiert. Kataloge und Werbung darf auch gerne zurück gehen, da diese Dinge nicht wichtig so wichtig sind.


Weitere Ummeldungen müssen bei folgenden Unternehmen vorgenommen werden:


Banken und Bausparkassen
Versicherungen
Handyanbieter
Auto, Motorräder bei der KfZ-Zulassungsstelle
Kranken- und Rentenkasse
Finanzamt, eventuell Gewerbeamt
Agentur für Arbeit, Kindergeldkasse
Versorger, wie Stromanbieter
Arbeitgeber, bei Kindern die Schule oder Kindergarten
Vereine
Abonnements für Zeitungen
Kunden- und Kreditkarten


Man hat also auch nach einem Umzug noch reichlich zu tun. Und teilweise wird man selbst nach Monaten noch merken, dass man jemanden vergessen hat. Wozu dann auch manchmal die Verwandtschaft gehört, denen man die neue Anschrift, sofern sie beim Umzug nicht geholfen haben, auch mitteilen sollte.

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