Welche Flecken kann man wie entfernen?

Die vermutlich am häufigsten vorkommenden Flecken auf Polstermöbeln sind verursacht durch Flüssigkeiten (meist Getränke) oder Schokolade. Wenn es sich nur um kleine Flecken handelt, sollte man diese am besten immer sofort behandeln, solange sie noch feucht sind. Dafür nimmt man am besten ein sauberes und saugfähiges Tuch und tupft (nicht reiben!) die Stelle damit ab. Wenn man das Gröbste abgetupft hat, nimmt man ein feuchtes Tuch und wischt mehrmals langsam vom Rand des Flecks zur Mitte hin. Ein paar Tropfen gewöhnlichen Spülmittels helfen dabei. Dies gilt für »gewöhnliche« Flecken wie Wein, Cola oder Ketchup. Bei Blut oder Urin sollten sie auf keinen Fall Reiben und auch nur kaltes Wasser verwenden.

Das gleiche gilt für Flecken durch Eier. Um unschöne Ränder zu vermeiden empfiehlt es sich zudem, nach der erfolgreichen Entfernung des Flecks mit einem ganz leicht feuchten Tuch (oft als nebelfeucht bezeichnet) die ganze Fläche gleichmäßig abzuwischen.

Nicht immer ist einen Reinigung mit Hausmitteln möglich, etwa wenn säurehaltige Flüssigkeit die Ursache sind. Hier sollte man nicht selber Hand anlegen, sondern einen Fachmann zu Rate ziehen.

Welche Mittel eignen sich für die Polsterreinigung?

Generell ist destilliertes Wasser die erste Wahl zur Reinigung von Polstermöbeln, da dies keine Ränder verursacht. Seife, ein sehr beliebtes Hausmittel, sollte auf keinen Fall verwendet werden, da das Fett in die Polstermöbel eindringt.

Wichtig ist, bevor man sich an die Schadensbehebung macht, die Pflegehinweise der Hersteller anzusehen. Stoffe aus Baumwolle und Leinen sehen schön aus sind aber deutlich schwieriger zu reinigen als etwa Mikrofaser. Bei einem uni-farbenen Bezug fallen wiederum Flecken deutlich mehr auf, als bei einem gemusterten – eine Überlegung, die man bereits beim Kauf anstellen sollte.

Um die Polstermöbel sauber zu halten gehört das regelmäßige Absaugen mit einer Polsterdüse zum Standardprogramm. Haare, Schuppen und Krümel (auch zwischen den Polstern) lassen sich so am leichtesten entfernen. Bei Mikrofaser, Velours und ähnlichen Materialien, sollte die Saugleistung dabei nicht allzu hoch eingestellt sein.

Ideal ist es, wenn die Bezüge abgenommen und gewaschen werden können, wobei darauf zu achten ist, was in den Unterlagen steht, bzw. ob Pflegehinweise irgendwo eingenäht sind. Manche Hersteller verwenden Reißverschlüsse als günstige und schnellere Alternative zur letzten Naht. Somit ist ein Reißverschluss alleine noch kein Garant für Waschbarkeit.

Wenn sich der Bezug nich abnehmen lässt, so eignet sich auch ein Dampfreiniger mit entsprechender Düse sehr gut, da sich mit ihm die Fläche gleichmäßig und schonend säubern lässt. Der Vorteil hierbei liegt auch darin, dass die mechanische Reinigung durch Reiben minimiert wird und Schmutz nicht zusätzlich tiefer in den Stoff gerieben wird.

Laden ...
Fehler!