Das ist doch nur eine Eintagsfliege!

FliegenkopfDer Name der Eintagsfliege lässt eigentlich nur eines vermuten, nämlich dass der kleinen Fliege nur ein Tag auf der Erde vergönnt ist. Aber stimmt das überhaupt? Um diese Frage zu beantworten, muss man einen Blick auf den einzigen Zweck werfen, den das Insekt in seinem kurzen Leben zu erfüllen hat. Die Fortpflanzung. Der Sinn des Lebens besteht für die Eintagsfliege einzig und allein in der Fortpflanzung. Hat sie diese Lebensaufgabe erfüllt, stirbt die Fliege. Die Männchen sterben nach der Begattung. Die Weibchen beenden ihr Leben, wenn sie ihre Eier abgelegt haben. Pflanzt sich die Eintagsfliege nicht fort, kann sie deshalb theoretisch bis zu einen Monat lang überleben. Ein Fall, der außerordentlich selten vorkommt. Wesentlich häufiger dauert das Leben der Fliege nicht einmal einen Tag, bis sie nach wenigen Minuten oder Stunden ihren Lebenszweck erfüllt hat und ihr Leben damit beendet. Eine Eintagsfliege erlebt also tatsächlich selten einen zweiten Tag auf der Erde.

Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!

Wie Hühner sehen, ist eine faszinierende Angelegenheit. Durch die seitlich am Kopf sitzenden Augen haben die Hühner keine Tiefenwahrnehmung und kein binokulares Sichtfeld. Dadurch sind die gefiederten Tiere nicht in der Lage, dreidimensional zu sehen oder Entfernungen einzuschätzen. Das Huhn muss deshalb permanent mit seinem Kopf wackeln, um einen Gegenstand abwechselnd mit  beiden Augen sehen zu können. Die beiden einzelnen Bilder des rechten und linken Auges werden dann im Kopf des Huhns zu einem einheitlichen Bild zusammengefügt. Diese außergewöhnliche Technik funktioniert so hervorragend, dass lange davon ausgegangen wurde, dass das Huhn keine gut ausgeprägten Riech-Fähigkeiten benötigt. Diese Ansicht konnte das Max-Planck-Institut in Seewiesen 2010 allerdings widerlegen. Die Wissenschaftler stellten dort in einer Studie fest, dass Hühner 570 Gene besitzen, durch die sie riechen können. Im Vergleich: Der Mensch besitzt 1000 dieser Gene, von denen allerdings nur die Hälfte wirklich aktiv sind. Beim Huhn sind 80% dieser Geruchsgene aktiv, die es nutzt, um Futter zu finden und Feinde rechtzeitig aufzuspüren. Das Huhn kann tatsächlich so gut riechen, dass es seine Augen zum Finden von Fressen nicht unbedingt benötigt. Es ist also alles andere, als ein Zufallstreffer, wenn ein blindes Huhn auch mal ein Korn findet.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!

Eigentlich habe Krähen, die zur Gruppe der Rabenvögel gehören, bei uns keinen besonders guten Ruf. Geht es allerdings um den Zusammenhalt in einer Gruppe, werden die schwarzen Vögel als Beispiel genannt, denn eine Krähe würde einer anderen doch nie ein KräheAuge aushacken. Stimmt das wirklich?  Fakt ist, dass die Krähen verspielte Kreaturen sind, die einen durchaus liebevollen Umgang miteinander pflegen können. So säubern sie einander beispielsweise gegenseitig das Gefieder. Trotzdem gibt es keine wirkliche Solidarität unter den Vögeln. Sie bilden zwar teilweise Schwärme, die gemeinsam durch die Lande ziehen, aber wenn es ums Fressen geht, hört der Zusammenhalt unter den Krähen auf. Wittern die schwarzen Vögel die Chance auf Nahrung, beginnen Machtkämpfe, die in Rangeleien ausarten können. Diese Kämpfe können dann doch mal ins Auge gehen. Krähen verletzten sich gegenseitig nicht absichtlich an den Augen, vorkommen tut es aber dennoch, womit die schöne Vorstellung von den Vögeln mit Gemeinschaftssinn teilweise widerlegt ist.  

Wer Trauer heuchelt, weint Krokodilstränen - Können Krokodile überhaupt weinen?

Eigentlich ist es unvorstellbar, dass ein unbarmherziges Raubtier, wie das Krokodil tatsächlich weinen kann und dennoch, Krokodile weinen tatsächlich. KrokodilDas Weinen der Reptilien hat allerdings relativ wenig mit unserer Vorstellung vom Weinen zu tun und schon gar nicht ist es ein Ausdruck von Traurigkeit. Die Augen der Raubtiere beginnen immer dann zu tränen, wenn sie ihre Nahrung verspeisen. Warum dies so ist, konnten die Forscher bislang noch nicht vollständig klären. Vermutlich werden die Kiefer der Krokodile beim Verschlingen von großer Beute mit einer solchen Macht auseinander gepresst, dass der Druck auf die Tränendrüse zu stark wird. Die Tränendrüsen werden zusammengedrückt und die gesammelte Tränenflüssigkeit entweicht. Fest steht wohl, dass das Krokodil nicht aus Trauer um das Opfer weint, dass es gerade verspeist, weshalb die Krokodilstränen eine überaus passende Metapher für geheuchelte Trauer sind.

Kuriositäten aus der Tierwelt - Warum der Specht kein Kopfweh bekommt oder sich Tiere versammeln
Warum kriegt der Specht kein Kopfweh?: Geheimni...Die Geheimnisse der Tierwelt: Erstaunliche Über...1, 2, 3 - ganz viele!: Warum Tiere sich versamm...
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Das Auto vor einem kriecht im Schneckentempo daher - Aber wie schnell ist denn nun das Schneckentempo?

SchneckeDie bekannteste Schneckenart der Welt, ist auch gleichzeitig die schnellste Schnecke an Land. Die Weinbergschnecke ist sozusagen der Usain Bolt unter den Schnecken. Ist sie erst einmal voll in Fahrt, bringt sie es auf beachtliche 0,0036 Kilometer pro Stunde und hängt damit die meisten der etwa 25.000 anderen Landschneckenarten locker ab. Etwa 3 Meter bewegt sich das Tier also in einer Stunde voran. In einer Nacht kann sie damit immerhin stolze 25 Meter zurück legen. Nicht annähernd mithalten, kann die Weinbergschnecke jedoch mit ihrer Verwandten, der Wattschnecke. Die Wattschnecke kann die schier unglaubliche Geschwindigkeit von 6 Kilometern pro Stunde erreichen und ist damit schneller, als so mancher Fußgänger. Aber die Schnecke "schummelt" dabei auch ein bisschen. Will sie eine größere Strecke zurücklegen, löst sie sich vom Boden des Wattenmeers ab und verlässt sich darauf, dass die Flut sie mit sich trägt. Eine schlaue Taktik, die dafür sorgt, dass das Schneckentempo doch gar nicht mal so langsam ist.

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