Material und Zubehör


Gebraucht wird natürlich Wolle. Für eine Babymütze reicht ein Knäuel Wolle mit 50 Gramm. Für Kinder und Erwachsene muss man schon 100 Gramm Wolle kaufen, wobei immer etwas übrig bleiben wird. Den Rest kann man für eine Bommel verwenden.
Weiterhin werden Stricknadeln benötigt. Den Anfang arbeitet man mit einem Nadelspiel. Also fünf einzelne Stricknadeln einer Länge und Stärke. Ich arbeite fast alle Mützen mit der Größe 3 oder 3,5. Für Babymützen wird auch ein Nadelspiel ausreichen. Größere Mützen arbeitet man später über eine Rundstricknadel weiter, wenn man genug Maschen zusammen hat. Dafür reicht die Variante mit 40 Zentimeter Länge, damit man die Mützen gut in Runden stricken kann. Eine Schere und eine Stopfnadel wird auch benötigt.


Beginn mit dem Nadelspiel


Bevor man mit der Mütze beginnt, muss man natürlich wissen, wie viele Maschen man benötigt, damit am Ende alles passt. Dazu wird eine Maschenprobe gemacht. Dazu werden 10 bis 15 Maschen aufgenommen und einige Reihen damit gestrickt. Ich selbst messe immer pro Zentimeter und nehme diese Zahl mal dem Kopfumfang. Habe ich also 2,5 Maschen pro Zentimeter und einen Kopfumfang von 52 Zentimeter, dann ergibt das 130 Maschen. Da Wolle sich meist etwas dehnt, was man bei dem Stück für die Maschenprobe ja schon erkennt, ziehe ich noch vier bis sechs Maschen ab. So muss ich in diesem Beispiel auf 124 bis 126 Maschen kommen. Danach kann man mit der Mütze beginnen.


Nehmen Sie einfach auf eine der Nadeln acht Maschen auf. Diese werden dann zu je zwei Maschen auf vier der Nadeln vom Nadelspiel verteilt und zur Runde geschlossen. Für Ungeübte ist es am Anfang ein wenig Mühsam, da man auch darauf achten muss, dass sich die Maschen vorher nicht verdreht haben. Direkt in der ersten Runde beginnt man auch mit der Aufnahme weiterer Maschen. Dazu gibt es mehrere Varianten. In der ersten Runde ist es sinnvoll, wenn man nur eine Masche pro Nadel mehr aufnimmt. Das wird durch Umschläge realisiert, die man jeweils zwischen die zwei vorhandenen Maschen setzt.
Normal liegt der Arbeitsfaden aus Sicht der strickenden Person hinter den Nadeln. Einen Umschlag erzeugt man, wenn man einfach nur mit der rechten Stricknadel den Arbeitsfaden vor die Stricknadel legt und dann die zweite Masche einfach abstrickt. In der Folgerunde werden aus den Umschlägen richtige Maschen. Strickt man einen Umschlag einfach ab, wie er erscheint, entsteht mit weiteren Zunahmen ein Lochmuster. Sticht man mit der rechten Stricknadel unterhalb der linken Stricknadel in den Umschlag, so strickt man verschränkt ab und es wirkt später wie eine normale Masche.


Nun haben wir nach den beiden Runden insgesamt 12 Maschen und brauchen 124. Es folgt also eine stetige Zunahme. Dazu werden in der 3. Runde immer insgesamt acht Maschen zugenommen. Also pro Stricknadel zwei Umschläge, die zwischen den vorhandenen Maschen liegen. In jeder Folgerunde werden die Maschen und Umschläge nur abgestrickt. Nach vier Runden sind jetzt 20 Maschen auf dem Nadelspiel. Nimmt man weiterhin acht Maschen pro Zunahmerunde zu, hat man nach insgesamt 26 Runden die 124 Maschen erreicht. Sobald man zu viele Maschen für das Nadelspiel hat, wechselt man auf die Rundstricknadel. Damit man immer weiß, wo die Runde neu beginnt, nehme ich eine Schlaufe aus Wolle einer anderen Farbe. Diese wird einfach auf die rechte Nadel gelegt und dann nur abgehoben beim Stricken.

Maschen abketten und Mütze fertig stellen


Für die Höhe der Mütze rechnet man immer ein Drittel vom Kopfumfang. Bei den oben genannten 52 Zentimetern muss die Mütze also insgesamt mindestens 17 Zentimeter hoch werden. Nun stellt sich die Frage, ob ein normaler Bund oder ein Rollbund den Abschluss bilden soll. Bei einem normalen Bund mit rechten und linken Maschen beginnt man diesen ab etwa 15 Zentimetern. So ergibt das einen Bund von zwei Zentimetern, bevor man die Maschen abkettet. Will man einen Rollbund, so wird bis zum Abketten einfach normal gestrickt. Nach dem Abketten rollt sich die Mütze von allein ein Stück ein. Dabei sollte man aber einen Zentimeter mehr stricken, so dass die Mütze insgesamt 18 Zentimeter hoch wird.
Nach dem Abketten werden nur noch die Fäden vernäht und schon ist die Mütze fertig. Soll es eine Hängemütze werden, die eben am Hinterkopf ein Stück nach unten hängt, muss man etwa 25 bis 30 Zentimeter Höhe rechnen. Je nach dem wie weit die Mütze nach unten hängen soll.

 

Die Bommel

Wer seine neue Mütze mit einer Bommel versehen möchte, findet in diesem Artikel eine Anleitung dazu. Den Faden, der dazu dient, die einzelnen Fäden fest zusammen zu halten, wird zur Befestigung an der Mütze genutzt. Dazu die beiden Fadenenden jeweils an zwei verschiedenen Stellen in der Nähe des Beginns nach innen gezogen. Innen werden die Fadenenden dann mehrfach verknotet, damit die Bommel auch gut sitzt.

 

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