Update Juli 2016 Der Tigerhai

Text siehe weiter unten.

Grundlegendes

Die Wissenschaft unterscheidet etwa 500 Haiarten (1). Die Fachleute sagen auch nur Hai dazu, nicht Haifisch. Dies ist der umgangssprachliche Ausdruck. Der Begriff selbst stammt aus der isländischen Sprache und bedeutet "Haken".

 

Haie in Island?
Da stutzt der Leser zum ersten Mal. Er würde den Hai eher nach Kalifornien verorten, dort wo die Filme über den weißen Hai gedreht wurden.
Aber es warten noch andere Überraschungen auf den Leser.

Etwas Biologie

Der Hai gehört zur Klasse der Knorpelfische. Dem Gourmet ist der Ausdruck "Gräten" eher geläufig. Auch eine Haifischflossensuppe hat der Weltenbummler vielleicht schon einmal probiert.
Knorpelfische unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von Knochenfischen.
Knorpel bilden ein sehr elastisches Gewebe, während Knochen fest, also in sich weniger beweglich sind. Knorpelfische können entscheidend größer werden als Knochenfische. Dies liegt am Eigengewicht, das ab einer gewissen Größe dem Körper eine natürliche Grenze beschert.

Riesige Räuber

Aus diesem Grund, dem Knorpelgerüst, gibt es also bei den Haien Exemplare mit sehr beeindruckender Erscheinung.
Ein Standard-Hai misst in der Regel ein bis zwei Meter. Der Walhai kommt dagegen schon auf eine Länge von bis zu vierzehn Meter und auf ein Gewicht von maximal zwölf Tonnen. Die Begegnung eines Tauchers mit einem Walhai kennt möglicherweise dann auch den Begriff der Schrecksekunde sehr genau.

ein Haifisch, der hat starke Zähne (Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com)

Es gitb auch Zwerg-Haie wie auf diesem Foto (Bild: outdoorcanada/ pixabay.com)

Es gibt allerdings auch Mini-Haie. Einige, in der Fachsprache genannte Zwerghaie, werden ganze zwanzig Zentimeter lang und wiegen dann etwa 150 Gramm. Das kann auf einem Foto dann schon recht lustig aussehen.

400 Millionen Jahre Entwicklung

Biologen können den Stammbaum der Knorpelfische bisher nicht lückenlos zurückverfolgen. Einzelne Haizähne lassen offenbar auf einen Zeitraum von vierhundert Millionen Jahren schliessen.

Der Lebensraum. Die Lebensweise und die Gebiete der Haie und ihrer Verwandten, der Rochen, wurden erst in den letzten circa fünfzig Jahren intensiver erforscht. Haie bevorzugen küstennahe Gewässer als ihr Jagdrevier. Rochen finden die Forscher auch oft in Hochseegebieten. Der Hai und der Rochen gehören zu gefährdeten Tierarten.

Ernährungsgewohnheiten. Walhaie und Riesenmaulhaie ernähren sich vornehmlich von Plankton und kleinen Meerestieren. Sie öffnen ihr Riesenmaul und lassen das Wasser durch spezielle Kiemenöffnungen fließen. Dort werden die nahrhaften Bestandteile zurückbehalten und verdaut.

Ein Großhai - Planktonfresser (Bild: lizzybeth/ pixabay.com)

der Orca ist eine Wal-Art (Bild: Hans/ pixabay.com)

Opfer und Fressfeinde. Die uns mehr bekannten Haiarten sind Jäger. Sie verzehren Fische, Pinguine und ähnliche Meeresbewohner. Aus der Jagd auf Menschen resultieren fünf Todesopfern durch Haiangriffe weltweit pro Jahr.
Die ärgsten Feinde des Hais sind die Orca, bekannt aus einem gleichnamigen Film. Dies ist eine Walart, genauer gesagt ein Schwertwal (3). Er wird wegen seiner prägnanten Rückenflosse so bezeichnet.

Der Hammerhai

Wegen ihrer auffälligen Kopfform ist die Familie der Hammerhaie sehr bekannt. Die Verbreiterung stellt für Fische eine recht atypische Ausprägung dar. Biologen nehmen an, dass diese Kopfform unter anderem das visuelle Wahrnehmungsfeld der Tiere vergrößert. Die Augen des Hammerhais sitzen dann auch seitlich am Ende des Kopfes.

der Hammerhai hat eine raffinierte Anordnung der Augen (Bild: goranmx/ pixabay.com)

Der weiße Hai

Als besonders gefährlich gilt diese Haiart für den Menschen. Der Name bezieht sich auf die auffallend hell gefärbte Bauchseite des Tieres. Der weiße Hai hält sich bevorzugt in Küstengewässern auf. Seine Länge beträgt im Mittel um die vier Meter. Dieses Tier erkennt der Schwimmer durch einen spitz zulaufenden Kopf mit den typisch schwarzen Knopfaugen, die den Hai derart gefährlich aussehen lassen. Durch gezielte Jagd, aber auch durch die häufige Verwicklung in Bodenschleppnetze ist diese Haiart in seinem Bestand besonders gefährdet.

der weiße Hai ist ein gefährlicher Jäger, ein Predator (Bild: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com)

Der Tigerhai

Der Tigerhai hat seinen Namen nach den Tigermustern an den Seiten bekommen. Allerdings haben nur Jungtiere diese Tarnmuster (*).
Der Tigerhai "soll" bis zu sieben Meter lang werden. Damit ist er in etwa so groß wie der weiße Hai.
Er atmet auch als einzige Haiart nicht über Kiemen sondern über Sauglöcher (*). Daran erkennen die Haiforscher, dass es sich bei dem Tigerhai um bodenlebende Tiere handelt. Die Saugöffnung liegt nicht unterhalb des Maules, sondern hinter den Augen. Damit hat die Evolution vorgesorgt, dass diese bodenlebenden Tiere nicht ständig Sand oder andere aufgewirbelte Stoffe bei der Atmung aufnehmen.
Es ist schon interessant festzustellen, welche verschiedenen Formen des Lebens die Natur auch bei den Haien hervorgebracht hat.

(*) Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tigerhai

(Bild: 594wangliang)

Der Super-Hai

Vor 15 Millionen Jahren gab es eine Haiart namens Megalodon. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Großer Zahn". Dieses Wesen erreichte eine Länge von bis zu zwanzig Metern. Dies entspricht nach heutigen Maßstäben den Ausmaßen eines LKW mit großem Anhänger. Informationen zu diesem imposanten Räuber werden hauptsächlich auf Zahnfunde zurückgeführt. Dieses Ungetüm wurde als Prädator bezeichnet. Ihm wurde die Sonderbezeichnung Spitzenprädator (2) zugebilligt. Er ernährte sich wahrscheinlich hauptsächlich von Walen.

Warum ist dieser scheinbar unbezwingbare Räuber dennoch ausgestorben? Drei Gründe werden dafür vermutet:

  • das Aussterben bestimmter Walarten, die ihm als Nahrung dienten
  • die Abkühlung der Meere ließ auch weitere Beutetiere des Megalodon aussterben
  • oder es sind Walarten entstanden, die schneller wurden und ihm entfliehen konnten.

Haie oder kleine Fische – für das Überleben gilt überall das gleiche Prinzip in der Natur: schneller - höher - weiter.

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Autor seit 2 Jahren
180 Seiten
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