Wasser bedeutet Leben

Die Begründer aller alten Kulturen haben ihre ersten Lagerstätten an Wasserläufen angelegt.

Alte Kulturen entstanden an Wasserläufen (Bild: KHGraf/ pixabay.com)

Ohne Wasser zu trinken kann der Mensch nur wenige Tage leben. Essen muss er auch. Am Wasser kann die Gemeinschaft Kulturpflanzen anbauen und Tiere erlegen. Der Fluss, die "Lebensader", dient ebenfalls als Transportmittel zum Güteraustausch. Die römische Zivilisation hat über gigantische Aquädukte (lat. Wasserleiter) das kostbare Nass quer durch ihr Imperium geführt.

Der Mensch besteht aus Wasser – zu etwa 70 Prozent. Wenn man ihm die Flüssigkeit dauerhaft und in signifikanter Menge entzieht, so entstehen schwerwiegende Probleme. Dehydrierung droht. Schwindel entsteht und die Muskeln können nicht mehr korrekt bewegt werden. Zahlreiche Ungleichgewichte stellen die Gesamtleistung des Organismus infrage.

Wassermangel hat unzählige Zivilisationen in den Untergang geführt. Die Thematik ist aus der Geschichte wohlbekannt. Aber warum ist Wasser jetzt wieder zu einem Thema geworden?
Dazu muss man die Themenbereiche Wassermenge, Bevölkerungswachstum und globale Verteilung näher betrachten.

Wo kommt das Wasser her?

Vom Himmel hoch? Der Astronaut sieht einen blauen Planeten. Siebzig Prozent der Erdoberfläche sind vom Wasser bedeckt. Leider kann der Mensch dieses Nass nicht trinken. 97 Prozent ist salziges Meerwasser und damit ungenießbar.

Wird das Wasser knapp?

Wird das Wasser knapp? (Bild: schreibspass bei Pagewizz.com)

Es bleiben drei Prozent Süßwasser über. Davon, wohlgemerkt vom Süßwasser, sind circa 0,3 Prozent zugängig und trinkbar. Null Komma drei Prozent. Der interessierte Leser staunt, er wundert sich, und er bekommt vielleicht auch ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Das Eis an den Polen und die Gletscher binden den größten Teil des trinkbaren Wassers. Daher sind lediglich diese schmalen 0,3 Prozent aus den Flüssen und Seen direkt zugängig.

So wenig Trinkwasser? Und wie viele Menschen gibt es zurzeit auf der Welt? Etwa acht Milliarden. Wie viel Liter Wasser benötigt ein Mensch pro Tag? Circa 120 Liter in den industrialisierten Ländern. Davon werden pro Tag 1-2 Liter getrunken. Der Rest wird für die Körperpflege, für das Kochen und für sanitäre Zwecke verwendet. 
In zahlreichen Statistiken werden verschiedene Mengen an Wasser pro Kopf aufgeführt, die ein Mensch braucht, um gesund zu leben. Am Ende stellt sich heraus, dass bis zu einem Viertel der Weltbevölkerung bereits heute unterversorgt ist.
Andererseits wird wieder behauptet - und nachgewiesen - dass es noch genug trinkbares Wasser für alle Erdbewohner gibt. Allerdings ist die Verteilung des Wassers ungleichgewichtig. Dies stellt ein riesiges Transportproblem für die unterversorgten Regionen dar.

Wie entsteht Wassermangel?

Durch den Klimawandel verändert sich die Verteilung der Niederschläge. Gleichzeitig verlieren die Böden durch menschliche Eingriffe, wie die Entwaldung, ihre Fähigkeit der Rückbehaltung des Regenwassers. Diese Böden erodieren und das Land trocknet aus. Ganze Landstriche vertrocknen, während in anderen Regionen noch trinkbares Wasser im Überfluss bereitsteht.

Die Verstädterung zieht immer mehr Menschen in ihren Einflussbereich. Dadurch steigt dort der Bedarf an Wasser überproportional an. Vorbei sind die Zeiten, als London, Paris und New York als die bedeutenden Millionenstädte auf der Erde galten. In wenigen Jahren wird es bis zu 100 Mega-Cities geben - mit einem enormen Wasserbedarf.

In Südamerika wird teilweise das Wasser heute schon über riesige Zuführungen kilometerweit aus den Anden herbeigeholt.

Wasserkraftwerk Huanza Peru

Wasserkraftwerk Huanza Peru (Bild: tupoyecto/ pixabay.com)

Warum sollte es Konflikte um die Wasser Ressourcen geben?

Einige der bevölkerungsreichsten Länder der Erde beziehen ihr Wasser aus benachbarten Staaten – von bis zu 90%. Ägypten lebt vom Nil, aber 90% der Nilquellen liegen im Sudan. Es gibt zahlreiche ähnliche Situationen, vor allem in Afrika und im Nahen Osten.
Man kann sich vorstellen, was eine Umleitung oder Verteuerung des Rohstoffes durch den Inhaber der Quelle für die Abnehmer bedeuten würde: Konflikte.

 

Wege aus der Krise

Mit etwa Interesse und Geduld finden sich im Internet zahlreiche Ideen zur Wassereinsparung, zum Beispiel:

  • Verbesserter Schutz des Grundwassers durch internationale Überwachung der Emissionen von Betrieben.
  • Nutzung bisher unverbrauchter Meerwasser Ressourcen, zum Beispiel durch Meerwasserentsalzungsanlagen. Diese werden zurzeit als kostspielig bezeichnet. Man arbeitet an kostengünstigeren Lösungen für die Filter und die Antriebsaggregate.
  • Reduzierung des privaten Wasserverbrauches. Einsparungen durch wasserschonenden Umgang bei der Körperpflege. Was ist eine "Navy shower"? Nassmachen-einseifen-abduschen. Auf Kriegsschiffen gibt es naturgemäß weniger Süßwasser als an Land, daher der Begriff.
  • Gartenbesitzer können das Regenwasser auffangen und zu Bewässerungszwecken nutzen.
  • Crowdsourcing Aktivitäten wie zum Beispiel für wassersparende Duschköpfe. Der "User" soll bis zu 70% der Wassermenge beim Duschen einsparen können.
  • Veränderte Anbau-Gewohnheiten. Es soll bald Salat gezüchtet werden, der in einem Aufzuchtwürfel nur zwei Prozent des Wassers im Vergleich zu der entsprechenden Feldfläche zum Wachstum benötigt.
  • Die vermehrte Anlage von Brunnen in Flussnähe. Diese Idee haben die alten Kulturen wie die Sumerer bereits vor 3000 Jahren umgesetzt.

Fazit.

Es gibt im Moment noch genug Trinkwasser auf der Welt. Aber die Ressourcen sind ungleich verteilt – und, eine zunehmende Verknappung ist absehbar. Es gilt, das Thema im Auge zu behalten.

Was hilft? Der Einzelne kann sorgsam mit dem kühlen Nass umgehen – und die Gesellschaft kann sich verstärkt um Innovationen bemühen. Wo ein Wille ist …

 

Textquellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser

 

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