Die wichtigsten Lavendelarten

Es gibt mittlerweile um die 30 verschiedenen Lavendelsorten, die hauptsächlich von drei ursprünglichen und wildwachsenden Arten abstammen:

Da ist zunächst einmal der Echte Lavendel (Lavandula Angustifolia). Die Pflanze wächst am besten in einer Höhenlage zwischen 1000 und 2000 Metern und ist die einzige Sorte, die auch bei uns wirklich winterhart ist. Echter Lavendel hat einen süßen und sehr intensiven Duft, der eine entspannende Wirkung auf die Psyche hat.

Die zweite Hauptsorte ist der Spikelavendel (Lavandula latifolia). Er wächst unterhalb von 600 Metern und besitzt einen kräftigen, aber stechenderen Duft als der Echte Lavendel. Dafür ist die antibakterielle Wirkung von Spikelavendel sehr gefragt.

Der Schopflavendel (Lavandula Stoechas) ist die dritte Ursprungsart. Man erkennt ihn sofort an seinem buschigen Schopf, der oben auf der Blüte sitzt.

Die außergewöhnliche Optik ist wohl auch der Hauptgrund für die Kultivierung von Schopflavendel. Die Pflanze produziert zwar ebenfalls ätherische Öle, diese spielen wirtschaftlich gesehen aber eher eine Nebenrolle.

Der Duft von Schopflavendel ähnelt dem des Spikelavendels, ist allerdings nicht ganz so stechend.

 

Schopflavendel (Bild: LoggaWiggler / Pixabay)

Lavandin - der Duft der Provence

Beim Lavandin handelt es sich um eine natürliche Kreuzung aus dem Echten Lavendel und dem Spike Lavendel.

Aufgrund der großen Ertrags- und Widerstandskraft haben sich der Lavandin und seine zahlreichen Zuchtformen mittlerweile zur dominierenden Sorte auf den Lavendelfeldern der Provence entwickelt.

Als Heilpflanze ist der Lavandin zwar nicht anwendbar, aber für die Parfümindustrie ist er, kommerziell gesehen, die wichtigste Lavendelpflanze.

Lavendelfelder

Lavendelfelder (Bild: WikiImages / Pixabay)

Lavendel als Pflanze kaufen

Lavendel blüht je nach Sorte zwischen Mai und Mitte August. In dieser Zeit bekommen Sie die Pflanzen in jedem Gartencenter, auf dem Wochenmarkt und mitunter auch beim Discounter oder im Baumarkt. Die Preisspanne ist hier enorm und dementsprechend ist auch die Qualität sehr unterschiedlich.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ist natürlich der Gärtner oder das Gartencenter die erste Wahl. Vor allen Dingen, wenn Sie mehrere Pflanzen benötigen und/oder Sie länger etwas von Ihrem Lavendel haben möchten. Hier bekommen Sie fachmännische Auskunft und eventuell auch Sorten, die vielleicht etwas seltener sind.

In den Supermärkten oder Discountern werden Pflanzen meist an einem bestimmten Tag frisch angeliefert, und danach kümmert sich niemand mehr darum. Schauen Sie sich die Pflanzen also etwas genauer an:

  • Machen sie auf Sie einen gesunden und kräftigen Eindruck? Wenn nicht, dann lassen Sie lieber gleich die Finger davon.
  • Sehen Sie sich auch den Wurzelballen an. Er sollte fest und gut durchwurzelt sein und einen erdigen Geruch haben.
  • Wenn die Pflanze im Topf wackelt, ist der Ballen wahrscheinlich schon ziemlich ausgetrocknet.
  • Richt der Ballen muffig, kann es sein, dass er fault.
  • Achten Sie darauf, ob der Topf beschriftet ist. Zumindest sollte der Name der Sorte draufstehen, damit Sie sich weitere Informationen einholen können.

Lavendelöl kaufen

Wie bei allen ätherischen Ölen, gibt es auch bei Lavendelöl gravierende Qualitätsunterschiede. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen

  • naturreinen/naturbelassenen Ölen, die zu 100% aus den Pflanzen gewonnen werden, die ihnen auch den Namen geben.
  • natürlichen Ölen, die ebenfalls ausschließlich natürliche Bestandteile haben, aber nicht zwingend aus der namensgebenden Pflanze.
  • naturidentische Öle, die chemisch hergestellt werden.

Mit Lavendel würzen

Auch wenn Lavendel in erster Linie als Zier- Duft- oder auch Heilpflanze bekannt ist, nimmt er doch immer öfter Einzug in die Küche.

In fertigen Kräutermischungen aus der Provence ist Lavendel zwar in der Regel nicht enthalten, kann diesen aber natürlich nach Belieben zugefügt werden. Lavendel ist sehr würzig und hat ein herbes bis bitteres Aroma.

Man bekommt Lavendelblüten zum Würzen im Reformhaus, aber auch in einigen Supermärkten. Wenn Sie Lavendel zum Kochen selber ernten möchten, empfehle ich Pflanzen aus eigenem Anbau bzw. Pflanzen, bei denen Sie sicher sein können, dass sie nicht gespritzt sind.

Text © Monika Rosenbaum

monros, am 15.08.2014
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