• Cholesterinsteinen, machen einen Großteil aller Gallensteine aus und bestehen und zu mehr als 70% aus Cholesterinklumpen. Der Großteil aller Gallensteine in den westlichen Industriestaaten sind dieser Gattung zuzuordnen.
  • Bilirubin-Pigment-Steinen, welche größtenteils aus Bilirubin bestehen, einem Gallenfarbstoff der beim Umwandeln des Blutfarbstoffs der roten Blutkörperchen entsteht und normalerweise entsorgt wird. Ihr Anteil beträgt rund 12.5% im Vergleich zu den anderen Gallensteinarten.
  • Gemischte Steine, welche ein Mischung aus den beiden anderen Arten darstellen.

Die 6F Regel ist zur Risikoeinschätzung gebräuchlich

  1. Female (Frauen): Die Einnahme von Östrogenen in den Wechseljahren sowie die Einnahme der Antibaby-Pille scheinen Gallensteinbildung zu beeinflussen. Des Weiteren kommt es bei einer von zwanzig Frauen während der Schwangerschaft zu einer Gallensteinbildung. Insgesamt sind Frauen im Vergleich zu Männern ungefähr doppelt bis dreimal so häufig von Gallensteinen betroffen.
  2. Fat (Übergewicht): In den westlichen Industrieländern ist dies der größte Risikofaktor bezüglich der
    Bildung von Gallensteinen. Das Übergewicht tritt meist gleichzeitig mit einem erhöhten Cholesterinspiegel einher, das Risiko für Gallensteine insgesamt verdoppelt.
  3. Forty (40): Mit steigenden Alter steigt das Risiko, von Gallensteinen betroffen zu sein, an. Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko von Gallensteinbildung um rund drei Prozent. Die Hälfte der 70 Jahre alten Frauen haben Gallensteine, wobei Beschwerden erst nach ungefähr einem Jahrzehnt auftreten, da Gallensteine nur sehr langsam anwachsen.
  4. Fertile (Fruchtbarkeit): Mehrere Schwangerschaften erhöhen das Gallensteinrisiko für Frauen.
  5. Fair (blond, hell): Personen mit hellen oder blonden Haaren haben ebenso ein höheres Gallensteinrisiko als dunkelhaarige Personen.
  6. Family (Familie): Es gibt die Vermutung, dass innerhalb von manchen Familien Gallensteine häufiger auftreten als in anderen Familien, was darauf schließen lässt, dass auch die weitervererbten Gene möglicherweise eine Rolle spielen.

Weitere Faktoren, die Gallensteinbildung beeinflussen

Neben den oben genannten Risikofaktoren, wie Alter, Geschlecht, Übergewicht, Geburtenzahl, Haarfarbe, Genetische Faktoren gibt es noch weitere Risikofaktoren.

  • Stoffwechselkrankheiten: Diese Krankheiten, wie Diabetes, erhöhen das Risiko von Gallensteinen, da sie die Konzentration der Galle beeinflussen und es in der Galle dadurch zu einem
    Ungleichgewicht kommt.
  • Ernährung: Sowohl zu cholesterinreiche als auch als ballaststoffarme Ernährung steigern das Gallensteinrisiko, da es dadurch länger dauert, bis die Nahrung verarbeitet wird und mehr Fettstoffe ins Blut gelangen was den Cholesterinspiegel ansteigen.
  • Gallensäuredefizit: Entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Cron oder die Entfernung von Teilen des Darms erhöhen das Gallensteinrisiko, da der Kreislauf der Gallensäure zwischen Leber und Darm nicht mehr richtig funktioniert und für den Fettstoffwechsel wichtige Gallensäuren verloren gehen, welche von der Leber nicht ausreichend ersetzt werden kann. Dies führt wiederum zu einer Störung des Gallengleichgewichts.
CADoerr, am 01.12.2011
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