Ursachen der Blutarmut

Eine Anämie – umgangsprachlich Blutarmut genannt - kann verschiedene Ursachen haben. Sie kommt als Begleiterscheinung bei einer Reihe von Erkrankungen vor.

Eine Blutarmut kann durch einen Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 hervorgerufen werden. Eisenmangel ist in Europa die Hauptursache für eine Blutarmut.

Die Nieren bilden ein Hormon, welches die Bildung neuer roter Blutkörperchen anregt. Wird dieses Hormon durch eine Schwäche oder eine Erkrankung der Nieren nicht mehr in ausreichender Menge gebildet, kommt es zur Blutarmut. Es werden nicht genügend neue rote Blutkörperchen gebildet.

Die Blutbestandteile werden im roten Knochenmark gebildet. Bei einer Krebserkrankung wie zum Beispiel der Leukämie oder durch Metastasenbildung anderer Tumore kann diese Blutbildung im roten Knochenmark beeinträchtigt sein. In der Folge kommt es auch hier zur Blutarmut.

Es gibt neben den erworbenen Formen auch angeborene Formen der Blutarmut, bei denen das Knochenbildungssystem des Körpers von Anfang an gestört ist. Ursache dieser Formen der Blutarmut ist ein genetischer Defekt.

Ein Blutverlust durch eine Verletzung oder eine Operation kann eine Blutarmut bedingen. Bestimmte Medikamente haben einen gesteigerten Abbau der roten Blutkörperchen zur Folge und verursachen auf diesem Wege eine Blutarmut.

Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren können ebenso dafür verantwortlich sein, dass sich eine Blutarmut entwickelt.

 

Unter welchen Beschwerden leidet man bei einer Blutarmut ?

Damit trotz verminderten Hämoglobins alle Organe des Körpers ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, reagiert der Körper mit einem Anstieg der Herzfrequenz. Das Herz schlägt schneller und damit wird das Blut und mit ihm der dringend benötigte Sauerstoff schneller zu den Organen befördert.

In der Folge kann es zu leichten Kopfschmerzen, Atemnot, Schwindel und schneller Ermüdbarkeit kommen. Die Betroffenen sind auffallend blass und haben blasse Schleimhäute, was man besonders gut an den Augen sehen kann, wenn man das untere Lid ein wenig nach unten zieht.

 

Wie wird eine Blutarmut diagnostiziert ?

Zunächst wird ein einfacher Bluttest gemacht, bei dem der Mengenanteil der einzelnen Blutbestandteile erfasst wird sowie der Eisenwert.

Je nach Befund werden weitere Untersuchungen des Blutes oder auch eine Knochenmarkbiopsie nötig.  

Was kann man dagegen unternehmen ?

Im Falle eines Blutverlustes durch eine Verletzung oder eine chronische innere Blutung, wie zum Beispiel bei einem Magengeschwür, wird zuerst die Blutung gestoppt. Dann wird dem Körper Blut über eine Transfusion zugeführt.

Im Allgemeinen gilt, dass zuerst die Ursache gefunden muss und dass dann erst die Behandlung darauf abgestimmt werden kann.

Besteht zum Beispiel ein Eisenmangel, so reicht es nicht, dem Organismus Eisen zuzuführen. Es muss die Ursache dafür gefunden und behandelt oder behoben werden.

Autor seit 4 Jahren
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