Ursachen

Bis heute ist nicht geklärt, warum sich eine Leukämie entwickelt. Es gibt eine Reihe an Risikofaktoren, wie zum Beispiel Strahlung (radioaktive Strahlung oder Röntgenstrahlen), angeborene Fehlbildungen im Immunsystem, Gifte (Lösungsmittel oder Insektizide), Medikamente (die das Immunsystem künstlich herabsetzen), aber die genaue Ursache ist unbekannt.

Woran kann man eine Leukämie erkennen ?

Erste Anzeichen sind meist eine erhöhte Infektanfälligkeit. Nach den Infekten ist die Erholungsphase sehr lang. Man hat das Gefühl sich nicht richtig zu erholen. Man bleibt schwach und schlapp, ist blass und fängt sich gleich die nächste Infektion ein. Auch Schwindel und Atemnot können auftreten.

Eine erhöhte Blutungsneigung ist ein weiteres erstes Anzeichen für Leukämie. Die Betroffenen bemerken häufig an sich, dass sie viele blaue Flecken haben, sich aber nicht daran erinnern können, sich gestoßen oder anderweitig verletzt zu haben. Oder aber sie leiden plötzlich unter häufigem Nasenbluten.

Beschwerden, bei denen an eine bösartige Erkrankung gedacht werden sollten:

  • Starker Nachtschweiß
  • Fieber von mehr als 38 Grad über einen längeren Zeitraum
  • Ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 10 % des ursprünglichen Körpergewichts innerhalb von 6 Monaten.

Leukämie kann in jedem Alter auftreten. Betroffen sind Säuglinge bis hin zum alten Menschen.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Leukämie ?

Durch einen Bluttest kann der Arzt eine Leukämie feststellen. Gesichert wird die Diagnose durch eine Knochenmarkbiopsie. Danach kann auch die Form der Leukämie angegeben werden, an welcher der Betroffene erkrankt ist.

Die verschiedenen Formen der Leukämie

Man unterscheidet akute und chronische Formen der Leukämie.

Die akute Leukämie entwickelt sich sehr schnell und führt zu massiven Beschwerden, wodurch sie auch relativ schnell erkannt wird.

Die chronische Leukämie entwickelt sich sehr langsam über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren. Diese Leukämieform bleibt oft über lange Zeit unerkannt, weil sie wenig bis kaum Beschwerden macht.

Je nachdem, aus welchem Vorstadium der Entwicklung die funktionsuntüchtigen Blutkörperchern  stammen, spricht man von myelotischer oder lympathischer Leukämie.

Therapie

Je nach Leukämieform wird mit Chemotherapie, speziellen Medikamenten oder Bestrahlung behandelt.

In vielen Fällen ist eine Knochenmarktransplantation Erfolg versprechend. Dabei werden dem Patienten gesunde Zellen zugeführt sind, die in der Lage sind gesunde blutbildende Zellen zu produzieren.

Auf der Hompage der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)

Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Heilungsaussichten

Je nach Leukämieform und Erkennungszeit von sehr gut (heilbar) bis sehr schlecht. Eine regelmäßige Nachsorge ist wichtig.

Autor seit 4 Jahren
97 Seiten
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