Die Wohnungsbesichtigung - Worauf Sie achten sollten

Ihr Einsatz bei der Wohnungssuche hat sich gelohnt, denn nun haben Sie endlich den lang ersehnten Termin zur Wohnungsbesichtigung. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend zeit und verlassen Sie sich nicht nur auf das, was Ihnen der Vermieter erzählt, sondern machen Sie sich Ihr eigenes Bild und schauen Sie sich alles sehr genau an.

 

Wenn möglich sollten Sie die Besichtigung der Wohnung nicht alleine machen, sondern einen Freund oder eine Freundin bitten, Sie zu diesem Termin zu begleiten. Falls es später dennoch Schwierigkeiten oder Streitigkeiten mit dem Eigentümer geben sollte, haben Sie durch Ihre Begleitung eine Person, die im Ernstfall den Sachverhalt schildern kann.

 

Schauen Sie nicht nur kurz in jedes Zimmer, sondern sehen Sie etwas genauer hin. Schauen Sie auch hinter die Zimmertüren, denn diese stehen bei der Wohnungsbesichtigung meist weit offen, sodass Ihnen der direkte Blick hinter die Tür nicht möglich ist.

 

Achten Sie auch ganz besonders auf die Ecken im Zimmer oberhalb des Fußbodens und schauen Sie sich die Fenster genau an. Dies sind nur zwei Stellen, an denen sich bevorzugt Feuchtigkeit sammelt und es später zur Schimmelbildung kommen kann. Öffnen und schließen Sie einige Fenster und fühlen Sie in der Mitte der Außenwände, ob diese eine normale Temperatur haben, oder sich sehr kalt anfühlen.

 

Scheuen Sie sich nicht Fragen zu stellen! Haben Sie den Mietvertrag erst einmal unterschrieben, dann ist es vielleicht schon zu spät. Erkundigen Sie sich wie lange die Wohnung bereits leer steht, fragen Sie nach den Betriebs- und Heizkosten und sprechen Sie gravierende Mängel sofort an.

 

Was Sie bei der Besichtigung vermeiden sollten - Nörgeln Sie nicht an Kleinigkeiten

Ob Sie zu einem Sammeltermin eingeladen wurden, oder der Vermieter das Einzelgespräch mit Ihnen sucht, erfahren Sie meist erst dann, wenn Sie schon in der Wohnung stehen. Sicherlich sind sogenannte Sammelbesichtigungen sehr unpersönlich und Sie fühlen sich vielleicht anderen Interessenten gegenüber im Nachteil, dennoch kann auch solch eine Besichtigung von Vorteil sein.

 

Sie können sich ganz in Ruhe umschauen und verschiedene Stellen in der Wohnung genau unter die Lupe nehmen, ohne dass der Vermieter direkt hinter Ihnen steht. Suchen Sie das persönliche Gespräch erst dann, wenn Sie sich alles genau angeschaut haben und wenn die angebotene Wohnung dann noch immer für Sie in Frage kommt.

 

Was Sie jedoch vermeiden sollten sind viele kleine Nörgeleien und das erwähnen aller möglichen Mängel, die in Wirklichkeit nicht schwerwiegend sind. Löst sich die Tapete an einer Stelle. Oder es fehlt eine Fußleiste, dann ist es nicht lohnenswert dies anzusprechen, denn im Nu können Sie als Mieter hier selber Abhilfe schaffen.

 

Versuchen Sie nicht die Wohnung schlecht zu reden – wenn sie Ihnen nicht gefällt, dann bedanken Sie sich trotzdem freundlich für den Besichtigungstermin und verabschieden Sie sich dann einfach.

 

So zeigen Sie Ihr Interesse an der Wohnung - Offen und ehrlich ist der beste Weg

Sagen Sie klar und deutlich, dass Sie Interesse an der Wohnung haben und sich über einen Mietvertrag freuen würden. Drängen Sie sich aber bitte nicht auf und erzählen Sie auch nicht, wie viele Millionen Sie verdienen und was Sie sich alles leisten können.

 

Sprechen Sie schon im groben einen ungefähren Einzugstermin ab, fragen Sie nach einer Sicherheitsleistung und deren Höhe und hinterlassen Sie Ihren vollen Namen und auch eine Telefonnummer unter der Sie erreichbar sind.

 

Falls Sie eine Selbstauskunft mitbekommen, füllen Sie diese nicht sofort aus, sondern lesen Sie sich alles ganz in Ruhe zuhause durch und beantworten Sie nur die Fragen, auf die der Vermieter ein Recht hat. Denn auch Vermieter sind nicht zu allem befugt, sondern dürfen nur bestimmte Sachen hinterfragen.

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