Das Spielprinzip von „XCOM: Enemy Unknown“

Der Spieler hat das Kommando über eine geheime Elitetruppe namens XCOM mit dem Auftrag die weltweite Invasion von Aliens zurückzuschlagen.

Ihm steht eine Operationsbasis zur Verfügung in der er Technologien erforscht und verbessert, Waffen produziert, die Mannschaften trainiert und die knappen Ressourcen verwaltet werden.

Vor jedem Einsatz werden die Soldaten mit Waffen und Rüstungen aus dem Lager ausgerüstet.

Die Abfangjäger werden ebenso verwaltet und ausgerüstet aus den Lagerbeständen um Ufos zur anschließenden Kaperung abschießen zu können.

Kurz und gut der Spieler kommandiert die letzte Verteidigungslinie der Menschheit vor den bösen Alieninvasoren im Rundentakt.

Der Globus ist so schön wie nie zuvor

„Kommandant unsere starken Helden toasten die schwachen Aliens!“

In den vorherigen X-COM Titeln war die Übermacht der Aliens fast erdrückend und der einzelne Soldat war praktisch als Kanonenfutter anzusehen.

Man führte bis zu einem kompletten Zug Soldaten in die Schlacht und die Aliens waren technologisch haushoch überlegen.

Jeder Einsatz kam einem Blutbad gleich und man hatte ständig das Gefühl der Unterlegenheit und des Underdogs in der Magengegend.

Bei "XCOM: Enemy Unknown" ist der Spieß umgedreht. Wir führen nur mehr einen Trupp aus höchstens sechs Elitesoldaten in die Schlacht.

Jeder Soldat hat unendlich Munition für die Hauptwaffe und die Seitenwaffen sowie nun mehrere Lebenspunkte, was der Verlustrate abträglich ist.

Die Soldaten steigen in den Rängen auf, gewinnen Spezialfähigkeiten und mutieren zu fast unverwundbaren Supersoldaten.

Die Alien auf der anderen Seite wirken wie Kanonenfutter für die Supersoldaten.

Ein Schuss, ein Treffer und Aliengulasch dort wo vorhin ein leibhaftiges Alien stand.

Granate & Alien = Gulasch

„Kommandant unser Keller und Kasten sind übervoll!“

In der originalen X-COM Reihe war die Munition immer knapp, ebenso wie die verfügbaren Ressourcen, aber in "XCOM: Enemy Unknown" besteht dieses Problem nicht, da man pro Einsatz nur genügend Ausrüstung für maximal sechs Mann bereitstellen muss.

Dadurch, dass die Soldaten zudem noch über unendlich Munition verfügen und die Ausrüstung ebenso automatisch zwischen den Einsätzen nachgefüllt wird werden in der Produktion keine Ressourcen verbraucht. Dadurch gibt es kaum Engpässe in der Produktion und Logistik.

Benötigt man neue Waffen, so betäubt man die gegnerischen Aliens und wie durch Zauberhand landen deren Waffen dann im eigenen Lager wodurch man theoretisch gar keine Waffen produzieren müsste, sondern lediglich die Körperpanzer.

Bei den Abfangjägern gestaltet sich die Sache auf gleiche Weise: Einmal eine Waffe oder Abfangjäger gekauft, und schon hat er unendlich Munition und  Treibstoff.

Auch Aliens habens Hunger

„Kommandant alles läuft fast automatisch!“

Im Original "X-Com: Ufo Defense" musste man jeden Soldaten einzeln ausrüsten und nach jedem Einsatz sowohl die Munition als auch die Verbandskästen sowie andere Verbrauchsgüter nachfüllen und dergleichen, was bei "XCOM: Enemy Unknown" weitgehend entfällt, da alle Verbrauchsgüter sowie Munition wie aus Geisterhand aus dem unendlichen Vorrat automatisch nachgefüllt werden, ebenso wie der Treibstoff der Fahrzeuge und deren Bewaffnung.

Ebenso entfällt die Sorge des Nachschubtransport, welcher automatisch ankommt und nicht abgefangen werden kann. Die Basis muss nicht mehr wie in den Vorgängern verteidigt werden und es gibt nur noch eine einzelne Basis zu verwalten, welche dazu noch unangreifbar ist.

Plasmakanone & Auto = Benzinexplosion

Fazit zu „XCOM: Enemy Unknown“

Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad in den Schlachten sehr stark abgesunken und ich habe in der ganzen Kampagne nur 4 Soldaten verloren, deren Verlust auf zufällige, mehrfache kritische Treffer zurückzuführen war.

Die Aliens gaben mir zu keinem Moment im Spiel das Gefühl unterlegen zu sein oder gar gefährliche Invasoren zu sein verglichen mit dem Vorgängern bei denen man sich ständig nur noch am Zahnfleisch gegen die Flut an Aliens stemmen konnte.

Bei "XCOM: Enemy Unknown" entfällt die Logistik, das Management von mehreren Basen sowie deren Verteidigung, sowie das Gefühl gegen eine Übermacht zu kämpfen im Vergleich zum Vorgänger.

"XCOM: Enemy Unknown" wirkt wie eine abgespeckte Version des Originals, das fast ausschließlich auf rundenbasierten Kämpfe von Supersoldaten gegen Aliens reduziert wurde und es wirkt, als wäre der Rest Spiels Beiwerk um den Namen "XCOM" zu rechtfertigen.

Ebenso merkt man dem Spiel deutlich den Konsolenport an, da die Steuerung stark auf Gamepads zugeschnitten ist.

Unter dem Strich macht das Spiel großen Spaß wenn man von den Schwächen - verglichen mit dem Vorgänger - absieht und mehr Wert auf den Action- als auf den Managementpart legt, welcher nur rasch dazugetackert wirkt.

CADoerr, am 28.05.2013
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Bildquelle:
http://www.amazon.de/ (Alien: Isolation - Im Wandschrank hört dich niemand schreien)
schreibspass bei Pagewizz (Destiny und Avatar – SchauSpiele des Lebens?)

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