Xylit: Heilsamer Zucker - natürliche Süße ohne Nebenwirkungen

Xylitol wird durch die Reduktion von sogenanntem "Holzzucker" (Xylose) gewonnen und besitzt einige wirklich erstaunliche Eigenschaften. So hat Xylitol zwar die gleiche Süßkraft wie herkömmlicher Haushaltszucker, aber in einem Gramm des Stoffes stecken nur 60 Prozent der Energie (2,4 kcal/g statt 4 kcal/g). Außerdem können Diabetiker hier ohne Bedenken konsumieren: Der Abbau geschieht nahezu unabhängig vom Insulinstoffwechsel.

Doch bevor weitere Vorteile genannt werden, sollst Du zunächst den einzigen Nachteil des Stoffes erfahren. Xylit wirkt in größeren Mengen abführend, anfangs ab etwa 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Man gewöhnt sich jedoch schnell an den Konsum, sodass der Körper bald problemlos Mengen von bis zu 200 Gramm pro Tag aufnehmen kann. Weitere Nachteile für uns Menschen sind nicht bekannt. Erstaunlich, dass Xylitol so wenig verbreitet ist, wenn man die erheblichen Nebenwirkungen von Süßstoffen wie Aspartam bedenkt.

Gesunder Zucker

Es mag paradox klingen, doch obwohl Xylitol praktisch genau wie Saccharose eingesetzt werden kann, hemmt es das Wachstum von bösartigen Bakterien im Mundraum und trägt so nachweislich zur Reduktion von Karies bei. Es handelt sich also quasi um einen gesunden Zucker. Dabei hat man doch schon in der Schule gelernt, dass süße Sachen den Zähnen schaden.

Mit Xylit erreichst Du das genaue Gegenteil. An dieser Stelle sei der Artikel "Zuckeraustauschstoff gegen Karies" von Christina Hohmann wärmstens empfohlen. Hier wird unter anderem eine Studie vorgestellt, die nachweist, dass beim Einsatz von Xylitol anstatt normalem Haushaltszucker eine Kariesreduktion von sage und schreibe 80 % zu verzeichnen ist.

Die Kariesbakterien sind nicht in der Lage, den Zuckerersatz über ihren Stoffwechsel abzubauen und sterben daher ab. So wird auch keine schädliche Säure produziert und der Mundraum bleibt gesund. Das heißt, Sie tun schon mit dem Kauen von einigen Xylit Kaugummis täglich Zähnen und Zahnfleisch etwas Gutes. Der leicht kühlende Effekt des Xylitols vermittelt beim Kauen ein ähnliches Gefühl wie Menthol.

Xylitol Kaugummis kauen fürs Baby - weniger Karies bei Kindern

                                                                             So unglaublich es zunächst klingen mag: Neugeborene profitieren, wenn Mütter während der Schwangerschaft Xylitol Kaugummis kauen. Im Prinzip ist die Begründung aber recht simpel. Die durch das Xylit nachweislich erreichte Reduktion von Kariesbakterien im Mundraum der Mutter kommt dem Kind nach der Geburt zu gute. Babys kommen mit sterilen Mundhöhlen auf die Welt, erst durch den Kontakt mit den Eltern (Küsse etc.) gelangen die gefährlichen Mikroorganismen in den Mund der Nachkommen. Studien belegen, dass die Zähne der Kinder, deren Mutter sich einer solchen "Xylitol-Kur" unterzogen haben, deutlich weniger Kariesbefall aufweisen und selbst im jungen Erwachsenenalter meistens davon verschont bleiben.

Fazit: Xylit ist eine sehr interessante Alternative zu unserem Haushaltszucker und kann, selbst wenn Du täglich nur einige wenige Kaugummis konsumierst (6 Gramm pro Tag sollten es mindestens sein), die Gesundheit Deiner Zähne erhalten und nachhaltig verbessern. Dabei kommt es fast ohne Nebenwirkungen aus und ist selbst für Diabetiker geeignet.

 

Weitersagen!

Falls Dir der Artikel gefallen hat, Du selbst schon Erfahrungen mit Xylit gemacht hast oder weitere Anregungen zum Thema Gesundheit im Mundraum beisteuern kannst, würde es mich freuen, wenn Du  unten einen Kommentar hinterlässt und den Artikel Deinen Freunden und Bekannten empfiehlst. Ein solcher Stoff sollte nicht ins Abseits gedrängt werden, nur weil die Gesundheitsbranche um ihre Einnahmen aus der Kariesbehandlung bangt!

Autor seit 4 Jahren
10 Seiten
Laden ...
Fehler!