Alle 10 goldenen Regeln auf einen Blick!

  1. Rechne zehn Stunden Arbeitsaufwand für jede ausformulierte Seite einer schriftlichen Hausarbeit! Bedenke diese Zeit bei der Zusammenstellung deines Semesterplanes. Dies ist ein Durchschnittswert, der variieren kann, aber nimm ihn als Orientierungshilfe, dann erlebst du keine Überraschungen.
  2. Plane für jede Semesterveranstaltung Zeitreserven für die Vor- und Nachbereitung der wöchentlichen Sitzungen ein. Du kannst davon ausgehen, dass eine gute Vorbereitung die gleiche Zeit benötigt, wie die Veranstaltung selbst. Besuchst du also ein zweistündiges Seminar, gehe auch von zwei Stunden Vorbereitungszeit aus. Die gleiche Zeitspanne benötigst du auch für eine sinnvolle Nachbereitung. Ein zweistündiges Seminar kostet dich also sechs Stunden Arbeitszeit pro Woche!
  3. Wenn du in Vorlesungen mitschreibst, benutze nur Stichworte, Skizzen und Mindmaps, sonst verpasst du zu viel. Setze dich am besten noch am gleichen Tag zu Hause an den Computer und schreibe deine Notizen ins Reine! Versuche erst jetzt, aus deiner Mitschrift einen ausformulierten Text zu machen. Fertige diese Reinschrift an, so lange dir die Vorlesung noch frisch im Gedächtnis ist, sonst sagen dir deine Aufzeichnungen später gar nichts mehr!
  4.  Zur Nachbereitung von Seminaren und Vorlesungen gehört unbedingt, dass du dich fragst, was du von dem Stoff verstanden hast und was nicht. Überlege dir außerdem, welche Informationen du dir zum behandelten Thema zusätzlich noch wünschen würdest. Erstelle dann aus dem Unverstandenen und dem, was du zusätzlich wissen möchtest einen Fragenkatalog für die nächste Sitzung und frage dem Dozenten oder der Dozentin Löcher in den Bauch!
  5.  Wenn du ein Referat halten sollst, trage es einige Tage vor der Sitzung einem Freund vor und lass dir sagen, was ihm unklar geblieben ist und welche Passagen er langweilig oder sonst irgendwie nicht gelungen fand! Du allein hast nie genug Abstand zu deiner Arbeit, um sie objektiv beurteilen zu können.
  6.  Lese Bücher zum Thema Arbeitstechniken und Lerntechniken. Das sind zwei Bereiche über die du in der Schule wahrscheinlich wenig bis gar nichts gelernt hast. Ohne diese Kenntnisse bist du im Studium allerdings hoffnungslos verloren. Du wirst dich verzetteln, schlechtere Ergebnisse erzielen, als es dir intellektuell möglich wäre und dich ständig unter Zeitdruck fühlen. Verlasse dich nicht darauf, dass es dir jemand beibringt, denn das wird nicht passieren. Werde also selbst aktiv!
  7.  Vermeide es, ein Stubenhocker zu werden! Sport und frische Luft tun den grauen Zellen gut und beugen Depressionen und Stress vor. Verzichtest du darauf, wird der Tag kommen, an dem du dein Studium hasst!
  8.  Werde kein Fachidiot! Wenn du alles liest, was dir in die Finger kommt, auch wenn es mit deinem Studium nicht das Geringste zu tun hat, wirst du erstaunt feststellen, dass irgendwie doch alles damit zu tun hat.
  9.  Belohne dich nach jeder vollbrachten Studienleistung und bestrafe dich nicht für schlechte Leistungen. Egal, ob du zwei Seiten einer Hausarbeit getippt hast, ein Referat fertig hast, oder sonst was geleistet hast: Tu anschließend etwas, das dir gut tut. Wenn du dir das angewöhnst, wirst du dich auf die Arbeit freuen, weil du weißt, dass dir danach etwas Schönes bevorsteht. Aus dem gleichen Grund solltest du vermeiden, dich mit Selbstvorwürfen und Bußhandlungen zu bestrafen, wenn du mal einen schlechten Tag erwischt hast.
  10.  Lasse dich von nichts und niemandem unter Druck setzten! Es ist DEIN Studium und DU bist der Einzige, dem gegenüber du Rechenschaft ablegen musst. Lege dir also ein dickes Fell zu, wenn die Verwandtschaft immer wieder fragt, wie lange du denn noch studieren willst, was du später damit anfangen willst und ob du deinen Eltern nicht lange genug auf der Tasche gelegen hast. Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt?

 

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Rene_Junge, am 05.09.2012
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Bildquelle:
Reisefieber (Wo kann man Tourismus studieren?)

Autor seit 4 Jahren
31 Seiten
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