Das Gute zuerst: Menschen mit einem niedrigen Blutdruck leben länger, da ein niedriger Blutdruck das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose dramatisch senkt. Im Prinzip ist ein niedriger Blutdruck nichts Schlimmes und führt auch nicht zu Spätfolgen. (Ausnahme: niedriger Blutdruck infolge von Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebennieren sowie bei Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche. Bevor Sie irgendwelche Hausmittel nehmen, sollte der Arzt Vorerkrankungen abklären).

Das Schlechte daran: Es kommt leider durch eine Versackung des Blutes in den unteren Körperteilen zu Kreislaufproblemen und zu einer Minderdurchblutung des Gehirns. Symptome wie Schwindel, Ohnmacht, Sehstörungen (schwarz vor Augen), Kopfschmerzen, Müdigkeit und rasche Erschöpfung können die Folgen sein. Auch wer morgens ewig braucht, um munter zu werden, leidet wahrscheinlich an den Folgen eines zu niedrigen Blutdrucks bei Nacht.

 

1. Langsam aufstehen

Wer nicht schon morgens mit Kreislaufproblemen kämpfen will, sollte schon mal in Ruhe aufstehen und nichts überstürzen. Eine kurze Rast auf der Bettkante, lässt das Blut nicht gleich in den Beinen versacken.

2. Koffein

Ohne Kaffee oder Tee geht bei schlechtem Kreislauf meist gar nichts. Erst danach fühlt man sich meist wie ein Mensch und ist ansprechbar. Allerdings wirkt Kaffee nur sehr kurz. Tee hat einen längeren Effekt. Zu viel Kaffee über den Tag wirkt wiederum kontraproduktiv, da die Rezeptoren bei einem Überangebot von Koffein runterreguliert werden, und die Wirkung ausbleibt.

3. Salz zum Frühstück

Eine gesalzene Laugenbrezel, ein Salzbrot oder ein herzhaftes gesalzenes Frühstück bindet mehr Flüssigkeit im Körper. Der Blutdruck steigt. Am besten verwenden Sie Himalaya Steinsalz, da es nicht nur Natrium, sondern auch viele andere Elemente enthält.

4. Wechselwarme Wasseranwendungen

  • Wechselduschen sind nicht jedermanns Sache. Wer sich nicht dazu überwinden kann, den ganzen Körper abwechselnd mit warmen und kaltem Wasser abzuduschen (kalt beenden), kann sich auch nur auf die Beine beschränken (von unten nach oben bis zum Gesäß).
  • Kalte Armbäder lassen sich überall auf die Schnelle durchführen. Einfach die Arme 5 Minuten in kaltes Wasser tauchen.
  • Wassertreten nach Kneipp

5. Ausreichend trinken

2 - 3 Liter gutes Wasser, Tees oder Fruchtschorle sollten es schon sein. Damit wird die Fließfähigkeit des Blutes, das Blutvolumen und somit der Druck erhöht. Zudem wird eine bessere Sauerstoffversorgung der Organe gewährleistet. Am besten trinkt man sein erstes Glas schon vor dem Aufstehen.

6. Bürstenmassagen

Vom Unterschenkel aus wird begonnen, mit speziellen Körperbürsten aus Naturmaterialien, kreisförmig in Richtung Herz zu massieren. Die Bürstenmassage wird trocken durchgeführt.

7. Bewegung

Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Radfahren und Schwimmen sind gut geeignet, um den Kreislauf zu stabilisieren und Gefäße und Muskulatur zu trainieren. In schlaffen Gefäßen versackt das Blut schneller.

8. Akupressur

Schon morgens im Bett kann man bestimmte Akupressurpunkte durch Drücken stimulieren, und dadurch den Kreislauf aufs Aufstehen vorbereiten. Eine Anleitung finden Sie hier.

Auch die Akupunktpressur nach Penzel bringt Energien wieder in Fluss.

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9. Vitamin- und Mineralienhaushalt auffüllen

Auch eine unzureichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien kann einen zu niedrigen Blutdruck begünstigen. Natrium als Salz wurde oben schon erwähnt, es gibt jedoch noch weitere wichtige Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Fettsäuren, die in ausreichender Menge aufgenommen werden sollten:

  • Magnesium
  • Kalzium
  • Vitamin D
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • B-Vitamine
  • Zink
  • Selen
  • Jod
  • Eisen
  • Omega-3
  • Linolsäure
  • Gamma-Linolensäure

Hier bietet sich Trisana® Pura Vida als umfassende Basisversorgung und zum Auffüllen der Vitamin- und Mineraliendepots an. Es enthält nur natürliche Extrakte und ist ausgesprochen gut bioverfügbar. Neben 3 Algenarten enthält es außerdem Aminosäuren, das Vulkangestein Zeolith und grüne Vulkanerde, 37 verschiedene Obst- und Gemüseextrakte, Coenzym Q 10 und L-Carnithin.

10. Entsäuern

Die Übersäuerung des Körpers steht im engen Zusammenhang mit einem Mineralienmangel. Die Stoffwechselsäuren können nicht mehr ausreichend neutralisiert werden. Als Folge werden diese im Körper eingelagert. Ein übersäuerter Körper verrichtet seine Arbeit nicht mehr ordentlich, und auch ein niedriger Blutdruck kann dadurch entstehen. Wie sie erkennen, ob ihr Körper übersäuert ist, erfahren Sie in folgendem Artikel:

11. Schüssler Salze

Bei zu niedrigem Blutdruck haben sich folgende Schüssler Salze bewährt:

  • Nr. 2 Calcium phosphoricum
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum
  • Nr. 17 Manganum sulfuricum
  • Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum

Mehr über die ersten 12 Schüssler Salze erfahren Sie hier.

Es sollten höchstens 3 Salze gleichzeitig eingenommen werden, am besten diejenigen, die auch zur Antlitzdiagnose bzw. spezifischer Symptome am besten passen. Als Dosierung werden 1 - 3 Tabletten 3 - 6x am Tag empfohlen. Die Tabletten einzeln im Mund zergehen lassen.

12. Homöopathie

Bei der Homöopathie würde ich aufgrund meiner Erfahrungswerte immer zu einem erfahrenen klassischen Homöopathen gehen, und eine komplette Konstitutionstherapie machen lassen. Die Aussichten sind dabei sehr gut, mit dem richtigen Mittel, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Die Selbstbehandlung mit Globuli ist bei Weitem nicht so erfolgsversprechend, sodass ich hier keine Mittelchen empfehlen werde. Ein Beispiel, was die klassische Homöopathie bewirken kann, können Sie am Beispiel der Neurodermitis nachlesen:

13. Pflanzenextrakte

Bewährt bei zu niedrigem Blutdruck haben sich vor allem Extrakte aus

  • Weißdorn (Crateagus),
  • Rosmarin und
  • Kampfer

Angewendet werden können Pflanzenextrakte innerlich als Tee, Urtinktur, oder als Zusatz im Badewasser. Allerdings sollten alle drei Extrakte nur morgens bis mittags angewendet werden. Am Abend kann es zu Schlafstörungen kommen. Kreislauftropfen gibt es auch schon fertig zur Anwendung, z.B. als Korodin Herz-Kreislauf-Tropfen

Die Hirndurchblutung lässt sich mit

  • Ginkgo positiv beeinflussen

Eine weitere Möglichkeit, seine Kreislaufprobleme zu bekämpfen, stellt die Anwendung von

  • Schwedenkräutern dar.

Anwendung: 1 - 3x täglich einen Teelöffel auf ein Glas Wasser verdünnen und trinken.

Rezept siehe rechts.

 

Rezept Kleiner Schwedenbitter - Aus dem Buch "Heilen mit Schwedenkräutern

Zutaten für 15 Portionen:

10 gr Aloe (es kann auch Enzianwurzel oder Wermutpulver verwendet werden) • 5 gr Myrrhe • 0,2 gr Safran • 10 gr Sennesblätter • 10 gr Naturkampfer • 10 gr Zitwerwurzel • 10 gr Manna • 5 gr Eberwurzel • 10 gr Angelikawurzel • 10 gr Rhabarberwurzel • 10 gr Theriak venezian • 1,5 Liter Doppelkorn

Zubereitungszeit 5 min - Gesamtzeit 672 min:

Die Kräuter in ein großes, verschließbares Glas geben

Mit 1,5 Liter Doppelkorn auffüllen

Glas verschliessen und schütteln

An einer warmen Stelle 2 Wochen stehen lassen

Das Kräuter-Alkohol Gemisch täglich schütteln

Die fertige Mischung durch einen Kaffeefilter von den Kräutern trennen

In Flaschen abfüllen

14. Akupunktur

In der traditionellen Chinesischen Medizin stellt ein zu niedriger Blutdruck ein Energiedefizit dar, welches mit Akupunktur wieder geregelt werden kann. Durch Stimulierung der Meridiane können Energien wieder fließen.

15. Ätherische Öle

Folgende Ätherische Öle wirken belebend und stärken den Kreislauf:

  • Rosmarin
  • Pfefferminze
  • Kampfer
  • Salbei
  • Thymian
  • Ysop
  • Wacholder
  • Eukalyptus
  • schwarzer Pfeffer
  • Zimt

Die Anwendung kann als Sofortmaßnahme als Riechfläschchen oder auf einem Taschentuch erfolgen, als Badezusatz oder als Massageöl verwendet werden. Besonders angenehm ist auch das Verdampfen in Duftlampen.

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16. Edelsteine

Edelsteine lassen sich vielseitig einsetzen. Man kann sie als Schmuck tragen, in die Hand nehmen, aufstellen und auf den Körper bzw. auf Chakren legen. Man verwendet Sie zum Meditieren, als Edelsteinessenzen und zur Herstellung von Edelsteinwasser. Bei Kreislaufschwäche zu empfehlen sind:

  • Rubin
  • Smaragd
  • Stern-Rubin

17. Jonen Salbe

Bei der Jonen Salbe (auch Ionen-Salbe) werden die Ohrakupunktur-Punkte durch die enthaltenen Ionen stimuliert. Wie bei Akupressur und Akupunktur wird der Energiefluss wieder hergestellt. Die Salbe wird einfach aufs Ohr aufgetragen.

18. Kombucha

Kombucha Tee ist ein Allroundtalent. Er ist günstig für die Darmflora, hilft beim Entgiften und enthält jede Menge Vitamine. Er hilft bei Durchblutungsstörungen und Krampfadern ebenso wie bei Allergien oder Verstopfung. Auf den Blutdruck wirkt er harmonisierend. Täglich sollten 3 Gläser getrunken werden. (Enthält Alkohol und Koffein - nichts für Kinder)

19. Kompressionsstrümpfe

Bei bestehendem Venenleiden wie Krampfadern, sollte man möglichst oft Kompressionsstrümpfe tragen. Das Versacken des Blutes in den weiten Gefäßen wird so verhindert.

20. Lakritze

Wer Lakritze mag wird sich freuen. Der Wirkstoff Glyzyrrhizin erhöht den Blutdruck. Schon 40 g am Tag sollen ausreichend sein.

21. Propolis

Was für die Bienen gut ist, kann für den Menschen nicht schlecht sein. So wird der Propolis neben seinen antibakteriellen, antiviralen, pilztötenden, entzündungshemmenden, immunstärkenden, schmerzlindernden und wundheilenden Eigenschaften auch harmonisierend auf das Kreislaufsystem. 1x täglich 30 Tropfen der Tinktur werden empfohlen.

22. Wirbelsäulenblockaden

Ein blockierter 5. Brustwirbel (Th 5) kann zu niedrigen Blutdruck, Kreislaufstörungen, Leberstörungen, Müdigkeit, Blutarmut, Gürtelrose und Arthritis führen.

23. Sauna

Auch mit niedrigem Blutdruck steht dem Saunabesuch nichts im Wege. Man sollte jedoch darauf achten, sich die letzten Minuten schon aufzurichten, damit der Blutdruck nicht drastisch abfällt. Um durch den Kältereiz einen Trainingseffekt für die Blutgefäße zu erzielen, sollte man sich bei niedrigem Blutdruck zügig Abkühlen. Danach 10 - 30 Minuten ruhen und etwas trinken.

24. Nachts erhöht liegen

Um einen starken Blutdruckabfall bei Nacht zu vermeiden, kann es hilfreich sein, den Oberkörper durch mehrere Kissen etwas hochzulagern.

25. Zahnstörfelder und Amalgam

Wurzelbehandelte Zähne und Amalgamfüllungen können das Wohlbefinden und somit auch den Kreislauf massiv beeinträchtigen. Wer weiß, dass er im Mund einige Baustellen hat, sollte diese so bald wie möglich in Angriff nehmen. Erfahrungsberichte finden Sie auf folgenden Artikeln:

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen nicht den Rat eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers.

susivital, am 23.08.2012
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Schmerzmittel Paracetamol: Tod auf Raten?)
Wikimedia (Wie wirken Antikoagulantien?)
R. B. / pixelio.de (Warnung vor Voltaren und Co)

Autor seit 4 Jahren
142 Seiten
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