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Der Tennisellbogen

oder im Hundekuchen sind ja auch keine Hunde



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Da ich mich als skeptisch beobachtender Praktiker hier wahrscheinlich eher an Betroffene, als an Wissenschaftler wende, bitte ich um Nachsicht, wenn ich diesen Aufsatz nicht mit einer "fachwortgewürzten" theoretischen Einführung, sondern mit einem Behandlungsbericht beginne. Dazu kommt, dass ich mich bemühe eine in jeder Hinsicht ganzheitliche Betrachtung aufzuzeigen, mit der ich möglicherweise die Grenzen der herkömmlichen Ansichten weit überschreite.

Der Patient litt seit langen unter einem rechtsseitigen Tennisellbogen und war nach der ersten Behandlung (zunächst fast) beschwerdefrei. Meine Frage ob er Tennis spielen würde, verneinte er. Aber, so seine zusätzliche Information, er würden squashen und meine Bitte darauf zunächst zu verzichten, wurde von ihm kategorisch abgelehnt. Die Begründung war, dass er als Linkshänder dazu ja nicht den rechten Arm benutzen würde.

Selbstverständlich war ich über diese Antwort nicht übermäßig glücklich, denn Behandlungsmisserfolge konnte ich ihm, dem süchtigen Squasher nun nicht mehr anlasten. Andererseits sind mir weitere, für diese Symptomatik verantwortliche Ursachen bekannt. Folglich galt meine nächste Frage seiner beruflichen Tätigkeit. Er war Alleinunternehmer einer Siebdruckerei und hatte dabei täglich mit Lösungsmitteln zu tun. Die vorübergehende Verlagerung seiner Minifirma auf die Terrasse löste das Problem in etwa 4 Wochen - ohne weitere Therapie - völlig. Nach Installation einer Absauganlage in seiner Werkstatt trat es auch niemals wieder in Erscheinung.

Ursache Atemgifte

Neben der Inhalation der Dämpfe von Farbverdünnern, die auch bei Renovierungsarbeiten (Malerarbeiten) auftreten können, kenne ich solche Krankheitsbilder auch bei Näherinnen und Klimatechnikern. In der textilverarbeitenden Industrie werden Chemikalien für die Stoffveredelung (Appreturen) eingeatmet. Chemikalien übrigens, die sich auch als Folge "heimischer Gardinennäherei" als Tennisellbogen zeigen können. Kältetechniker haben u.a. die Aufgabe Kühlmittel in die von ihnen gewarteten Geräte einfüllen zu müssen. Auch dadurch kann ein Tennisellbogen ausgelöst werden. Selbst weihnachtlichen Duftkerzen und das Duftbäumchen im Auto können diese Symptomatik auslösen. Weiterhin sind in diesem Zusammenhang Arbeiter im deutschen Kohlenbergbau zu nennen. Sie werden wegen möglicher Lungenschädigung (Staublunge) bereits im Alter von 45 Jahren pensioniert und leiden mehrheitlich unter extremen Beschwerden einer Epikondylitis lateralis (Tennisellbogen). Um die Aufzählung halbwegs zu komplettieren, müssen noch die Folgen einiger Hobby´s erwähnt werden: Selbst bio-holzhaltige, aushärtende Modelliermassen können beim Schleifen und die Schnitzerei von Speckstein verantwortlich sein. Bei unvorsichtigem Umgang mit Chlor beklagen sich auch Inhaber eines Swimmingpools darüber.

Weitere Ursachen

Saisonal gesehen treten Tennisellbogen besonders häufig in den Frühjahrsmonaten und im Spätherbst auf. Das Frühjahr ist die Zeit des Heuschnupfens, einer allergischen Erkrankung der Atemwege. Der Spätherbst ist gefürchtet wegen grippaler Infekte, Husten und Schnupfen, bis hin zur Bronchitis und Lungenentzündung.Auch hier ist die Gemeinsamkeit mit den Atemwegen auffallend. Zusammenfassend kann deshalb behauptet werden, dass Irritationen, toxische Einflüsse, sowie Störungen und Erkrankungen der Atemwege, nicht jedoch lokale körperliche Überlastungen, Auslöser für einen Tennisarm sind.

Die Sicht der alten chinesischen Medizin

Die Beschwerden spielen sich am äußeren Knorren der Elle, am Epicondylus lateralis ab, der auf seiner Innenseite vom Lungen- und außen vom Dickdarmmeridian berührt wird. Meridiane sind nach alter chinesischer Auffassung Leitungen für Lebensenergie (Chí). Sie sind nach den von ihnen versorgten Organen benannt. Darüber hinaus versorgen sie alle Strukturen, über die sie verlaufen.

Der Lungenmeridian beginnt an der Brust und verläuft über die Innenseite des Armes bis zum Daumen. Sein Nachfolger, der Dickdarmmeridian hat seinen Anfang am Zeigefinger, zieht von da über die Außenseite des Armes zum Nasenflügel. Störungen beider Organe können sich deshalb, u.a. als Tennisellbogen zeigen.

Lunge und Dickdarm sind nach taoistischer Auffassung ein einziges Organ und daher sollte der Darm in die Betrachtungen miteinbezogen werden. Irritationen aber auch Krankheiten des Dickdarms können somit ebenso Auslöser für einen Tennisellbogen sein. Massive Diätfehler aber auch Reizerscheinungen, beispielsweise die Folge von - individuell unterschiedlichen - Lebensmittelunverträglichkeiten könnten dafür in Frage kommen. (Ein späteres Thema.)

Zusammenfassung

Entgegen verbreiteter Meinung ist die Ursache für einen Tennisellbogen nicht beim Tennis oder in arbeitsmäßiger Überlastung zu finden. Das sind potentielle Schwachstellen, die sich wegen anderer Störungen, z. B. Atemgifte, allergischen Erkrankungen der Atemwege und wegen Lebensmittelunverträglichkeiten hier prekär auswirken.

Die hier geschilderten Zusammenhänge haben sich bei der Energetisch-Statischen-Behandlung (ESB/APM) seit vielen Jahren und in unendlich vielen Behandlungen bestätigt und bewährt. Dieser Text soll auf mögliche Zusammenhänge aufmerksam machen und so helfen zu Lösungen zu kommen.

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Veröffentlicht: 10. Oktober 2009
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