Die Hitlisten der männlichen und weiblichen Vornamen 2019

Die Hitliste der männlichen Vornamen

Im vergangenen Jahrzehnt dominierte Ben die Hitliste männlicher Vornamen in Deutschland. Auch 2019 setzte sich Ben mit großem Vorsprung durch. Er war 2019 Spitzenreiter bei den männlichen Vornamen vor Paul, Finn/Fynn, Leon, Jonas, Noah, Elias, Felix, Luis/Louis und Henri/Henry.

Die Hitliste der weiblichen Vornamen

Emma konnte sich seit 2014 viermal durchsetzen, sechsmal gewann Mia im vergangenen Jahrzehnt. Bei den Mädchen sieht die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019 bundesweit wie folgt aus: Emma, Emilia, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Lina, Mila, Marie, Ella und Lea, wobei Emilia und Hanna der Emma sehr dicht auf den Fersen lagen.

Ein Hobby-Namensforscher wertet aus

Der Wirtschaftsmathematiker und Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg wertet seit Jahren penibel die Geburtsregister bei den Standesämtern und anderen Quellen aus. Für die Statistik wertet Bielefeld mit seinen Helfern schon seit 1996 die Angaben von Geburtskliniken und Standesämtern aus. Insgesamt stützt er sich eigenen Angaben zufolge auf 592 verschiedene Quellen aus 466 Städten. Für dieses Jahr hat er so 177.570 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet. Das entspricht etwa 23 Prozent aller im Jahr 2019 geborenen Kinder.

Bielefeld veröffentlicht aus seinen diversen Quellen die Ranglisten der Vornamen seit 2006. Insgesamt hat er etwa 2,1 Millionen Namen in seiner Datenbank. Eine ähnliche Statistik gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache heraus. Sie lässt allerdings alle Vornamen der Kinder gleichwertig in die Ranglisten einfließen und unterscheidet im Gegensatz zu Bielefeld nicht zwischen Erst- und Zweitnamen. Laut der Gesellschaft für Deutsche Sprache waren 2018 Paul und Marie die beliebtesten Namen in Deutschland.

Nach Bielefelds Feststellungen laufen Doppelnamen dem Trend der kurzen Vornamen völlig zuwider, aber sie bringen Individualität. Da bleibt noch viel Raum für Karl-Heinz, Jan-Luca, Hans-Fiete, Jean-Luc oder Marc-Andre; Variationsmöglichkeiten gibt es genug, auch unter Beachtung des Modetrends der Namen römischer Kaiser und Feldherren wie Titus, Caesar, Nero oder auch Pompeius. Allerdings scheint die Zeit für den "kleinen Pirschelbär" abgelaufen.

Ähnliches gilt auch für die weiblichen Doppelnamen, auch wenn sie noch kaum über die Beteiligung von Ann, Sophie und Lisa hinausgekommen sind.

Neue Namen drängen nach vorn

So ist der Name Fiete vor ein paar Jahren in Mecklenburg-Vorpommern und im Folgejahr in Niedersachsen aufgetaucht und habe sich bereits in ganz Norddeutschland etabliert. Er wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren auf den Weg nach Süden machen, so Bielefeld, und dann deutschlandweit vertreten sein.

Den größten Aufwärtstrend sieht Bielefeld bei den Namen Frieda und Ella sowie Matteo und Emil.

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