Schön cremig, gut kühl und schnell fertig soll das selbst hergestellte Eis sein. Wer in seiner Küche kreativ werden möchte, kann bei der Eiszubereitung zwischen vier unterschiedlichen Methoden auswählen: zwei Typen Eismaschinen, Pürierstab oder Spezialzucker.

Strawberry, Pistachio & Chocolate Ice Cream, Cream & Wafers (Bild: Martina Urban / AllPosters)

Grundsätzlich unterteilen sich die Eismaschinen in zwei Modelle: Die einen arbeiten mit einem gekühlten Element, die anderen können selbst kühlen. In jedem Fall wichtig: Alle Zutaten sollten Kühlschranktemperatur haben.

Für spontane Genießer - Eismaschinen ohne Vorkühlzeit

Eine halbe Stunde, und das Eis nach eigenem Rezept steht auf dem Tisch – zubereitet in einer selbstkühlenden Eismaschine. Ein Kompressor sorgt dafür, dass die Zutaten von Kühlschranktemperatur zu Eiscreme gefrieren. Das ist eine komfortable Sache, sorgt aber unter Umständen für eine etwas größere Geräuschentwicklung bei der Produktion.

Natürlich verfügen solche Maschinen über jede Menge Technik, die bedient werden will: Knöpfchen, Schalter und Zeituhren verlangen, dass man sich ein bisschen mit ihnen auseinander setzt.

Hier gelingt neben Eis und Softeis auch Frozen Yoghurt. Einige der Geräte dienen sich zusätzlich als Flaschenkühler an; ob es in der Praxis erforderlich ist, einer Flasche auf diese Weise "kalte Füße" zu machen, sei dahingestellt.

In die vollautomatische Version der Eismaschine muss man ein bisschen investieren. Ab rund 100 Euro können Auslaufmodelle ergattert werden. Nach oben sind natürlich kaum Grenzen gesetzt, italienische Luxusmodelle können auch mal über 1000 Euro kosten.

Das geplante Vergnügen - Eismaschinen mit Kühlelement

Gerührt wird auch bei der Eismaschine mit Kühlelement automatisch. Dafür, dass die Masse zu Eis gefriert, sorgt aber eine Schüssel oder Platte mit Kühlakku. Und die muss über mehrere Stunden im Gefrierschrank gelegen haben, bevor sie zum Einsatz kommen kann.

Wer also ein Platzproblem in der Tiefkühltruhe hat und das Zubehör außerhalb lagert, kann schon mal ins Schleudern kommen, weil seine Eismaschine nicht immer spontan einsatzbereit ist.

Auch bei der Zubereitung ist die Sache ein bisschen kniffelig: Der Rührer muss sofort in Betrieb genommen werden. Wird zu spät anschaltet, bleibt er in der am Rand festgefrorenen Masse hängen.

Nach rund 30 Minuten ist ein cremiges Eis entstanden, das sofort verzehrt werden kann. Der Gefrierprozess dauert also nicht länger als in der Kompressor-Eismaschine. Reste können im Gefrierschrank aufbewahrt werden.

Eismaschinen mit Kühlelement sind in der Anschaffung deutlich günstiger als die, die maschinell kühlen. Ab rund 30 Euro endet der Preis meist deutlich unter 100 Euro.

Generelle Entscheidungen: Größe, Reinigung, Rezeptbuch - Worauf zu achten ist

Vorab sollte man sich überlegen, wie viel Eis man auf einmal zubereiten möchte. Danach entscheidet sich, welche Größe die Maschine hat. Haushaltsübliche Maschinen fassen zwischen 0,6 und  1,6 Liter. Prinzipiell ist es zwar möglich, die Reste einzufrieren – aber sie kristallisieren und werden hart, weil das Eis zuhause ja ohne Emulgatoren zubereitet wird.

So wird das Töpfchen wird immer voll: Maschine ungefähr zu zwei Dritteln mit Masse füllen. Sie dehnt sich beim Gefrierprozess – wie Wasser auch – aus.

Hinzuschauen lohnt sich beim Punkt "Reinigung": Niemand möchte, nachdem er sich bei einem Eis abgekühlt hat, hinterher bei Spülen wieder ins Schwitzen kommen!

Die Eismaschinen werden meist mit Rezeptbuch oder zumindest einigen Basis-Rezepten geliefert. Leckere Rezeptideen gibt es in Büchern. Da wird man angeregt, die Maschine richtig gut zu nutzen und zu experimentieren. Wie wäre es mal mit Rosmarin-Eis?

Alternativen: Weitere Wege zum selbstgemachten Eis

 

 

Eine Eismaschine ist natürlich die perfekte Hilfe für alle, die ihr Eis gerne selbst herstellen möchten. Dennoch kann es Gründe geben, warum keine Maschine extra dafür angeschafft wird – beispielsweise die Unterbringung, wenn sie nicht genutzt wird.

Aber auch dann muss niemand auf Eis aus der eigenen Küche verzichten. Es gibt clevere Alternativen. Allerdings gelingen damit überwiegend Fruchteis-Sorten. Bei ausgefallenen Kombinationen oder Sorbets wird es eher schwierig.

Leistungsstark: Der Pürierstab kann auch Eis - Das Multitalent macht im Sommer eine gute Figur

Die Methode ist ebenso schnell wie einfach: Tiefgefrorene Früchte in den Mixbecher geben, Zucker Sahne oder Yoghurt dazu, Knopf drücken. In wenigen Sekunden ist das delikate Fruchteis fertig. Tipp: Beim Zerkleinern und Vermischen von Obst und Sahne/Joghurt ganz locker aus dem Handgelenk arbeiten. Wer nur drückt, riskiert, dass sich alles verkeilt.

In ein paar Minuten ist das Fruchteis schön cremig und verzehrfertig. Es sollte auch sofort aufgegessen werden, was aber kein Problem darstellt: Von diesem Eis bleibt ohnehin nichts übrig.

Allerdings funktioniert diese Variante nur dann, wenn der Pürierstab über die entsprechende Power verfügt. Bei schwächeren Modellen schafft der Motor es nicht, die tiefgefrorenen Früchte zu zerkleinern.

Aus der Packung: Spezialzucker verhindert eine Kristallisation - Für besonders "süße" Eishersteller

Ebenfalls zur Verarbeitung von frischen Früchten ist der Spezialzucker zur Herstellung von Speiseeis gedacht. Dazu werden Erdbeeren, Himbeeren oder jedes anderes Obst zusammen mit dem Spezialzucker fein püriert. Dann kommt kalte Milch hinzu, alles wird cremig gerührt.

Wer auf diese Art ein Milchspeiseeis – also etwa Schokolade oder Vanille – herstellen will, findet dazu den einen entsprechenden Spezialzucker. Um das Eis kreativ zu verfeinern, lassen sich Schoko-Tropfen, gehackte Nüsse oder andere Zutaten untermischen.

Und weil sich bei dieser Herstellungsweise alles um den Zucker dreht, gerät das Eis ausgesprochen süß.

Der Zucker steht übrigens meist bei den Fertigdesserts im Regal; er gilt bei den Herstellern als Fix-Dessertprodukt.

Ganz so schnell geht das aber dann doch nicht: Rund 5 Stunden muss die Masse in der Tiefkühltruhe bleiben, dann ist das Eis fertig. Laut Hersteller ist es mindestens 12 Monate haltbar.

Myrtis, am 25.06.2012
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Wie macht man gefüllte Champignons?)

Autor seit 2 Jahren
42 Seiten
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