Die Erfindung von Coca Cola.

Pemberton, Sohn englischer Einwanderer, wurde in Knoxville, Georgia geboren.

Seine Ausbildung begann er mit 17 Jahren am Southern Botanico Medical Collage of Georgia. In Philadelphia absolvierte er ein Praktikum als Pharmazie – Auszubildender. Er kämpfte im Bürgerkrieg auf der Seite der Südstaaten. In der Schlacht von Columbus – Georgia wurde er verwundet. Wie viele Veteranen wurde er mit Morphium behandelt und danach süchtig.

Nach dem Krieg zog er nach Atlanta, dem heutigen Firmensitz des Konzerns.

Er mixte einige Produkte wie z. B. Eureka Oil. Vermutlich auf der Suche nach einer Ersatzdroge experimentierte er mit Cocapflanzen. 1887 wurde die Formel für Coca Cola patentrechtlich geschützt. Wenig später verkaufte er diese an die Firma Asa Griggs Candler, um seine Sucht zu befriedigen. Er wurde nur 57 Jahre alt.

 

Frank M. Robinson, Partner und Buchhalter erfand den Schriftzug, der zum Markenzeichen wurde.

2011 hatte CC 125 jähriges Jubiläum. Asa Candler brachte die Marke an die Börse, sammelte Gelder und investierte in Produktion, Vertrieb aber hauptsächlich in die Werbung. Angesehene und attraktive Damen der Gesellschaft wurden plakatiert. Frauen waren Werbeträger und Haupt-Zielgruppe. Die braune Limonade war einzigartig. Künstler und Sportler posierten für CC. Kaum eine andere Marke macht soviel Werbung. Und kaum ein Produkt hat sich über die Jahre so jung gehalten. CC ist ein Lebensgefühl.

 

Die bauchige Flasche, das Produktdesign schlechthin.

1925 kam Coca Cola nach  Essen / Deutschland. Die Herstellung des Sirups ist immer noch geheim. In den Konzessionen, Franchisenehmer – freie, selbstständige  Unternehmer, wird Coca Cola lediglich aufbereitet. Die Mutter- Gesellschaft ( TCCC ) The Coca Cola Company sitzt heute in Berlin. Der bekannteste Konzessionär  war wohl der Schwergewichtsboxer Max Schmeling.

Die bauchige Flasche ist das Paradebeispiel für ein gelungenes Produktdesign. CC hat einen unverwechselbaren Look. Und vermittelt Lebensfreude. Engagiert in Sport, Kultur trifft man das Getränk bei fast allen großen und kleinen Events.

The Company ging immer mit der Zeit. Die Werbung wurde permanent angepasst. Jede Musikrichtung wurde in die Spots integriert. Die Namen der Künstler, die für CC warben, ließt sich wie die Liste der Weltstars.  

So setzt CC auch auf Nachhaltigkeit. Setzt sich sozial ein und fördert junge Künstler. Als Sponsor ist Coca Cola begehrt. In Deutschland arbeiten über 10.000 Mitarbeiter für The Company.

So sieht dich dein Kunde, Spiegel im Personalraum.

Ich hätte gerne eine Cola." Ist schon fast ein Kündigungsgrund. Cola gibt es bei den Discountern. Bei The Company gibt es Coca Cola! Und das auf Armweite.

Bedeutet, wo ein potenzieller Kunde seinen Arm ausstreckt, hat Coca Cola zu stehen. Ob Supermarkt, Kiosk oder Tankstelle – Nobelherberge oder Absteige, die braune Limo ist präsent. Jeder Wiederverkäufer ist auch Multiplikator. Verkaufsberater rüsten diese mit Werbung  aus. Und die Werbemittel sind so zahlreich, dass es dafür sogar ein eigenes Museum gibt. Gläser, Kühlschränke, Möbel, Sonnenschirme, Handtücher, Taschen, Leuchtreklame, Speisenmappen, Servietten, Kühlboys, Uhren und, und, und noch tausend anderes.

Der Weg zum Erfolg ist steinig und schwer.

Um 125 Jahre Erfolg zu haben, braucht es harter Arbeit. Klar, Coca Cola war seinerzeit einzigartig. Aber das allein genügt nicht. Die Werbung wurde permanent dem Zeitgeist angepasst. Idole aus Sport, Film, Musik und Kunst wurden zu Werbeträgern. Das Produkt wurde gestylt. Ob Eisbär oder Santa Claus, Beatles oder Schnulzensänger das Lebensgefühl wurde angesprochen.

CC ist mehr als nur ein Getränk, Coca Cola ist Lebensfreude, Unternehmungsgeist, Spaß, Erfrischung. Dahinter steht aber auch eine knallharte Logistik. Mitarbeiter werden vernünftig bezahlt und sind motiviert.

Gute Verkaufsfahrer sind Spitzenverdiener. Aber das ist auch ein Knochenjob.

Bei Wind und Wetter, Ware hat bereitzustehen. Und das ist eine amerikanische Firma. Da gibt es keine schlechten Zeiten, da gibt es nur gute oder schlechte Verkäufer. Und die Schlechten nie lange. Ziele sind da, um eingehalten zu werden. Der Markt wird mit harten Bandagen umkämpft.

 

 

 

Fazit: Erfolg =

Ein gutes Produkt, möglichst konkurrenzlos. Ein harter Wille zum Erfolg.

Durchhaltevermögen und unermüdlicher Einsatz sind unerlässlich.

Kapital, möglichst eigenes. Ausdauer. Eine Vertriebsschiene. Und eine Idee, eine Illusion, eine Legende, eine Geschichte, eine Story  um dem Baby Atem einzuhauchen.

Natürlich permanente Anpassung.

It`s the real Thing, ich mach jetzt mal Pause.   

     

Merlin, am 22.04.2012

Kommentare


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ipunkt am 24.04.2012

Ja, der Siegeszug von Coca-Cola ist beachtlich! Hatte jemand zu Beginn einen Gedanken daran "verschwendet", aus dieser Arznei eine Limonade zu machen?

Eigentlich müsste ich zwei Daumen geben - einen für CC und einen für deinen Artikel!

LG Ina

Merlin am 23.04.2012

Ich danke Euch für das Feedback.
@jofl, http://wirtschaft.t-online.de/coca-cola-ibm-microsoft-und-co-das-sind-die-100-wertvollsten-marken/id_47694098/index - aber du hast recht, Google und
Apple, ja sogar Amazon holen auf.
LG Merlin

sandyseeber am 23.04.2012

Ich stimme da voll zu. Geschäftserfolg ist nicht einfach mal ein Glücksgriff, es gehört viel Konzentration, Ausdauer und gute Werbung dazu. Wenn man bedenkt wie "gesund" Coca Cola eigentlich ist, hat gerade die Vermarktung groß dazu beigetragen, dass das schwarze Erfrischungsgetränk noch immer zu den Lieblingsgetränken gehört.

Hendrik am 23.04.2012

Der Erfinder hatte wohl am wenigsten davon. Die Franchisenehmer wurden nach dem Krieg hier in Deutschland durch die Bank Multi-Millionäre. Aber solche Produkte helfen auch der Gastronomie und dem Handel.
Gruß Hendrik

Krimifreundin am 23.04.2012

Leider ist es mir bisher nicht gelungen, eine bahnbrechende Erfindung zu entwickeln. Das Entwickeln alleine genügt natürlich nicht. Es muss ein pfiffiges Marketingkonzept auf die Beine gestellt werden.

Efes am 23.04.2012

Kann mich nur anschließen, sehr gut aufgearbeitet und zur Anregung ansprechend zusammengestellt.

Hoch mit dem rot-weißen Daumen
Efes

jofl am 23.04.2012

Ich hötte jetzt einfach auf „Apple“ getippt bei der Frage nach der „wertvollsten Marke“.

Gut gemacht, Merlin! Daumen hoch

renzmarketing am 23.04.2012

Gute Aufbereitung der Coca Cola - Geschichte. Macht Lust auf mehr solcher Artikel.




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