Verliebt in Berlin: Ein hässliches Entchen geht in die große Stadt
von Stehlampen-Petra
Die Geschichte der Lisa Plenske
Ein modernes Märchen
Mit Lisa Plenske und deren Wandlung in einen schönen Schwan hielt die SAT.1 Telenovela „Verliebt in Berlin“ ihre Fans Folge für Folge in ihrem Bann. Lisa kam aus einem erfundenen Dörfchen namens Göberitz geradewegs aus ihrem behüteten und liebevollem Elternhaus nach Berlin und schlug bei der Berliner Modefirma „Kerima“ auf. Ganz alleine war sie nicht, ihr Jugendfreund Jürgen hatte ein Kiosk unweit der Modefirma. Er war außerdem ein begnadeter Hacker und Anhänger schöner Frauen. Die Schönen und Reichen der Modewelt behandelten Lisa nicht sehr fein. Oft wurde sie sogar verspottet, weil sie eine Zahnspange tragen musste und keine Modelmaße hatte.
Das ist Lisa
Gleich am ersten Tag verliebte Lisa sich in David Seidel, den Sohn des Hauses. Der war allerdings schon vergeben und Lisa gab sich oft ihren Tagträumen hin.
Im Gegensatz zu manch anderen in der Firma hatte Lisa viel Grips und Herzenswärme. So kam es dazu, dass sie mit ihrem Freund Jürgen sogar die Firma retten konnte. Dadurch wurde sie unentbehrlich, sogar für den leicht zickigen Chefdesigner. Das war noch lange nicht alles, denn Lisa geriet in einen Strudel von Lügen und Intrigen, Entführungen und sogar Mordversuchen. Ihr Glaube, dass sie Davids Herz erobern kann, war nicht zu erschüttern.
So fing es an
Der Titelsong wurde von Nena gesungen
Hintergründe zu der Serie
Die Idee zu dieser SAT.1 Serie stammt von der kolumbianischen Telenovela „ Yo soy betty, la fea“.
Zuerst sollte die Serie „Alles nur aus Liebe“ heißen, aber das Wort, das aus den Anfangsbuchstaben gebildet werden kann, hätte zu möglicherweise zu Irritationen führen können. Deshalb entschied man sich für „Verliebt in Berlin“ oder kurz „VIB“.
Das langsame Ende der Serie
Der Erfolg der Serie brach nach der 364. Folge, Lisas Hochzeit, immer mehr ein. Lisa spielte nicht mehr mit. Sie weilte mit ihrem Ehemann auf Tasmanien.
An ihrer Stelle tauchte Bruno auf, ein unehelicher Sohn von Lisas Vater. Das konnte die Zuschauer nicht über den Verlust von Lisa Plenske hinweg trösten. Die Telenovela verlor merklich an Niveau und wurde eingestellt.
Für den Sender SAT.1 war die Verfilmung von „Verliebt in Berlin" durchaus lukrativ. Das Vorabendprogramm zwischen 19 und 20 Uhr bekam sehr gute Einschaltquoten. Eine Folge dauerte 30 Minuten und wurde von einem Werbeblock unterbrochen. Nach dem Abspann einer Sendung kam nach einem weiteren Werbeblock eine Vorschau für den nächsten Tag. An den Wochenenden wurden die Ausstrahlungen der Woche wiederholt und zeitweise gab es vormittags die Wiederholung vom Vorabend zu sehen.
Laut Marktanalyse waren Frauen zwischen 19 und 49 Jahren die größte Zuschauergruppe. Kein Wunder, dass während der Fußball WM-Sendepause 2006 Specials mit Hintergrundinformationen und Interviews mit den Schauspielern gesendet wurden. Die Pause wäre für manchen Fan sonst zu lange geworden.
Jetzt ist es stiller um die Serie geworden. Sie wird allerdings noch auf „sixx“ ausgestrahlt, Deutschlands erstem Online TV-Sender für Frauen.
Lisa, David und Rokko
Was ist aus den Schauspielern geworden?
Lisa-Plenske-Darstellerin Alexandra Neldel
Der ehemalige GZSZ-Star hat in Kinofilmen, zum Beispiel in „Samba in Mettmann", an der Seite von Hape Kerkeling mitgewirkt. Dem Fernsehen ist sie erhalten geblieben. Sie spielte 2007 in dem SAT.1 Vierteiler „Zodiak – Der Horoskop-Mörder“ mit und stellte die Rechtsanwältin Dr. Anna Winter in der Pro 7 TV Serie „Unschuldig“ dar.
Auch als Synchronsprecherin ist sie gefragt. Ihre Stimme ist bei „Rapunzel-neu verföhnt“ zu hören.
David-Seidel-Darsteller Mathis Künzler
In der Sat.1 Serie „R. I. S. – Die Sprache der Toten“ bekam er seine zweite TV Rolle. Er spielte den Terrorismusexperten und Kriminaltechniker Marcus Heuser. 2009 kehrte er in der ARD Produktion „Geld. Macht. Liebe“ in das Fernsehen zurück.
Rokko-Kowalski-Darsteller Manuel Cortez
Der deutsch-portugiesische Schauspieler lebt in Berlin und trat in der Sat.1 Serie „Anna und die Liebe“ auf. Er arbeitete auch als künstlerischer Leiter bei der zweiten Staffel von „X-Factor". Neben seiner Schauspielausbildung hat er eine Ausbildung als Frisör absolviert.
Vorschaubild: pixabay

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Kommentare
Silikonfrei, das sieht man heute selten im Fernsehen und wäre tatsächlich Grund genug gewesen die Serie mal zu gucken!
LG Efes
Das freut mich, lieber Efes.
Diese Serie habe ich ganz gerne gemocht, Ich fand sie recht lustig und bewunderte die Hauptdarstellerin für ihren Mut zu der angeblichen Häßlichkeit.
Irgendwie sah "Lisa" sehr normal und silikonfrei aus ....
Da ich noch nier ein Freund solcher Serien war, habe ich keine Ahnung davon und bin dir dankbar nun auch mitreden zu können ;-)
LG Efes
Lustig war es ja auch, die Lisa war ja schon ganz schön komisch!
Ich habe die Serie ebenfalls gesehen, fand sie zu dieser Zeit auch schön. Ein modernes Märchen halt, vom hässlichen Entlein, was sich in einen schönen Schwan verwandelt. En"T"de gut, alles gut. Typisch deutsche Soap halt : )
LG Kerstin
Ich habe es verfolgt ja ja alle Folgen und es war so schön ;-)