Schon den Säugling an ein Abendritual gewöhnen

Neugeborene kennen zunächst keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht, ihre Schlafgewohnheiten richten sich ganz nach ihren Bedürfnissen. Zum Glück schlafen die Kleinen ganz zu Anfang sehr viel, bis zu zwanzig Stunden am Tag. Eltern können ihren Babys helfen, allmählich die nächtliche Schlafenszeit zu erkennen: Sorgen Sie nach der Abendmahlzeit für Dämmerlicht, indem sie im Sommer die Jalousien herunterlassen und nur dezent Licht einschalten. Im Winter ist es noch einfacher, den Abend einzuläuten: Ein paar Kerzen oder eine abgedimmte Lampe betonen: Es ist Bett-geh-Zeit.

Zusätzlich kann ein kindgerechtes Wiegenlied mit Wiedererkennungswert, wie beispielsweise "La-Le-Lu" gesungen werden. Wichtig ist, dass sich jeden Abend dasselbe Lied wiederholt, sodass das Baby bald schon genau weiß, was darauf folgen wird: nämlich der Gang ins Bett.

Weitere Ritualmöglichkeiten sind eine sanfte Babymassage, ein warmes Bad für den Säugling oder das Schaukeln auf dem Arm. Suchen Sie sich aus, was zu Ihnen am besten passt und halten sie dann immer am selben Ablauf fest. Irgendwann wird das Baby schon bei Beginn des Rituals zu gähnen beginnen und sich beruhigen.

Frieden in den Abend bringen

Müde Kinder drehen abends oft nochmal richtig auf. Darum ist es wichtig, zuerst einmal für äußere und innere Ruhe zu sorgen: Fernseher und Radio sollten dafür abgeschaltet werden. Sorgen Sie nach dem Abendessen für eine entspannte, ruhige Beschäftigung wie beispielsweise das  gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern oder das Vorlesen einer Geschichte. Ein entspannendes Hörspiel, wobei die Kinder sich gemütlich vor den CD-Player auf Kissen und Decken kuscheln, ist eine mögliche Alternative. Jedoch bietet die gemeinsame Beschäftigung mit den Eltern und die wärmende, körperliche Nähe immer ein schöneres Erlebnis zum Ausklang des Tages.

Stetig wiederkehrendes Abendritual

Zum Zubettgehen gehören natürlich das Anziehen des Schlafanzugs und die Abendhygiene nach der Abendmahlzeit und der Entspannungszeit. Auch diese fundamentalen Dinge gehören bereits zum abendlichen Ritual und sollten grundsätzlich niemals weggelassen werden, damit darum keine überflüssige Diskussion  entsteht. Und nach der Abendhygiene kommt ein weiterer, besonderer Programmpunkt, auf den sich die Kinder freuen: Das könnten ein kindgerechtes Abendvideo sein, eine von Mama oder Papa selbst erzählte Geschichte oder ein paar gemeinsame Lieder. Wählen Sie einfach aus, was Ihnen und Ihren Kindern am besten gefällt oder kombinieren Sie alle drei Komponenten miteinander. Wichtig ist die stetige Wiederholung desselben Ablaufs - und dass Ihre Kinder an ihrem ganz persönlichen Abendritual Freude empfinden.

Am Ende können Sie, wenn Sie es möchten, noch ein Gute-Nacht-Gebet gemeinsam mit den Kindern sprechen. Engen Sie dabei Ihre Gedanken und die Gedanken Ihrer Kinder nicht zu sehr ein, sondern lassen Sie das Gebet zu einem lebendigen Gespräch mit Gott werden. Denn die Herzensgedanken am Ende des Tages auszusprechen tut nicht nur einer Kinderseele gut.

Elisa, am 04.06.2011

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Autor seit 4 Jahren
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