Was ist Alzheimer Demenz, was ist Altersvergesslichkeit?

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Es ist der demographische Faktor, der dafür verantwortlich ist, denn die Bevölkerung wird immer älter und dadurch steigt auch die Kurve der an Altersdemenz erkrankten Personen an. Das Altern wird heute anders gesehen als noch vor einigen Jahrzehnten. Damals sah man zunehmende Vergesslichkeit als einen unvermeidlichen Teil des Alterungsprozesses an. Die Hirnforschung hat aber mittlerweile neue Erkenntnisse gewonnen. Gedächtnisprobleme sind ein frühes Zeichen einer Erkrankung. Diese Störung wird "leichte kognitive Beeinträchtigung" (LKB) genannt. Der häufig gebrauchte Fachbegriff heißt "Mild Cognitive Impairment (MCI)". Die Grenze zwischen normaler Altersvergesslichkeit und einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist nicht leicht zu ziehen. Von einer LKB spricht man, wenn kognitive Defizite auftreten, die über einen vergessenen Namen oder eine gelegentlich verlegte Brille hinausgehen.

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Spanische Studie belegt, dass Alzheimer-Demenz im Frühstadium selten erkannt wird

Spanische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass der Beginn eines Morbus Alzheimer in vielen Fällen nicht rechtzeitig erkannt wird. Gerade, wenn die Alzheimer-Demenz frühzeitig, in der Lebensmitte, beginnt, werden oft falsche Diagnosen gestellt, weil atypische Symptome auftreten, die nicht mit einer Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht werden. Eine Heilung gibt es allerdings nicht, bestenfalls besteht bisher die Möglichkeit, "das schleichende Vergessen" zu verlangsamen oder der Alzheimer Demenz eine entsprechende Lebensweise wie viel Bewegung an frischer Luft, geistiges Training und mit einer gesunden, fettarmen Ernährung vorzubeugen. Doch eine Garantie, nicht an Alzheimer zu erkranken, wenn man sich fit hält, gibt es nicht. Bestenfalls kann das Risiko verringert werden. Im September 2011 wurde ein Forschungsergebnis vorgestellt, dass einer wirksamen Therapie gegen Alzheimer einen großen Schritt näher kommt.

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Die Deutsche Alzheimergesellschaft

Die Deutschen Alzheimer Gesellschaft mit Sitz in Berlin wurde 1989 gegründet. Deutschlandweit gibt es lokale Gruppen, die vort Ort Hilfe und Beratung bei Alzheimer Demenz leisten. Ehrenamtlich tätige Laien und Profis  setzen sich für Betroffene und Erkrankte ein. Es sind Angehörige von an Demenz Erkrankten, sozial Engagierte und Pflegefachkräfte, die echte Hilfe anbieten und Aufklärungsarbeit leisten. Derzeit sind es rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die an einer degenerativen Erkrankung des Gehirns leiden. Am bayerischen Untermain sind es gut 5.500 Betroffene.

Nützliche Links zu Alzheimer - Selbsthilfe, Forschung und Entwicklung

Alzheimer - Wie will ich noch leben, wie sterben?
Der Erfahrungsbericht einer mutigen Frau, deren Mann an Alzheimer erkrankte. Die Rezension zum Buch von Ruth Schäubli-Meyer

Professor Alzheimer und seine Entdeckung
Alois Alzheimer erkennt die Symptome von Demenz. Es war das Jahr 1901 als der Begriff "Alzheimer" geboren wurde. Die Erkrankung wird nach deren Entdecker, Professor Alois Alzheimer, benannt, der ihr auf die Spur kam. Seine Patientin Auguste Deter war vom geistigen Verfall gezeichnet. Alzheimer ging den Symptomen nach.

Was heißt Alzheimer-Krankheit und was ist eine Demenz?
Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Das Leitbild und viele Infos der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Angebote und Aktionen für Betroffene und Angehörige. Selbsthilfe bei Demenz.

Vernetzung von Hilfsangeboten und Aufklärung über Demenz

Den Tätigkeitsschwerpunkt in der Arbeit der regionalen Alzheimer-Gruppen liegt darin, fachliches Hintergrundwissen einzubringen, die vorhandenen Angebote zu vernetzen und zu erweitern, um Betroffenen und Angehörigen ein größtmögliches Hilfsangebot zu unterbreiten und sie dabei zu unterstützen, mit einer dementiellen Erkrankung umgehen zu können. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen, Anregungen aufzunehmen und Aktivitäten zu planen.

Darüber hinaus wird rege Öffentlichkeitsarbeit betrieben, um über die Alzheimer-Erkrankung zu informieren und die Situation von Betroffenen und deren Angehörige aufzuklären. 

Krimifreundin, am 01.04.2011

Kommentare


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heitexfa vor 20 Stunden

Ich denke, es ist auch schlimm für die Betroffenen selbst, die das Gefühl haben: mit mir stimmt was nicht. Aber was bringt einem 40- oder 50-jährigen das Wissen, ich habe Alzheimer, wenn es dann heißt: lebe gesund und trainiere Dein Gehirn, weil die Medizin auch noch nicht mehr weiß. Dann lebt man nach allen Regeln der Kunst so gesund wie möglich (was auch Stress bedeuten kann) und hat trotzdem Angst, dass es einen später erwischt, besonders, wenn es in der Familie bereits Alzheimer gibt oder gab. Ich finde das ganze Thema deprimierend. Für mich bedeutet Alzheimer Hilflosigkeit, egal ob aus der Sicht der Betroffenen oder der Angehörigen.

Krimifreundin am 22.09.2012

@Martha: Die Alzheimer Gesellschaft bietet eine Menge Infos für Angehörige: http://www.deutsche-alzheimer.de. Der Ursprung ist immer noch nicht ganz geklärt, aber es sind wohl giftige Eweißablagerungen, die kontinuierlich Nervenzellen zerstören. Gehirntraining und körperliche Betätigung, das ist bestimmt gut und gesund. Aber ob es wirklich nützt, Alzheimer vorzubeugen, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Martha am 22.09.2012

Viel mehr haben die Menschen Hilfe nötig, die ihren erkrankten Familienangehörigen helfen sollen. Meine Mum ist seit fast 4 Jahren mit Alzheimer in einem Pflegeheim untergebracht. Es fehlt an Aufklärung und Hilfeleistung auch für die Angehörigen. Vor ca. 10 Jahren traten bereits die ersten Anzeichen auf - doch was tun, wenn nicht alle der Meinung sind, dass etwas nicht stimmt. Viel mehr würde mich interessieren, wo der Ursprung dieser Krankheit liegt. Gehirntraining sollten auch gesunde und nicht betroffene Menschen tätigen und sonstiges gesundes.

Krimifreundin am 31.08.2012

Ja, ChrisTa, es ist wichtig, mehr über die Krankheit "Alzheimer" zu erfahren, um damit besser umgehen zu können, gerade wenn es um Familienmitglieder geht. Oft verhalten sich die Angehörigen völlig falsch und machen sich selbst dabei kaputt.

chrisTa am 31.08.2012

Das ist schon sehr schlimm, wenn es "andere" betrifft. Oft trifft es jemanden aus der Familie und man steht einfach hilflos daneben... Wie oft läßt man leichtfertig einen dummen Spruch los - und weiß gar nicht, daß ein Familienmitglied gerade daran erkrankt sein könnte

Helferlein am 13.06.2011

Demenz ist leider immer noch ein Tabu-Thema.

Krimifreundin am 22.05.2011

Spanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Morbus Alzheimer schon Mitte 50 entwickeln kann und oft eine falsche Diagnose gestellt wird, weil die Symptome atypisch sind. Die Betroffenen leiden oft unter Stimmungsschwankungen und Depressionen, und nicht in erster Linie haben sie Erinnerungslücken, ein klassischer Hinweis auf eine beginnende Alzheimer-Demenz.

Stehlampen-Petra am 18.05.2011

Die Diskussion habe ich nicht gesehen, habe kein TV-Gerät.
Finde aber die Zusammenfassung sehr gut.
Traurig das Menschen, auch Nicht-Prominente, diesen verzweifelten Weg gehen...




Autor seit 3 Jahren
195 Seiten
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