Hier finden Sie nicht nur Fakten zum häufigen Gartenmitbenutzer Igel, sondern auch Antworten auf Fragen rund um den Igel.
Womit darf man Igel füttern? Wie richte ich einem Igel ein Schlafhäuschen ein? Wie sehen Hinterlassenschaften (Kot) vom Igel aus? Wie erkenne ich, dass in meinem Garten ein Igel lebt? Wie richte ich meinen Garten igelfreundlich aus?
Der Igel, vom Frühjahr bis zum Winterschlaf
von Adele_Sansone
Informationen und hilfreiche Tipps für unsere tierischen Gartenbewohner. Wie kann der Gartenbesitzer den Igel unterstützen?
Wissenswertes über den Igel
Der Igel (Erinaceus europaeus)
Der Igel, ein Insektenfresser, gehört zu den Säugetieren und ist in ganz Europa verbreitet. Maximal wird er 30 cm groß und bis zu 1.300 g schwer. Sein Stachelkleid, das aus 4.000 bis 8.000 zu Stacheln umgebildeten Rückenhaaren besteht, ist braunbeige gebändert, die weichen Bauchhaare sind hell. Die Stacheln können bei Gefahr aufgerichtet werden, der Igel selbst kann sich zu einer Kugel zusammen rollen. Vor Fressfeinden ist er so geschützt, allerdings nicht vor elektrischen Gartengeräten oder Autos.
Wie sieht ein Igel-freundlicher Garten aus?
Besteht Ihr Garten aus einer gut gepflegten Rasenfläche und nur wenigen Büschen oder Randbepflanzung? Dann wird sich kaum ein Igel als Dauergast bei Ihnen einfinden. Gärten mit Büschen oder Hecken, mit Unterbepflanzungen, Holzstößen, mit Gartenhütten, wo man unter den Boden schlüpfen kann, Nischen, wo grobes Laub und Staudenschnitt zwischen gelagert ist, solche naturnahe Gärten lieben sie. Auch wenn man den Igel kaum zu Gesicht bekommt, nur ihre Hinterlassenschaften, die kleinen dunklen Kot-Würstchen; er ist sicher in ihrem Garten.
Was steht auf der Speisekarte des Igels?
Essen Igel wirklich Obst?
Der Igel ist dämmerungsaktiv und begibt sich mit Einbruch der Dunkelheit auf Nahrungssuche. Nun hilft er dem Gärtner Schädlinge aus dem Garten zu entfernen. Insekten, Laufkäfer, Schnecken, Regenwürmer, Raupen, Larven werden mit sicherem Spürsinn entdeckt und mit Eifer ausgegraben und verspeist. Die Mär vom Obst essenden Igel stimmt nur bedingt. Beeren etwa, werden manchmal als Nachspeise gegessen, aber nur wenn sie schön "madig" sind.
Wie sinnvoll ist eine Zufütterung im Garten?
Brauchen Igel die Hilfe des Menschen?
Der Igel ist ein Wildtier und sollte eigentlich ohne menschliche Hilfe auskommen. Da wir aber seinen Lebensraum stark beschneiden, ist manches Mal Hilfe nötig. Zwei Jahresabschnitte gibt es, wo der Gartenbesitzer dem Igel wirklich helfen kann: im zeitigen Frühjahr und im Herbst.
Ende März bis Ende April, je nach Gebiet, erwacht der Igel vom Winterschlaf. Das Nahrungsangebot ist noch dürftig, es gibt Kälteeinbrüche und das Tier hat viel von seinem Körpergewicht verloren. Nun ist es sinnvoll ihm an einem vor Katzenzugang geschützten Ort etwa 14 Tage lang Futter anzubieten.
Ab Mitte September ist es ebenfalls sinnvoll, weil Jungigel sehr viel an Gewicht zulegen müssen um den nahenden Winterschlaf zu überleben.
Menuplan für einen Igel
Die Futterkiste
Wenn Sie Ihrem Igel Futter anbieten wollen, ist es notwendig das Futter vor anderen Essern zu beschützen. Eine Futterkiste an einem geschützten, lärmfreien Ort ist die beste Lösung.
Stellen Sie eine Obstkiste mit der offenen Seite nach unten hin. Nun wird an die Schmalseite eine knapp 8 cm hohe und ebenso breite Öffnung geschnitten. Unter diese Kiste stellen Sie nun Abend für Abend den Futternapf (Katzenschüssel) mit Futter und am besten noch eine Schüssel mit Wasser.
Als Futter gibt es passend Igeltrockenfutter aus dem Tierhandel, gemischt mit einem Schälchen beliebigen Katzenfutters. Auch Trockenfutter für Katzen wird gerne angenommen. Die Schalen müssen immer sauber gehalten werden. So kommt Ihr Igel gut über die schwierigen Jahreszeiten.
Igelkinder
![]() Die sieben Zwerge adele sansone |
Der Igel und der Winterschlaf
Variiert nach Lebensraum und Meereshöhe
Anfang November, bei mildem Wetter und in milderen Gegenden sogar später, sobald Tag- und Nachttemperatur nicht mehr 8° plus überschreiten, begibt sich ein gesunder kräftiger Igel in den Winterschlaf. Das Sollgewicht liegt regional zwischen 500 bis 700 g. Bei Frost sollte man keinen Igel mehr herum irren sehen.
Nischen unter Holzhütten oder Holzstapeln, Haufen, die aus Laub und Gehölzschnitt bestehen, das sind die richtigen Plätze für einen Igel um sich sein Winternest zu bauen. Dafür bohrt er sich einen passenden Gang, zieht trockene Blätter und Gras in das Nest und polstert es mit Drehbewegungen aus. Schließlich verschließt er noch den Eingang mit Blättern oder Heu. So verbringt er im Idealfall sicher den Winter.
In manchen Gegenden mit milderen Wintertemperaturen verfällt der igel nicht in einen durch gehenden Winterschlaf, sondern erwacht immer wieder. Auch hier ist es sinnvoll den Winter durchgehend Futter anzubieten.
weiterführende Links zum Thema Igel
Professionelles umfassendes Igelhilfsportal
Wissenswertes über unsere stacheligen Freunde
Brauchen Igel im Frühjahr die Hilfe des Menschen?
Informationen zum Winterschlaf des Igels.
Was tun mit Igeln, die man im Spätwinter auffindet?
Sie möchten gerne einen Igel in Pflege nehmen
Kinderbuch zum Thema Igel
Unterhaltsame Geschichte für junge Tierfreunde mit praktischen umsetzbaren Tipps und Informationsteil zur Biologie des Igels
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| Amelie und die Stachelritter - Geschi... |









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Kommentare
süüüüüüüüß! Haben will!
Sehr schöner und informativer Artikel.
Die Bilder sind auch sehr schön.
Herzlich willkommen bei Page Wizz, ich freue mich schon auf weitere Beiträge.
Viele Grüße und einen Daumen
Petra
Im Herbst vor vielen Jahren hatte ich für eine Woche einen Igel auf meinem Balkon zu Gast. Ich hatte ihn aus unserem mit vielen Büschen besetzten und an einer stark befahrenen Straße gelegenen Vorgarten abends angetroffen und gerettet.
Ich hatte ihn mit Flohpulver von erstaunlich vielen Plagegeistern befreit. Gefüttert habe ich ihn überwiegend mit Katzenfutter und dazu gab es Wasser. Laut schmatzend hat er es sich schmecken lassen.
Nachdem er erst sehr scheu war, hatte er sich nach wenigen Tagen an mich gewöhnt. Am Anfang hatte er vor Stress oder aus Angst häufig seine Stirnhaut über seine Augen geklappt. Das sah witzig aus, aber er tat mir dabei leid.
Es war ein Montag, als ich den Igel fand, und am Wochenende hatte ich ihn in unserem Stadtwald ausgesetzt. Ich hoffe, er hat den Winter gut überstanden - und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute. ;o)
Ich habe vor vielen Jahren zwei Jungigel durch den Winter gebracht und im Frühjahr wieder ausgesetzt. War eine gute Sache. LG Ashlie
Herzlich willkommen bei PageWizz, liebe Adele - und gleich ein wunderbarer Beitrag! Dafür zücke ich doch prompt den "Gefällt"-Daumen und werde Fan!
GLG von Ruth